TV in den Achtzigern Schnelle Autos, schrille Klamotten
Die A-Liga: "Vor einigen Jahren wurden vier Männer einer militärischen Spezialeinheit wegen eines Verbrechens verurteilt, das sie nicht begangen hatten." So begann jede Woche der Vorspann des "A-Teams", in dem sich vier schräge Ex-Soldaten auf Gangsterjagd begaben - der Frauenschwarm Templeton "Face" Peck (links, gespielt von Dirk Benedict), der geisteskranke Pilot "Howling Mad" Murdock (Mitte hinten, Dwight Schultz), der Waffenspezialist Bosco "B.A." Baracus (gespielt von Mr. T, rechts), angeführt von Colonel John "Hannibal" Smith (George Peppard, Mitte vorne), der am Ende eines gelungenen Einsatz stets zu sagen pflegte: "Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!", während er genüsslich an seiner Zigarre zog. Sein Laster sollte ihm zum Verhängnis werden, ...
RTL II/Stephen J. Cannell Productions
... denn George Peppard, der Darsteller von Hannibal Smith, rauchte nicht nur für seine Rolle: Erst nachdem 1992 Lungenkrebs bei ihm diagnostiziert wurde, gab er das Rauchen endgültig auf - leider jedoch zu spät. Der gesundheitlich angeschlagene Schauspieler - hier auf einer Aufnahme von 1990 - starb 1994 an einem Lungenleiden. Doch auch wenn die von ihm gespielte Figur Hannibal Smith der Anführer des "A-Teams" gewesen war, war die bei vielen Fans beliebteste Figur ...
... der muskelbepackte B.A. Baracus: Gespielt wurde er von Laurence Tureaud alias "Mr. T". Seinen charakteristischen Irokesenschnitt hatte der sich nicht für die Rolle zugelegt, sondern als Verneigung vor seinen afrikanischen Wurzeln - nachdem er das Foto eines Mandinka-Kriegers mit einer solchen Frisur im "National Geographic" gesehen hatte. Für das Anlegen seiner diversen Goldketten soll der Schauspieler etwa eine Stunde benötigt haben. Doch mittlerweile zeigt er sich - wie auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 2006 - meist ohne den schweren Schmuck. Neben diversen Werbeauftritten für das Computerspiel "World of Warcraft", Telefongesellschaften oder seinen eigenen Mikrowellenherd, den "Mr. T Flavorwave Oven", engagiert sich der gläubige Christ Tureaud sozial, indem er in Obdachlosenheimen Nahrung und Kleidung verteilt. Von der Neuverfilmung des "A-Teams" ...
... hält Mr. T jedoch wenig: Die Neubesetzung der Rollen von "Face", H.M. Murdock, Hannibal Smith und ganz besonders die seiner Rolle als B.A. Baracus, von links Bradley Cooper, Sharlto Copley, Liam Neeson, Quinton Jackson, schmeckt dem ehemaligen Wrestling-Star gar nicht. Außerdem, so beklagte er im Interview mit der Website wenn.com, sei der Film mit seiner Gewalt und seinen Sexszenen zu drastisch für ihn und nicht mehr vergleichbar mit der "Familienunterhaltung", die er und seine Kollegen in den Achtzigern in der Serie geboten hätten.
"Ein Colt für alle Fälle": 112 Folgen lang jagte Lee Majors von 1981 bis 1986 als Stuntman und Hobby-Kopfgeldjäger Colt Seavers gemeinsam mit seinem Kumpel Howie Munson und der Stuntfrau Jody Banks, gespielt von Heather Thomas, Ganoven durch Kalifornien und sprang dafür von etlichen Brücken, krabbelte über ungezählte fahrende Zugdächer und raste mit seinem Auto durch gefühlte Milliarden von Glasscheiben. Während der Stuntszenen gingen so viele Autos zu Bruch, dass die Produktionsfirma schließlich ein Auto-Abo bei GMC, dem Hersteller von Colt Seavers' Pick-up-Truck, abschloss: Die Firma sagte zu, immer wieder genau das gleiche Auto zu liefern. Nach dem Ende der Serie ...
