Belästigungsdebatte Sharon Stone und die Machokultur
Sharon Stone bei den Golden Globes: In der #MeToo-Debatte ermunterte sie immer wieder Frauen, Übergriffe öffentlich zu machen.
Stone mit ihrem Sohn Roan Joseph Bronstein: Auch die Schauspielerin selbst litt lange unter Machokultur im Showgeschäft: "Ich bin seit 40 Jahren in diesem Geschäft. Können Sie sich das Geschäft vorstellen, in das ich vor 40 Jahren hineingekommen bin? So, wie ich ausgesehen habe?", sagte die 59-Jährige in einem Interview mit dem Sender CBS.
Auf die Frage eines Reporters, ob sie schon einmal "in einer unangenehmen Situation" gewesen sei, reagierte sie mit einem Lachen.
Der Reporter fragte vorsichtshalber nach: "Sie lachen, aber ich weiß nicht, ob das ein nervöses Lachen ist, oder ob es ein 'Ja, natürlich war ich das'-Lachen ist", sagte er.
Stone antwortete: "Ich habe alles gesehen." Sie sei aus einem kleinen Ort im US-Bundesstaat Pennsylvania nach Hollywood gekommen - ohne irgendeinen Schutz.
Der Schauspielerin war 1992 der Durchbruch mit dem erotischen Thriller "Basic Instinct" gelungen. In dem Interview sagte Stone: Frauen seien bisher so erzogen worden, dass sie Männer gefallen wollten - endlich würden sich mehr und mehr Frauen "wie sie selbst" verhalten.