Serbisches Paprika-Dorf Scharfes Rot
Im südserbischen Dorf Donja Lakosnica färben sich im Herbst die Blätter, aber vor allem auch die Häuserwände rot. Die Bewohner der Siedlung nahe Leskovac hängen dann ihre Paprika zum Trocknen auf.
Oft sind selbst die Fenster zugehängt, sodass nur ein kleiner Spalt zum Hinausschauen bleibt.
So archaisch wie die Art des Trocknens sind auch die Lebensumstände einiger Dorfbewohner: Hier ist ein Paar mit Pferdewagen und Hofhund unterwegs.
Riesige Berge von Paprika warten darauf, sortiert und zum Trocknen aufgehängt zu werden.
Sie werden auf lange Schnüre gezogen und dann aufgehängt.
Die landwirtschaftlichen Arbeiten gehen während des Trocknens selbstverständlich weiter.
Diese Frau aus dem sogenannten "roten Dorf" muss ordentlich anpacken.
Die angebaute Menge an Paprika ist Lokalzeitungen zufolge gigantisch: Insgesamt produzieren die etwa 300 Haushalte in Donja Lakosnica im Durchschnitt drei bis vier Tonnen gemahlene Paprika pro Jahr.
Ein Mann schneidet Fleisch vor einer mit Paprika behangenen Wand. Die Metzger in Donja Lakosnica nutzen Paprika, um ihren Produkten eine leuchtend rote Farbe zu verleihen.
Auch in Deutschland hat sich Paprika in Form von Chili fest etabliert: Mexikanische und asiatische Küche sind weit verbreitet, selbst in Schokolade wird das Gewürz inzwischen verarbeitet. 2015/2016 wurde das Nachtschattengewächs in Deutschland zum "Gemüse des Jahres" gewählt.
Die Bauern aus Donja Lakosnica rühmen ihre einheimische Paprika, die so bekannt ist, dass es bereits zu Produktfälschungen gekommen sein soll.
Bei der Paprika-Verarbeitung helfen traditionell alle Familienangehörigen.