Verschlüsselungshandy Das Blackphone 2 im Test
Das Silent Circle Blackphone 2: Die zweite Version des Verschlüsselungssmartphones macht es dem Anwender leicht, seine Daten vor Fremden zu verbergen.
Die Rückseite ist ebenso verspiegelt wie die Vorderseite. Einen abnehmbaren Rückendeckel gibt es nicht, also auch keinen wechselbaren Akku.
Die 13-Megapixel-Kamera des Blackphone 2 macht brauchbare Bilder, kann es aber nicht mit den Kameras im iPhone 6s oder Samsungs Galaxy S6 Edge aufnehmen.
Die vorinstallierte Wifi-Manager-App kann bestimmte Funktionen anhand der WLAN in der Umgebung aktivieren und deaktivieren. Eine Entwicklung von Silent Circle ist sie nicht, sie kann auch einzeln im Google Play Store gekauft werden, für 2,11 Euro.
Auch zwischen verschiedenen Nutzungsprofilen kann das Smartphone automatisch umschalten. Also kann es etwa in den Auto-Modus wechseln, wenn es sich mit der Freisprechanlage im Pkw verbindet.
Die Verschlüsselung des Speichers ist ab Werk aktiviert, gilt aber nur für den eingebauten Speicher. Daten auf einer eventuell eingelegten Speicherkarte werden nicht verschlüsselt.
Das virtuelle Tastenfeld zur Pin-Eingabe kann randomisiert dargestellt werden. So muss man jedes Mal auf andere Stellen am Bildschirm tippen. Das macht es Zuschauern schwerer, den Code zu erraten oder von den Fingerabdrücken abzuleiten.
Gleichzeitig macht die bessere Sicherung des Pin-Tastenfelds es aber auch schwerer, die Pin richtig einzugeben, da man sich immer wieder konzentrieren muss.
Zur Ausstattung gehören auch Komfortfunktionen. Etwa jene, die den Klingelton besonders laut macht, wenn man zwei Anrufe nacheinander verpasst hat. Das Gerät geht dann davon aus, dass man es verloren oder verlegt hat.
Anders als in Googles Android lassen sich in der Silent OS genannten Android-Variante des Blackphone 2 die Berechtigungen von Apps sehr kleinteilig festlegen.
Im Silent Store bietet Silent Circle speziell auf Sicherheit geprüfte Apps an. Zum Start waren dort aber nur ein Dutzend Angebote zu finden.
Wer sich traut, kann auch im Silent OS Apps aus fremden Quellen installieren - auf eigene Gefahr. Immerhin lässt sich hier festlegen, dass diese Berechtigung nach einer bestimmten Zeit verfällt.