Shakeout: Guck mal, wie das bebt - DER SPIEGEL
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Shakeout Guck mal, wie das bebt

Mit der Shakeout-Übung 2008 haben US-Katastrophenschützer das Szenario eines Mega-Erdbebens ins Internet getragen. Das schräge Konzept geht auf: So macht das Üben für den Doomsday Spaß.
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Wie weckt man im Internet-Zeitalter das Interesse an Themen wie Zivil- und Katastrophenschutz? In Kalifornien setzte man bei der Shakeout-Übung 2008 auf einen Mix von Information und Entertainment.

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... und am Anfang steht natürlich ein Spiel: "Beat the Quake" ist ein Flash-Quiz gegen die Uhr ...

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... bei dem Basiswissen darüber, wie man sich und seinen Wohnraum für den Fall eines Erdbebens sichert, abgefragt wird. Klingt langweilig ...

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... ist es aber nicht: Denn viel zu schnell rumst es, dass die Boxen dröhnen - und aus der Wohnung wird ein Schrotthaufen. Man muss schon fit und schnell sein, um die vermeintlich so profanen Fragen in richtiger Reihenfolge schnell genug zu beantworten.

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Und das Rüstzeug dazu offeriert das Spiel natürlich auch: Auf die persönliche Schadensbilanz folgt die Einladung, verschiedene Websites zu besuchen. Auch hier reicht das Spektrum von sachlicher Information über Infotainment bis hin zum Aufruf zur Teilnahme an der Katastrophenschutzübung.

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Aufbereitung der Shakeout-Übung: Die Aftershock-Website trägt die Erfahrungen der Teilnehmer zusammen - in einer Art sachorientiertem Social Network. Zugleich ist die Seite ein Simulationsspiel im Stile eines MMOG - eines Online-Rollenspiels - ...

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... mit allen dafür typischen Elementen und mehr: Da posten Teilnehmer Blog-Beiträge, Fotos und Filmchen ihrer ganz persönlichen Erdbebensimulation. Das mag auf den ersten Blick albern erscheinen, ist aber bemerkenswert: Die Kampagne hat hier offensichtlich erfolgreich junge Leute für das Thema sensibilisiert.

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Unterstützt und vorbereitet wurde das seit Wochen mit einer PR-Kampagne, die das große Beben quasi zu einem popkulturellen Event machte: Mit zahlreichen Filmdownloads und Info-Paketen im Web, aber auch Poster-Downloads und Flugblattvorlagen zur ehrenamtlichen Verteilung, ...

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... wie hier diese Vorlage für SW-Drucker, zur Verteilung an Schulen gedacht: Um Geschäftsleute zu motivieren, sich hier ehrenamtlich zu engagieren, boten die US-Behörden auch Druckvorlagen an, in die man auf Wunsch eigene Firmenlogos einfügen konnte.

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Die Sachebene: Die Shakeout-Seite selbst setzt vor allem auf Information. Hier wird es endlich auch wissenschaftlich, hier werden Risiko-Einschätzungen geboten ...

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... und das natürlich auch in Kaliforniens zweiter Hauptsprache: Spanisch.

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Das Szenario, das im Rahmen der Übung durchgespielt wurde: Ein katastrophales Erdbeben mit einer Stärke von 7,8 auf der Richterskala ...

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... das sich über 200 Meilen den San-Adreas-Graben hinaufbewegt. Ein ähnlich starkes Beben gab es zuletzt vor rund 300 Jahren.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?