Showlegende Mike Krüger - DER SPIEGEL
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Showlegende Mike Krüger Die Goldene Nase

Nippel-Songs, singende Frisöre und eingeölte Eishockeystars: Mit anarchischen Gags verkaufte Mike Krüger Millionen Platten und begeisterte Millionen Zuschauer. Bei einestages erinnert er sich an seine Anfänge als Klassenclown und Auftritte für 80 Mark - und verrät, wer die "Supernasen" wirklich erfand.
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"Vier gegen Willi": Moderator Mike Krüger in der neunten Folge der Samstagabend-Show "Vier gegen Willi", Ende der achtziger Jahre. Krüger, zuvor bekannt als Schauspieler und Sänger, bewarb sich ohne Moderationserfahrung für das Casting. Er wurde genommen. Die ersten Wochen waren trotzdem nicht einfach. Schon beim ersten Anblick einer riesigen Studiohalle wurde dem eben noch Furchtlosen bewusst, auf welches Abenteuer er sich da eingelassen hatte. Doch es war wie so oft bei Krüger: Schon der erste Versuch funktionierte.

Foto: Bayerischer Rundfunk/Foto Sessner
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"Vier gegen Willi": Moderator Mike Krüger in der Samstagabend-Show "Vier gegen Willi". Die Sendung wurde von 1986 bis 1989 produziert und in der ARD ausgestrahlt. Sie war wohl die anarchischste Show im deutschen TV zu jener Zeit - und eine der aufwendigsten. Allein für das Schlussspiel an der legendären Monitorwand mussten zu jeder Sendung Spezialisten aus den USA eingeflogen werden, um die Wand zu programmieren.

Foto: Bayerischer Rundfunk/Foto Sessner
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Frühes Musiktalent: Insgesamt waren die Schulleistungen des jungen Michael Krüger eher mäßig - nur für Musik konnte er sich begeistern. Schon in jungen Jahren spielte er diverse Instrumente. Das Foto zeigt den 17-jährigen Krüger während eines Auftritts mit seiner Schülerband "Scourge" im Jahr 1968. Bei einem dieser Auftritte lernte der Musiker seine spätere Frau kennen.

Foto: Mike Krüger privat
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Matrose Mike: Auf dieser Aufnahme aus dem Jahr 1971 trägt Krüger seine Matrosenuniform - seinen Wehrdienst verbrachte der Kabarettist bei der Marine in Glücksburg , Flensburg und Jagel als Funkfernschreiber. Anschließend begann der zukünftige Starkomiker ein Architekturstudium.

Foto: Mike Krüger privat
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Überflieger in Nietenjacke: Eine Autogrammkarte von Mike Krüger aus dem Jahr 1991. Besonders in seiner Frühzeit wurde Krüger von seinem Erfolg förmlich überrumpelt - als seine Aufnahmen mehrere goldene Schallplatten erspielte, so Krüger, habe er gedacht, das sei ganz normal, wenn man eine Platte aufnimmt.

Foto: Mike Krüger privat
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Hobby-Kicker: Mike Krüger Ende der siebziger Jahre bei einem Promi-Fußballturnier des NDR. Krüger wurde in Ulm geboren, wuchs in Hamburg-Norderstedt auf, lebte dann in Quickborn. Alles keine Fußball-Hochburgen. Immerhin: Krüger ging dann zurück nach Hamburg.

Foto: Mike Krüger privat
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Erfolgreiches Frühwerk: Mit "Mein Gott, Walther", einem Lied, das er schon als 15-Jähriger geschrieben hatte, hatte Mike Krüger seinen ersten großen Plattenerfolg. Das dazugehörige Album war 1975 neun Wochen auf Platz eins der deutschen Hitparade, die Platte verkaufte sich 700.000-mal. Daraufhin gab der Sänger sein Architekturstudium für eine Karriere als Musiker auf.