... ging es mit der Karriere von Heather Thomas abwärts: Die Darstellerin - hier auf einem Bild von 2009 - hatte sich schon in den letzten Jahren der Serienproduktion wegen ihrer Kokainsucht in Behandlung begeben und hatte 1985 Allen Rosenthal, einen der Gründer der Hilfsorganisation Cocain Anonymous, geheiratet. Nachdem sie in den Neunzigern noch in einigen B-Movies wie dem Erotikthriller "Hidden Obsession" gemeinsam mit "Airwolf"-Star Jan-Michael Vincent aufgetreten war, gab sie 1998 das Schauspielen völlig auf. Lee Majors, hier auf einem Foto aus dem Jahr 2008, konnte etwas länger von seinem Ruhm zehren: Von 1987 bis 1994 drehte er drei Film-Fortsetzungen seiner alten Fernsehserie "Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann", die ihn in den Siebzigern bekannt gemacht hatte. In den letzten Jahren tauchte Majors nur noch gelegentlich in kleinen Nebenrollen in Serien und Filmen auf.
Dressman-Drogenfahnder: Die Serie "Miami Vice" um die beiden Drogenfahnder Sonny Crockett, gespielt von Don Johnson, links, und Ricardo Tubbs, Philip Michael Thomas, rechts, stellte von Anfang an Ästhetik über Inhalte. Der Arbeitsalltag von Polizisten bestand hier vor allem darin, zu Synthesizer-Pop im Ferrari durch die malerischen Art-déco-Viertel von Miami zu düsen, die Ärmel der pastellfarbenen Armani-Sakkos hochzukrempeln und durch die Gläser der Sonnenbrillen von Porsche und Ray Ban möglichst cool aus der Designerwäsche zu gucken. Im Laufe einer einzelnen Folge wechselten die beiden Hauptfiguren etwa fünf- bis achtmal ihr Outfit - das von einem Beraterstab zusammengestellt worden war, dem unter anderem Designer von Versace und Boss angehörten. Die beiden Hauptdarsteller, die durch die Serie zu Stilikonen der Achtziger geworden waren, ...
... gingen nach der Serie getrennte Wege: Während Philip Michael Thomas sich unter anderem in den Neunzigern als Sprecher des "Psychic Reader's Network", eines dubiosen Dachverbandes von Telefon-Hellsehern, engagierte und an der Seite von Bud Spencer in der Serie "Zwei Supertypen in Miami" zur Persiflage seiner selbst verkam, hatte Johnson mehr Glück. Ihm gelang es, während der neunziger Jahre als Polizist in der Hauptrolle der Serie "Nash Bridges" im Geschäft zu bleiben - auch wenn die Popularität der Serie nie an die von "Miami Vice" anknüpfen konnte. Zuletzt spielte er in dem Film "Machete" von Regisseur Robert Rodriguez mit - als Anführer einer Redneck-Bürgerwehr.
Einsamer Wolf: Als Helikopterpilot Stringfellow "Huckleberry" Hawke wurde Jan-Michael Vincent in den Achtzigern durch die Serie "Airwolf" berühmt, in der er in einem hypermodernen Superhubschrauber Einsätze für den Geheimdienst "Die Firma" flog, um von ihr im Gegenzug Informationen über seinen verschollenen Bruder zu erhalten. Vincent war in den Achtzigern mit rund 200.000 Dollar Gage pro Folge nicht nur der bestbezahlte Seriendarsteller, sondern galt auch als Sexsymbol. Doch nach der dritten Staffel der Serie ...
... ging es mit Jan-Michael Vincent bergab: Er wurde der Produktionsfirma zu teuer - und durch einen günstigeren Schauspieler, Barry Van Dyke, ersetzt. Als die Jobangebote ausblieben, flüchtete sich Vincent immer mehr in Alkohol- und Drogenkonsum. 1996 kostete ihn ein Autounfall unter Alkoholeinfluss fast sein Leben: Der Schauspieler brach sich drei seiner Halswirbel, und seine Stimmbänder wurden beim Rettungsversuch der Sanitäter so stark beschädigt, dass Vincent heute nur noch unter großen Mühen sprechen kann. Im September 2007 wurde er schließlich - wie auf diesem Foto zu sehen - als gebrochener Mann, der durch seinen Alkoholmissbrauch schwere Gedächtnisschäden davongetragen hat, in der US-Boulevardsendung "The Insider" vorgeführt.
