Sergio Pininfarina gestorben Abschied vom Maestro des schnellen Designs
Pate des Autodesigns: Sergio Pininfarina galt als einer der begabtesten Formschöpfer für Automobile. Sein Vater hatte in den dreißiger Jahren in Turin eine Karosseriebaufirma gegründet, die er nach dessen Tod 1966 erfolgreich weiterführte. Sergio Pininfarina entwarf nicht nur selbst Modelle, sondern machte aus dem Familienunternehmen einen börsennotierten Konzern.
Schicke Hülle: Sergio Pininfarina auf einer Aufnahme aus dem Jahr 1959. Bevor er in das Unternehmen seines Vaters Battista "Pinin" Farina eintrat, studierte er Maschinenbau. Mit einem präsidentiellen Dekret wurde der Spitzname des Vaters, "Pinin", und der Nachname Farina 1961 zum neuen Familien- und Unternehmenstitel zusammengefügt
Ferrari Dino 246: Nur dieses eine Auto habe er ganz allein gezeichnet, hat Sergio Pininfarina mal gesagt. Es gibt allerdings nicht wenige Ferraristi - also besonders begeisterte Fans der Marke -, die den Dino für das gelungenste Modell der Sportwagenschmiede halten.
Reifeprüfung bestanden: 1966, im Jahr als Sergio Pininfarina endgültig die Verantwortung des Designstudios übernahm, stellte er den Alfa Romeo Spider vor. Der Wagen wurde durch den Film "The Graduate" mit Dustin Hoffman berühmt und gilt noch heute als Klassiker.
Ausstellungsstück: Im Pininfarina-Museum in Cambiano bei Turin darf der Spider natürlich nicht fehlen.
Offene Schönheit: Der Fiat 124 gehörte ebenfalls zu den ersten Autos, die unter der Führung von Sergio Pininfarina im Turiner Designbüro entworfen wurden.
Peugeot 504: Auch der französische Autobauer zählte zur Kundschaft Pininfarinas. Ende der sechziger Jahre fertigte der Designer die Hülle für das Modell 504.
Spektakulär formschön: Pininfarina-Modelle wie der Maserati A6GCS Berlinetta sind Millionen Euro wert.
Legendärer Rotschopf: Seit den fünfziger Jahren bezieht Ferrari das Design der Autos fast ausschließlich von Pininfarina. Auch der Testarossa wurde in Turin entworfen.
F430 Scuderia: Die Sportwagenschmiede aus Maranello schwört bis heute auf die Dienste des Turiner Designbüros.
Ferrari 612 Scaglietti. Dieser Ferrari ist dem Karosseriebauer Sergio Scaglietti gewidmet - das Design stammt aber aus dem Hause Pininfarina.
Aushängeschild: Auch dieser Ferrari P4/5 wurde in der legendären Carrozzeria kreiert.
Tragik um den Nachfolger: Andrea Pininfarina (links) übernahm 2001 das Unternehmen seines Vaters. Im Sommer 2008 verunglückt er im Alter von 51 Jahren tödlich bei einem Unfall auf einem Vespa-Roller.
Drei Pininfarinas: Auf diesem Foto aus dem Jahr 1988 hat Sergio Pininfarina vor seinen Söhnen Andrea (links) und Paolo Platz genommen. Paolo übernahm das Designbüro nach dem Tod seines älteren Bruders.
Vielseitige Karriere: Sergio Pininfarina war von 1979 bis 1988 Europa-Abgeordneter. 2005 wurde er in Italien zum Senator auf Lebenszeit ernannt. 2006 zog er sich aus seinem Unternehmen zurück, behielt aber den Titel eines Ehrenpräsidenten.