Foto: Mike Krüger privat
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Goldene Nase verdient: Den Erfolg von "Mein Gott, Walther" konnte Mike Krüger 1980 mit seinem Song "Der Nippel" toppen - er blieb 5 Wochen auf Platz eins der deutschen Single-Charts und verkaufte sich 900.000-mal. Dafür gab es die Goldene Schallplatte, die Krüger hier zusammen mit Max Schautzer in Händen hält.

Foto: Mike Krüger privat
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"Der Nippel": 1980 war ein gutes Jahr für Mike Krüger. Seine Tochter war gerade geboren worden und dazu die Idee für einen Song, der den Künstler endgültig berühmt machen sollte. Krüger war schnell sicher, dass "Der Nippel", ein Lied über Verpackungsprobleme, ein großer Erfolg werden würde - er testete ihn vor 1500 Frisören in Darmstadt. "Sie standen auf den Bänken", erinnert sich der Entertainer. Den Refrain kennen noch heute die meisten auswendig.

"Sie müssen nur den Nippel durch die Lasche ziehen, und mit der kleinen Kurbel ganz nach oben drehen."

Foto: Mike Krüger privat
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Alleinunterhalter-Fibel: Nicht nur die Platten Mike Krügers verkauften sich blendend - er veröffentlichte bald auch Notensammlungen seiner Hits wie "Mike Krügers Lieder-Buch", mit dem Hobby-Spaßkanonen in ganz Deutschland sich als Alleinunterhalter für die nächste Party schulen konnten.

Foto: Mike Krüger privat
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Tennisfans: Karl Dall und Mike Krüger, von links, mit Steffi Graf 1986 als Zuschauer bei den German Open in Berlin. Krüger und Dall verbindet eine enge Freundschaft, nachdem sich beide bei einem Liedermacherfestival in der Essener Gruga-Halle kennengelernt hatten. "Dall war tatsächlich so, wie ich gehofft hatte, dass er sein würde", sagt Krüger heute. Erst kurz vor dem Auftritt erfuhr Krüger, dass sein großes Vorbild ("Insterburg & Co.") moderieren würde - Dall lud ihn noch in der Garderobe auf ein Glas Champagner ein.

Foto: Mike Krüger privat
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Komiker-Dreifaltigkeit: Mike Krüger 1984 mit den Komiker-Kollegen Jürgen von der Lippe und Karl Dall, von rechts, bei der TV-Sendung "Krügers Nationalquark". Die in den siebziger Jahren beliebte Komikerband Insterburg & Co. gehörte zu den größten Vorbildern Krügers - weshalb er sich besonders geehrt fühlte, als er zum ersten Mal mit Dall gemeinsam auftrat.

Foto: Mike Krüger privat
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Zwei Supernasen: Thomas Gottschalk und Mike Krüger, von links, etwa in den achtziger Jahren auf einer privaten Feier. Die beiden Entertainer drehten ab 1982 die Filmreihe "Supernasen". Die Idee zum Titel des von Carl "Carli" Spiehs produzierten Werks hatte laut Krüger Gottschalks Ehefrau Thea. Gottschalk und Krüger hatten im Jahr zuvor mit "Piratensender Powerplay" den erfolgreichsten deutschen Film des Jahres abgeliefert.

Foto: Mike Krüger privat
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Duett mit Band: Mike Krüger, zweiter von rechts, und Thomas Gottschalk, Mitte, auf einer privaten Geburtstagsparty. Zusammen wurde ihnen 1984 der Bambi als "Spaßmacher des Jahres" verliehen. Das Drehbuch für die "Supernasen" schrieben die beiden Entertainer selbst. Dafür wurde ihnen vom Produzenten Carli Spiehs nicht nur Zeit gegeben, sondern auch eine angenehme Arbeitsumgebung bezahlt. Die beiden durften in einer Suite am Tegernsee einchecken.