Spionin auf dem zweiten Bildungsweg: In den Serien der Achtziger war die Einstiegshürde zum Leben als Detektiv oder Geheimagent nie sonderlich hoch - so wurde die von Kate Jackson gespielte Amanda King in der Serie "Agentin mit Herz" auf einen Schlag von der alleinerziehenden Hausfrau zur Spionin, als auf einem Bahnhof zufällig dem Geheimagenten "Scarecrow" alias Lee Stetson, gespielt von Bruce Boxleitner, begegnete. 88 Folgen lang verstrickte sich das ungleiche Paar in den Irrungen und Wirrungen des Kalten Krieges. Da Jackson jedoch während der vierten Staffel an Brustkrebs erkrankte, wurde die Serie 1987 beendet - mit der Heirat von Mrs. King und Mr. Stetson. Doch im realen Leben ...
... verfolgten die Schauspieler Boxleitner und Jackson unterschiedliche Ziele: Während Bruce Boxleitner in den Neunzigern als Hauptfigur John Sheridan in der Science-Fiction-Serie "Babylon 5" im Fernsehen präsent blieb und 2005 in der Rolle des Captain Duvall - wie hier rechts im Bild - in der französisch-britischen Fernsehserie "Young Blades" auftrat, ...
... hatte Kate Jackson vor allem mit ihrer Gesundheit zu kämpfen: Nachdem der erste Ausbruch der Krankheit 1987 erfolgreich behandelt worden war, spielte sie in der Hauptrolle der Fernsehserie "Baby Boom" mit. Im Herbst 1989 kam es jedoch zu einem zweiten Ausbruch, und Jackson musste sich erneut einer Operation unterziehen. Nachdem sie in den neunziger Jahren weiter in verschiedenen Fernsehrollen auftrat, wurde bei ihr 1995 ein angeborener Herzfehler entdeckt und sie musste sich einer komplizierten Operation am offenen Herzen unterziehen. Jackson gesundete und schaffte es, mit Hilfe einer streng makrobiotischen Diät ihre Krebserkrankung unter Kontrolle zu bekommen. Das Bild zeigt Jackson, Mitte, bei der Verleihung der Emmy-Awards in Los Angeles im Jahr 2006.
Ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht: Die Serie "Knight Rider", in der David Hasselhoff als Michael Knight gemeinsam mit seinem sprechenden Superauto K.I.T.T. gegen Verbrecher kämpfte, wurde vor allem in Deutschland zu einer der größten Kultserien der achtziger Jahre. K.I.T.T. konnte mit Hilfe des "Turbo Boost" über Hindernisse springen oder im "Super Pursuit Mode" mit über 300 Meilen pro Stunde fahren - vor allem aber sah der schwarze Sportwagen mit seinem hin und her wabernden roten Licht auf der Kühlerhaube im Stilempfinden der Achtziger einfach todschick aus. Dabei hatte der Produzent Glen A. Larson das Leuchtelement geklaut - bei den "Zylonen", den Robotern aus der Serie "Kampfstern Galactica", die Larson in den Siebzigern produziert hatte. Der menschliche Hauptdarsteller der Serie hingegen ...
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... erwies sich als weniger recyclingfähig: Nachdem er in den neunziger Jahren noch als Rettungsschwimmer Mitch Buchannon in der Serie "Baywatch" an seinen ersten Erfolg anknüpfen konnte, verschwand er nach dem Ende der Serie 2001 immer mehr aus dem Rampenlicht. In den vergangenen Jahren machte Hasselhoff - hier auf einem Bild von 2010 - vor allem mit seinem Privatleben Schlagzeilen: Nach seiner Scheidung von der Schauspielerin Pamela Bach wurde ihm wegen gewalttätigen Verhaltens seiner Ex-Frau gegenüber gerichtlich untersagt, sich ihr zukünftig zu nähern. 2007 tauchte ein von seiner Tochter aufgenommenes Video im Internet auf, das Hasselhoff lallend und stark alkoholisiert zeigte. In den folgenden Jahren wurde Hasselhoff immer wieder wegen Alkoholproblemen ins Krankenhaus eingeliefert - zuletzt im Mai 2010 nach einem dreitägigen Trinkexzess.
