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Horror-Trash-Kult Giftmüll und Zombie-Hühner

Zombie-Hühner, singende Kannibalen, Penis-Monster: Anfang der siebziger Jahre gründeten zwei von Hollywood gelangweilte Kinofans Troma. Die US-Filmfirma avancierte mit albernen Horrorstreifen zum Kultstudio - und war die Wiege für Stars wie Kevin Costner oder die "South Park"-Macher.
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Troma-Gründer Kaufman: Lloyd Kaufman (M.) im Kreise seiner Kreaturen auf dem Film-Festival in Cannes 1994. Mit Geschäftspartner Michael Herz gründete er 1974 Troma Productions.

Foto: RHONDA BIRNDORF/ AP
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Superbrutaler Superheld: Der Low-Budget-Film "Toxic Avenger" von 1984 über einen Hausmeister, der per radioaktivem Giftmüll zum Superhelden mutiert, machte Troma zur Kultfilmfirma

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Heimatfilm mit Untoten: Der Troma-Klassiker "Redneck Zombies" (1987) schwankt zwischen beißender Satire und blutigem Gemetzel

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Troma-Frühwerk: Die billige Sexkomödie "Stuck on you" - nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Film der Farrelly-Brüder von 2003 (deutscher Titel: "Unzertrennlich") - gehört zu den Erstlingswerken der Troma-Macher Lloyd Kaufman und Michael Herz

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Zombie-Hühner greifen an: In einem Fast-Food-Imbiss in dem verschlafenen Städtchen Tromaville gehen merkwürdige Dinge vor sich. Gäste verwandeln sich in Monster mit Hühnerschnäbeln und beginnen, die normalen Gäste zu panieren, zu braten und aufzufressen. Der Troma-Gründer Lloyd Kaufman (l.) höchstpersönlich steckt hinter dem abstrusen Plot von "Poultrygeist: Night of the Chicken Dead".

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Grusel in Gummi: Troma-Chef Lloyd Kaufman mit zwei seiner Kreaturen aus "Toxic Avenger" (deutscher Titel: "Atomic Hero"), aufgenommen 2004 in New York. Die Superheldenpersiflage von 1985 machte Troma berühmt.

Foto: Getty Images
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Vielversprechender Titel, nichts dahinter: Das Troma-Werk von 1987 mit dem Titel "Surf Nazis Must Die" lässt auf einen spannenden Plot hoffen - Fehlanzeige. Die Geschichte um zwei rivalisierende Gangs - Samurai-Kämpfer gegen Neonazis auf Surfbrettern - ist gähnend langweilig.

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Ganz schön verstrahlt: Troma-Gründer Lloyd Kaufman am 6. April 2009 bei der "Toxic Avenger"-Nacht im Theater New World Stages in New York. Mit billigen Spezialeffekten und peinlichen Gummiprothesen begründete der Low-Budget-Film um einen atomverseuchten Superhelden den Ruhm der Troma-Studios. Spätere Fortsetzungen waren eher erschreckend unlustig.

Foto: Astrid Stawiarz / Getty Images
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Massaker nach Shakespeare: Was machte den englischen Dramatiker weltberühmt? Natürlich sein Sinn für "Piercings, Sex und Zerstückelungen - Die Dinge, die Shakespeare groß gemacht haben". So sieht es zumindest der Untertitel der Klassiker-Parodie "Tromeo & Juliet" (1996).

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Böser Beißer: Die Troma-Studios setzen nicht nur auf trashige Eigenproduktionen, sondern auch auf blutrünstige Importware. Die deutsche Komödie "Kondom des Grauens" von 1996, in der einer Reihe von Bordellbesuchern der Penis abgebissen wird, wurde von Troma in den USA unter dem Titel "Killer Condom" vertrieben.

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Der Beste der schlechtesten Filme: Das letzte Werk von Troma-Chef Lloyd Kaufman, "Poultrygeist: Night of the Chicken Dead", gehört zu den besten in der Reihe seiner Trash-Horrorfilme. In ihm greifen Zombie-Hühner eine Fast-Food-Filliale an. Auf diesem Foto kämpft Schauspieler Robin Watkins mit einem Hühner-Dämon.

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Sex-Slapstick: "The First Turn-On" (1983) war die letzte von vier billigen Sexkomödien aus dem Hause Troma. Seit 1984 steht das Studio vor allem für brutalen, subversiven Slapstick-Horror-Trash.

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Liebesgemetzel mit Monster-Phallus: Das Filmstudio Troma legte 1996 Shakespeares Liebesgeschichte neu auf. In der blutrünstigen Parodie "Tromeo & Juliet" darf auch das in vielen Troma-Filmen verwendete Penis-Monster nicht fehlen.

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Materialschlacht: Von der Troma-Produktion "Toxic Avenger" gab es insgesamt vier Teile. Die ersten beiden Fortsetzungen wurden 1989 gedreht. Ursprünglich war nur ein Sequel geplant. Am Ende der Dreharbeiten stellte man jedoch fest, dass noch massenhaft Material im Kasten war und entschied sich dafür, daraus zwei Filme zu machen.

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Abrechnung mit Rambo: In der "Rambo"-Parodie "Troma's War" von 1988 ging es noch brutaler zu als im Original. Das US-Unterhaltunsgmagazin "Variety" urteilte, der Film lasse "Rambo III" so schmusig-soft wie den Lassie-Streifen "Heimweh" aussehen.

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Zum Schreien schlecht: Troma-Filme sind bewusst billig gehalten - und vermutlich gerade deswegen erlangten sie Kultstatus

Foto: Getty Images
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Supermonster: Mit "Toxic Avenger" nimmt Troma den Körperkult der achtziger Jahre aufs Korn. Der Held des Films ist Melvin. Der tollpatschige Fitnessclub-Putzmann mutiert vom schlappen Nerd zum Superhelden, nachdem er kopfüber in eine Tonne mit radioaktivem Giftmüll gefallen ist. Nach seiner Verwandlung ist Melvin zwar monströs hässlich, dafür hat er jetzt Superkräfte.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?