Foto: Mike Krüger privat
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"Geld oder Leber": Der als Sänger bekannt gewordene Mike Krüger spielte auch als Hauptdarsteller unter anderem in der Komödie "Geld oder Leber" von 1986 mit. Die Aufnahme zeigt ihn bei den Dreharbeiten, zusammen mit Musiker Falco. Sein Serien-Debüt gab Krüger 1991 in der RTL-Schnulze "Ein Schloss am Wörthersee", der erste Film war "Piratensender Powerplay" mit Thomas Gottschalk - der erfolgreichste deutsche Streifen des Jahres 1982.

Foto: Mike Krüger privat
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Filmpremiere: Bei der Premiere des Films "Geld oder Leber" 1986 in der Lichtburg in Essen verteilten die Darsteller Mike Krüger, Ursela Monn und Falco aus großer Höhe Autogrammkarten.

Foto: Mike Krüger privat
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Auf der Bühne: Mike Krüger 1991 am Schlagzeug, zusammen mit Caterina Valente, rechts, und Silvio Francesco, während der "Mike Krüger Show". Sat.1 strahlte 30 Folgen der Show aus. Krüger spielt neben Schlagzeug auch Gitarre und Klavier, wenn auch alles nur leidlich. Seinen Musiklehrer soll das in der Schule trotzdem bewogen haben, "meine Notentests alle wegzuwerfen und mir eine Eins zu geben - weil ich musikalisch war."

Foto: Mike Krüger privat
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Rudi Carrell: Rudi Carrell und Mike Krüger auf einer Aufnahme von 1986. Von 1996 bis 2005 war Mike Krüger Teil des Comedian-Teams der Unterhaltungsshow "7 Tage, 7 Köpfe". Carrell war Produzent und Moderator der Sendung. Er starb 2006. Carrell hatte Krüger zu einem ersten großen Erfolg verholfen, als er den noch relativ unbekannten Sänger 1975 in seiner Sendung "Am laufenden Band" auftreten ließ - vor 25 Millionen Menschen. "Mein Gott, Walther", Krügers LP, verkaufte sich in der Folge 700.000-mal.

Foto: Mike Krüger privat
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Unter Comedy-Geiern: Für die Hörspielproduktion "Ja uff erstmal - Winnetou unter Comedy-Geiern" aus dem Jahr 2000 kam die deutsche Comedy-Elite zusammen, um eine Winnetou-Hörspielrarität des WDR von 1955 nachzusprechen. Die sechsstündige Verfilmung der Aufnahmen wurde im Fernsehen gesendet. Das Bild zeigt Mike Krüger, Uwe Lyko alias Herbert Knebel und Rüdiger Hoffmann, von links.

Foto: Mike Krüger privat
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Kunst oder weg?: Sein aktuelles Bühnenprogramm "Is' das Kunst, oder kann das weg?" wurde 2010 während eines Auftritts im Berliner Admiralspalast für eine Live-DVD aufgezeichnet. Die erste übrigens in nun 35 Jahren Showgeschäft.

Foto: Mike Krüger/MTS GmbH
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Im Jetzt und Heute: Im Jahr 2010 feiert Mike Krüger sein 35-jähriges Bühnenjubiläum und geht mit seinem Programm "Is' das Kunst, oder kann das weg?" auf Tournee. Die Aufnahme zeigt einen Auftritt im Berliner Admiralspalast.

Foto: Mike Krüger/MTS GmbH
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Goldener Nippel: Die Aufnahme entstand 1983, im Jahr des "…Nippel durch die Lasche ziehn", irgendwo am Klosterstern in Hamburg in irgendeinem Büro. Es passte alles prima. Die Singles (kleine Schallplatten) hatten so praktische große Löcher, genau passend für Mikes "Nippel". Das Motiv sprang mich förmlich an und Mike Krüger spielte mit. Mein Kompliment! Immer noch zieht Mike Krüger mit Erfolg Nippel um Nippel durch die Laschen der heutigen "Unterhaltungsindustrie". Einfach Klasse!

Foto: Rudolf Alert
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