Sexismus im Beruf So sind Männer halt. Oder?
FDP-Politiker Rainer Brüderle: Mit einem Brüderle-Porträt begann alles - "Der Herrenwitz" betitelte der "Stern" Ende Januar 2013 einen Text, in dem eine Reporterin auch über Anzüglichkeiten Brüderles berichtete. "Sie können ein Dirndl auch ausfüllen", hatte er zu ihr an einer Hotelbar gesagt. Brüderle fühlte sich völlig zu Unrecht angegriffen.
Aufruf zum Aufschrei: In den sozialen Netzwerken gab es einen Sturm der Entrüstung, ins Rollen gebracht von...
...vier jungen Frauen, darunter Anne Wizorek, freie Beraterin für digitale Strategien und Online-Kommunikation. Sie schlug #Aufschrei als Hashtag bei Twitter vor. Zehntausende von Menschen meldeten sich zu Wort. In einer Sendung der Jauch-Talkshow debattierte Wizorek mit zum Thema "Herrenwitz mit Folgen - hat Deutschland ein Sexismusproblem?"
Männer von gestern: Die Antwort vieler Frauen war sehr eindeutig - ja, Deutschland hat ein Sexismusproblem. Schon lange und immer noch. Sie berichteten über Belästigung durch Chefs, Anmachversuche in der U-Bahn oder gar sexuelle Übergriffe.
Tweet von Nicole von Horst: Sie hatte damit angefangen, sexistische Erlebnisse zu twittern. Neben dem Twitter-Account "twitter.com/aufschreien" entstand die Webseite Alltagssexismus.de.
Preisverleihung: Für ihre Protestaktion, die so hohe Wellen schlug, erhielten die Erfinderinnen im Juni den Grimme-Online-Preis (Nicole von Horst, Anna-Katharina Meßmer, Anne Wizorek und Jasna Strick mit Laudator Jan Hofer).