Frauenpower: Tyne Daly - links im Bild - und Sharon Gless spielten in "Cagney & Lacey" in den Achtzigern die befreundeten New Yorker Polizistinnen Mary Beth Lacey und Christine Cagney. Sharon Gless war erst in der siebten Folge der Serie als Ersatz für die Schauspielerin Meg Foster hinzugekommen, da diese den Produzenten beim Sender CBS nicht feminin genug erschien und sie befürchteten, sie könnte für eine Lesbierin gehalten werden. Das ungleiche Duo funktionierte bestens zusammen: 125 Folgen lang verfolgten "Cagney & Lacey" Gangster durch die Straßen New Yorks - bis 1988 die letzte Folge abgedreht war. Nach dem Ende der Serie ...
gingen die beiden Darstellerinnen getrennte Wege: Sharon Gless - rechts im Bild - heiratete 1991 Barney Rosenzweig, den Produzenten von "Cagney & Lacey". Prompt schuf dieser eine neue Serie für seine Angebetete - "Die Fälle der Rosie O'Neill", in der Gless eine Anwältin in Los Angeles spielte. Mitte der Neunziger fand sie noch einmal mit ihrer Kollegin Daly für vier "Cagney & Lacey"-Fernsehfilme zusammen, danach trennten sich ihre Wege - erst im Januar 2010 sollten sie wieder gemeinsam über die Mattscheibe flimmern - in der Serie "Burn Notice". Bis heute spielte Gless Rollen in zahlreichen verschiedenen Serien - unter anderem in "Queer as Folk" und "Nip/Tuck - Schönheit hat ihren Preis". Ihrer Kollegin Tyne Daly gelang es ebenfalls, als Seriendarstellerin Fuß zu fassen - so spielte sie bis Ende 2005 in der Serie "Für alle Fälle Amy" die selbstbewusste Sozialarbeiterin Maxine Gray. Die Aufnahme zeigt die beiden Schauspielerinnen im Jahr 2010.
Vier Fäuste für ein Halleluja: In der Serie "Trio mit vier Fäusten" eröffneten die Vietnam-Kriegsveteranen Cody Allen - gespielt von Perry King, hier in der Mitte, - und Nick Ryder - gespielt von Joe Penny, links - an der Küste Kaliforniens eine Detektei mit ihrem Freund Murray Bozinsky (Thom Bray), einem Computerfreak, der sogar einen eigenen Roboter namens "Roboz" konstruiert hat. In Nicks Hubschrauber "Screaming Mimi" verfolgte das Trio über 56 Episoden Gangster durch die Hitze Kaliforniens. Nach dem Ende der Serie im Jahr 1986 ...
... gelang es Perry King, mit kleineren Rollen in verschiedenen Serien unterzukommen: So trat er 1995 als Hayley Armstrong in einer Nebenrolle der Teenie-Serie "Melrose Place" auf und erschien mit ähnlich kleinen Parts in Serien wie der Rap-Sitcom "Eve" oder Michael J. Fox' Comedy-Serie "Chaos City". Nachdem der schauspielerische Erfolg ausblieb, engagierte King sich stärker im Bereich seiner zweiten Leidenschaft, dem Motorradfahren: 2008 wurde er zum Vorstandsmitglied der American Motorcyclist Association, eines amerikanischen Biker-Interessenverbandes, gewählt. Sein Kollege und ehemaliger Mitdetektiv Joe Penny hingegen ...
