Sensationeller Foto-Fund - DER SPIEGEL
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Paris in Farbe Rote Flaggen an der Seine

Für die deutsche Propaganda knipste der Fotograf André Zucca das besetzte Paris in Schwarzweiß - privat dokumentierte er die Seine-Metropole in grandiosen Farbaufnahmen. Jetzt werden die Fotos zum ersten Mal in Paris gezeigt - und haben gleich massive Proteste ausgelöst.
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Paris unterm Hakenkreuz: Die Fahnen der deutschen Besatzer wehen auf dieser Aufnahme von André Zucca von den Fassaden der Gebäude an der Rue de Rivoli, direkt gegenüber den Tuillerien.

Foto: André Zucca/BHVP/Roger Viollet
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Leere Straßen: Ein Mann zieht eine Karre mit den Habseligkeiten seiner Familie über den Pont de la Tournelle in Paris. Undatierte Aufnahme, die Andrè Zucca mit seiner Leica und einem raren Agfacolor-Film zwischen 1941 und 1944 machte.

Foto: André Zucca/BHVP/Roger Viollet
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Mit Judenstern im Marais: Dies ist eines von nur zwei Fotos in dem Nachlass von André Zucca, auf denen eine Person mit Judenstern zu sehen ist. Es wurde im jüdisch geprägten Viertel des Marais in der Rue des Rosiers aufgenommen.

Foto: André Zucca/BHVP/Roger Viollet
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Geschäftiges Paris: Buntes Treiben herrscht auf der Rue de Belleville im 19. Pariser Arrondissement. Von den Schrecken der deutschen Besatzung ist in dieser Aufnahme von André Zucca aus dem Kriegsjahr 1944 nichts zu spüren.

Foto: André Zucca/BHVP/Roger Viollet
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Pariserinnen unter deutscher Besatzung:v In den Farbaufnahmen, die der Fotograf André Zucca zwischen 1940 und 1944 in der französischen Hauptstadt machte, spiegeln sich die Schrecken von Krieg und Besatzung nicht wieder - gezeigt werden meist fröhliche Menschen oder Szenen eines weitgehend funktionierenden Alltags. Diese Pariserinnen freuen sich am einem 1. Mai - möglicherweise 1942 - im Jardin du Luxembourg über die Sonne.

Foto: André Zucca/BHVP/Roger Viollet
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In Uniform am Place de la Concorde: Eine Straßenszene im besetzten Paris an der Place de la Concorde, aufgenommen von André Zucca zwischen 1941 und 1944. Rechts im Bild ein deutscher Besatzungssoldat in Uniform. In Paris privat zu fotgrafieren war eigentlich untersagt, aber durch seine Beziehungen zu den Deutschen gelang es Zucca, eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. In seiner Freizeit machte er diese einzigartigen, heute aber in ihrer Ausage umstrittenen Farbaufnahmen.

Foto: André Zucca/BHVP/Roger Viollet
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Kleines Glück im Krieg: Angler an einem Quai der Seine - eine scheinbar friedliche Szene. Dass sie im besetzen Paris der frühen vierziger Jahre aufgenommen wurde, ist an nichts zu erkennen. Gut möglich, dass außerhalb des Bildes hinter den Anglern deutsche Soldaten in Uniform dem Treiben zuschauen.

Foto: André Zucca/BHVP/Roger Viollet
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Markttreiben an den Hallen von Paris: Nach Mangel sieht es nicht aus auf dieser Aufnahme, die André Zucca im Juli 1942 im Viertel von Les Halles, den inzwischen abgerissenene Pariser Großmarkt-Hallen, machte.

Foto: André Zucca/BHVP/Roger Viollet
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Johanna von Orleans: Hier ist zu sehen die Johanna von Orleans auf dem Place du Martroi. Zum Glück ist dieses Denkmal unbeschädigt geblieben! Zu den Ruinen im Hintergrund ist gesagt, dass die französische Armee auf dem Rückzug hinter die Loire die Brücken sprengten und diese Übergänge massiv militärisch schützten. Dies hat natürlich die deutsche Luftwaffe nicht übersehen und diese zivilen Gegenden, mit französischem Militär besetzt, bombardiert. Das Bild ist aufgenommen worden nach der Besetzung Frankreichs im Sommer 1940, da die Straßen schon gereinigt worden sind.

Foto: Walter Waiss/Dr. Keller, Archiv Traditionsgemeinschaft Boelcke e.V.
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Paris 1940: Richard Zeissig, Landesgruppenleiter Frankreich der NSDAP, im französischen Parlament nach der Besetzung von Paris durch die deutsche Wehrmacht. Das Foto stammt aus dem Besitz der Familie Zeissig.

Foto: Hilmar Zeissig
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?