Serena Williams vor den US Open Kurz vor der Krönung
Der endgültige Durchbruch gelang Serena Williams im Jahr 2002. Dort schaffte sie das, was die Tennis-Experten heute den "Serena-Slam" nennen: Vier aufeinanderfolgende Siege bei Grand-Slam-Turnieren, allerdings nicht in einem Kalenderjahr. Mit einem Sieg bei den US Open in diesem Jahr könnte sie dann auch endlich den echten Grand-Slam schaffen.
Im selben Jahr triumphierte Serena (l.) auch erstmals in Wimbledon. Dort bezwang sie ihre Schwester Venus.
Zwei Jahre zuvor hatte Serena an der Seite ihrer Schwester Olympisches Gold im Doppel gewonnen. Es sollte nicht die letzte Goldmedaille von Serena bleiben. Insgesamt gewann sie viermal bei Olympischen Spielen. Zuletzt 2012 in London.
Doch ihre Karriere verlief nicht völlig problemlos. Immer wieder hatte sie mit Verletzungen zu kämpfen. 2011 stand ihre Laufbahn nach einer Lungenembolie sogar kurz vor dem Ende.
Serena wäre nicht Serena, wenn sie nicht immer zurückkommen würde. Im hohen Tennisalter von bald 34 Jahren ist sie so erfolgreich wie nie zuvor. In den vergangenen drei Jahren hat sie unter ihrem neuen Trainer Patrick Mouratoglou 28 Turniere auf der WTA-Tour gewonnen. Hier nimmt sie die Trophäe bei den Australian Open von Martina Navrátilová entgegen.
Auch bei den French Open triumphierte die US-Amerikanerin in diesem Jahr. Im Finale schlug sie Maria Scharapowa 6:4, 6:4. Es war der 20. von insgesamt 21 Grand-Slam-Titeln. Sollte sie bei den US Open gewinnen, würde sie mit Steffi Graf gleichziehen.
Doch der Sieg scheint in Gefahr. Williams musste zwei Vorbereitungsturniere verletzungsbedingt absagen. Zudem verlor sie in Toronto gegen Belinda Bencic. Dennoch: Sollte Williams fit sein, ist sie die Spielerin, die es zu schlagen gilt.