Shorttrack bei Olympia Wenn der Eisberg schmilzt
Trotz Buckelpiste und Slopestyle, trotz Jewgenij Pljuschtschenko und Bode Miller - wer den Ort erleben will, an dem diese Winterspiele am heißesten sind, der muss in den Eisberg kommen und sich die Wettbewerbe im Shorttrack anschauen. Die Sportart ist das größte Spektakel der Spiele.
Auf dem Eis geht es so eng wie nur denkbar zu. Ellenbogen fliegen, die Zuschauermasse brüllt sich die Kehle aus dem Hals. Die Stimmung erinnert an einen Hahnenkampf bei James Bond.
Star des Sports ist der Kanadier Charles Hamelin (M.), der im Rennen über 1500 Meter Gold holte - und damit schon zum dritten Mal bei Olympia gewann. Silber ging an den Chinesen Han Tianyu (r.), Bronze an Wictor Ahn aus Russland.
Nach dem Rennen war Hamelin nicht zu halten und stürzte über die Bande, um sich mit seiner Freundin über den Sieg zu freuen. Der emotionale Ausbruch passt zum Shorttrack: Hier ist immer was los, im Sekundentakt. Es ist die Disziplin der Online-Generation. Liveticker-Sport.
Neben Kanada ist der Sport in den USA und in Asien beliebt. In Europa verfügen die Niederlande über die besten Athleten. In Deutschland ist Shorttrack ein Nischensport. Nur zwei deutsche Athleten sind in Sotschi dabei.
Wenn die Läufer an den Start gehen, ist es in der Arena still - aber auch nur für einen Moment. Wenn der Startschuss ertönt und die Sportler losrennen, ist auch das Publikum voll dabei.