Sepp Blatter und die Pattex-Chefs - DER SPIEGEL
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Die Pattex-Chefs Blatter, Honecker, Matthäus

Fifa-Chef Joseph Blatter gibt sich gelassen: Trotz aller Vorwürfe im Korruptionsskandal will der Schweizer sein Amt nicht räumen. Er ist nicht der Erste, der an seinem Posten klebt. Eine Sammlung.
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Fifa-Chef Joseph Blatter: "Ich werde bis zum 26. Februar kämpfen. Für mich. Für die Fifa. Ich bin überzeugt, dass das Böse ans Licht kommen und das Gute gewinnen wird."

Foto: ARND WIEGMANN/ REUTERS
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Ähnlich realitätsfern zeigte sich DDR-Staatschef Erich Honecker. Am 7. Oktober feierte er das 40-jährige Bestehen der DDR noch mit den Worten: "Das waren 40 Jahre heroische Arbeit, 40 Jahre erfolgreicher Kampf für den Aufstieg unserer sozialistischen Republik, für das Wohl des Volkes. Auch weiterhin wird das so sein." Am 18. Oktober wurde Honecker zum Rücktritt gezwungen.

Foto: AP
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Auch Gerhard Schröder wollte sich mit dem Ende seiner politischen Karriere nicht abfinden: In einer legendären "Elefantenrunde" am Abend der Bundestagswahl am 18. September 2005 sagte der Wahlverlierer: "Glauben Sie im Ernst, dass meine Partei auf ein Gesprächsangebot von Angela Merkel bei dieser Sachlage einginge, in dem sie sagt, dass sie Bundeskanzlerin werden wolle? Also wir müssen die Kirche auch mal im Dorf lassen." Zwei Monate später wurde Merkel mit den Stimmen von CDU, CSU und SPD zur Kanzlerin gewählt.

Foto: Jens Büttner/ dpa
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Lothar Matthäus: Der Rekordnationalspieler konnte auch im Spätherbst seiner Karriere nicht von der Nationalmannschaft lassen. Im Alter von 39 Jahren nahm er auf Wunsch von Teamchef Erich Ribbeck an der Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlanden teil. Das DFB-Team spielte enttäuschend und schied bereits in der Vorrunde aus. Das letzte Gruppenspiel gegen Portugal (0:3) war Matthäus' letztes von insgesamt 150 Länderspielen.

Foto: Hassan Ammar/ picture alliance / dpa
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Harald Schmidt: Der Entertainer hatte seine beste Zeit Ende der Neunzigerjahre mit seiner Late-Night-Show bei Sat.1. Auch bei der ARD war seine Sendung teilweise noch sehr erfolgreich. Doch als er 2011 zu Sat.1 zurückkehrte, hatte sich das Format erschöpft. Wegen schlechter Einschaltquoten stellte der Sender die Show ein. Schmidt weigerte sich aber abzutreten und setzte die Sendung für anderthalb Jahre beim Pay-TV-Sender Sky fort - teils vor gerade einmal 5000 Zuschauern.

Foto: Frank Leonhardt/ picture alliance / dpa
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Heide Simonis gilt für viele als die Pattex-Politikerin schlechthin. Bei der konstituierenden Sitzung des Schleswig-holsteinischen Landtags im März 2005 stellte sich Simonis trotz eines verloren gegangenen ersten Wahlgangs noch drei Mal zur Wahl - und scheiterte weitere drei Male.

Foto: Müller-Stauffenberg / IMAGO
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Anshu Jain: Der Ex-Deutsche-Bank-Chef wollte auch auf dem Höhepunkt der Kritik an Investmentbanking-Exzessen nichts von Rücktritt wissen. "Ich übernehme die Verantwortung", sagte Jain Ende April 2015. "Das Verhalten dieser Leute war verwerflich, und ich war ihr Anführer. Da kann man sich nicht herausreden." Zurücktreten wolle er deshalb aber nicht, sondern vielmehr helfen, die Bank künftig besser zu machen. Vier Wochen später wurde Jain auf der Jahreshauptversammlung abgestraft, Anfang Juni musste er gehen.

Foto: DANIEL ROLAND/ AFP
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Gerd Niebaum als Präsident und Manager Michael Meier waren Väter des Erfolges des BVB in den Neunzigern - aber auch des Niedergangs. Sie brachten den Verein im Jahr 2000 an die Börse, 2005 aber stand der Klub am Rande des finanziellen Kollapses. Niebaum und Meier redeten lange die Situation schön. Noch 2004 sagte Niebaum SPIEGEL ONLINE: "Alles, was wir unternehmen, wird grundsätzlich schlechtgeredet." Ein Jahr später musste er gehen.

Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb
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