... hatte zunächst mehr Glück im Beruf: Von 1987 bis 1992 konnte er als Ermittler Jake Styles in der erfolgreichen Serie "Jake und McCabe" an seinen Erfolg in "Trio mit vier Fäusten" anknüpfen. Doch allmählich sank auch sein Stern: Nachdem er zunächst noch vereinzelt Gastauftritte in bekannten Serien bekamt - etwa in "Die Sopranos" oder "CSI", machte Penny zuletzt nur noch durch Auftritte in B-Movies auf sich aufmerksam. Zuletzt spielte er 2007 die Figur Gus in dem Film "Vorthon, König der Gargoyles", in dem US-Kampfpiloten während des Zweiten Weltkriegs von Nazi-Wasserspeiern angegriffen werden.
Das fleischgewordene Schweizer Taschenmesser: Der von Richard Dean Anderson gespielte Physiker, Ausnahmebastler und Agent Angus MacGyver erlangte in der Krimiserie "MacGyver" Bekanntheit dadurch, dass er Waffengewalt konsequent ablehnte - und aus praktisch jedem Hausmüll binnen weniger Minuten hilfreiche Gerätschaften zum Entschärfen von Bomben, Öffnen von Türen oder Umgehen von Alarmanlagen bauen konnte. Immer wieder erwies sich dabei sein immer griffbereites Schweizer Taschenmesser als lebensrettend. Als die Serie im Jahr 1991 beendet wurde, ....
... musste der Hauptdarsteller jedoch auch ohne Hilfe seines geliebten Taschenmessers schnell einen Ausweg finden: Zum Rettungsanker wurde für ihn schließlich die Rolle des Colonel Jack O'Neill in der Science-Fiction-Serie "Stargate", für die Kurt Russel nicht gewonnen werden konnte, der O'Neill im gleichnamigen Kinofilm gespielt hatte. Anderson sprang ein - und landete damit von 1997 bis 2005 einen Serien-Dauerbrenner. Aufgrund der positiven Darstellung der U.S. Airforce in der Serie wurde Anderson 2004 zum Brigadiergeneral ehrenhalber ernannt. Nach 2005 verließ er die Serie jedoch, um sich ganz seiner Familie widmen zu können.
"Vertrauen Sie mir - ich weiß, was ich tue!": Mit diesem irreführenden Satz begann jede Folge der Nonsens-Krimiserie "Sledge Hammer!" um den völlig spinnerten Polizisten Sledge Hammer. Irreführend, da das ganze Konzept der Serie darauf fußte, dass Hammer, gespielt von David Rasche, eigentlich nie wirklich wusste, was er gerade tat. Mit seinen erzkonservativen Macho-Ansichten, seiner völlig irrationalen Gewaltbereitschaft und ständigen Gesprächen mit seinem Revolver, den er "Susi" nannte, trieb er 41 Folgen lang seine Partnerin Dori Doreau und seinen Vorgesetzten Captain Trunk immer wieder an den Rand der Verzweiflung. Doch nach zwei Staffeln war schließlich 1988 Schluss mit der Serie, und ...
... Hauptdarsteller Rasche musste sich nach einem neuen Broterwerb umsehen: Neben kleinen Auftritten in Kinofilmen wie 2006 in Clint Eastwoods "Flags of Our Fathers" oder 2008 in "Burn After Reading" spielte Rasche, rechts im Bild, in verschiedenen Fernsehserien wie "Malcolm Mittendrin", "Ugly Betty" oder aktuell in "Rubicon" mit. Oder im Theater - das Bild zeigt Rasche in einer Szene des Theaterstücks "To Be or Not To Be" von Nick Whitby im Samuel J. Friedman Theater auf dem Broadway in New York.
Reich, schön und verliebt: Das wohl harmonischste Ermittlerpaar der Achtziger waren der von Robert Wagner gespielte "Selfmade-Millionär" Jonathan Hart und seine von Stefanie Powers gespielte Journalistengattin Jennifer Hart, die in der Krimiserie "Hart aber herzlich" immer wieder unvermittelt aus ihrem Luxusleben in mannigfaltige Kriminalfälle hinein stolperten und sie erfolgreich lösten. Als 1984 der Vorhang für die Serie fiel ...
