"Sewol"-Untergang Südkoreas Katastrophe
In Südkorea hat die Bergung des Wracks der "Sewol" begonnen. Die Fähre war im April 2014 gekentert und vor der Insel Jindo untergangen. 304 der 476 Menschen an Bord waren ums Leben gekommen.
Die Bergung dürfte mehrere Tage dauern.
Wenn das Wrack an der Wasseroberfläche ist, soll eine Art Tauchboot unter das Schiff gleiten, um es dann bis zum Hafen von Mokpo zu bringen. Dort soll die Fähre im Trockendock durchsucht werden.
Es gibt Vermutungen, dass sich neun bislang nicht gefundene Leichen in dem Schiffswrack befinden könnten. Angehörige der Opfer verfolgen die Bergung der "Sewol". Sie hoffen, dass ihre Familienmitglieder gefunden werden.
Das Wrack lag zuvor mehr als 40 Meter unter Wasser.
Die ursprünglich für vergangenes Jahr geplante Bergung war wegen schlechten Wetters mehrmals verschoben worden.
"Sewol"-Kapitän Lee Jun Seok und der größte Teil der Besatzung hatten das Unglück überlebt, unter anderem weil sie zu den ersten gehörten, die das Schiff verließen, während Hunderte Passagiere im Inneren feststeckten.
Grund für die Katastrophe (hier ein Archivfoto vom 16. April 2014) war vor allem menschliches Versagen. Laut einem Untersuchungsbericht trugen neben der Inkompetenz der Besatzung auch Behördenversagen, Korruption sowie Geldgier der Reederei zu der Katastrophe bei.