... musste das stets harmonische Ermittlerpaar sich jedoch wohl oder übel trennen: Zwar wurden in den Neunzigern noch insgesamt acht "Hart aber herzlich"-Spielfilme nachträglich aufgenommen - doch die Serienbeziehung der schwerreichen Hobbydetektive fand schließlich 1996 mit dem Film "Operation Jennifer" ihr endgültiges Ende. Während Stefanie Powers daraufhin unter anderem in Musicals mitspielte, Bücher mit Pilates-Übungen herausbrachte und 2003 eine Jazz-CD aufnahm, konzentrierte sich Wagner weiter auf Film und Fernsehen: So spielte er etwa in den "Austin Powers"-Kinofilmen oder der Fernsehserie "Boston Legal" mit.
Rasender Rochen: In der US-amerikanischen Fernsehserie "Stingray", die von 1985 bis 1987 produziert wurde, spielte Schauspieler Nick Mancuso einen Mann mysteriöser Herkunft, der sich Ray nennt und Fremden über eine chiffrierte Zeitungsanzeige seine Hilfe anbietet. Im Gegenzug für seine Dienste als rasender Ganovenjäger in seiner 1965er Corvette Stingray forderte Ray nie Geld - nur die bedingungslose Einlösung eines Gefallens, wenn er ihn einmal brauchen sollte. Das Szenenbild von 1985 zeigt Mancuso neben seiner Serien-Corvette.
Rache ohne Rochen: Auch heute noch ist der Kanadier Nick Mancuso als Schauspieler tätig - wie auf diesem Szenbild des US-amerikanischen Spielfilms "Fatale Rache" aus dem Jahr 2006.
Ermitteln, wo andere Urlaub machen: Von 1980 bis 1988 spielte Tom Selleck - rechts im Bild - den Privatdetektiv Thomas Magnum, der vor paradiesischer Kulisse in Hawaii in einem roten Ferrari Verbrecher fing. Da er offiziell als Sicherheitschef des Schriftstellers Robin Masters eingestellt war, lebte er kostenfrei auf dessen luxuriösem Anwesen - musste sich jedoch auch mit Jonathan Higgins, dem schnöseligen britischen Verwalter des Anwesens - dargestellt von John Hillerman - und seinen beiden Dobermännern Zeus und Apollo herumschlagen. Sowohl Selleck als auch Hillerman erhielten einen Golden Globe für ihre schauspielerischen Leistungen in der Serie, die sich zu einem der großen Quotenhits der Achtziger entwickelte. Durch die Serie ...
gelang Selleck der internationale Durchbruch: In Kinofilmen wie "Quigley der Australier" von 1990 oder "In & Out" von 1998, vor allem aber mit Serienauftritten in "Friends" und "Boston Legal" gelang es dem Schnauzbart tragenden Womanizer, einem breiten Publikum weit über die Achtziger hinaus in Erinnerung zu bleiben. John Hillerman ließ indes in den neunziger Jahren die Schauspielerei hinter sich und zog sich ins Privatleben zurück. 1996 war er bereits so weit aus dem Rampenlicht verschwunden, dass aufgrund einer Namensverwechslung kurzzeitig sogar Nachrichten über seinen Tod verbreitet wurden.
"Knight Rider" mit zwei Rädern: So oder ähnlich muss vielen Zuschauern die Serie "Street Hawk" um den Polizisten und Motorradrennfahrer Jesse Mach - gespielt von Rex Smith - und sein computergesteuertes Supermotorrad vorgekommen sein. Vielleicht erfreute sich die Serie deshalb auch nur mäßigen Interesses und musste bereits nach den ersten 13 Episoden wieder eingestampft werden. Hauptdarsteller Smith ...
... gelang es anschließend mehr schlecht als recht, sich im Showbusiness durchzubeißen: Nach einigen Versuchen als Popsänger in den Achtzigern veröffentlichte er 2000 noch einmal ein Album - mit dem Titel "Simply ... Rex". Der Erfolg blieb aus - auch nachdem er es 2006 noch ein zweites Mal unter neuem Titel "You Take My Breath Away" veröffentlichte. Zur Zeit versucht Smith sich an einem Piraten-Musical und "Smith & Smith Unlimited", einer Reality-Serie, in der er gemeinsam mit seinem Sohn Brandon nach Anweisungen der Zuschauer agiert.