Simbabwe Wilde Tiere - DER SPIEGEL
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Simbabwe Frauen kämpfen gegen Wilderer

Sie sind ehemalige Prostituierte, Gewaltopfer und verlassene Mütter. Zusammen gehen sie jetzt hart gegen Wilderer in Simbabwe vor: Ein guter Zweck hat aus früheren Opfern resolute Wildhüterinnen gemacht.
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Frauen der ersten ausschließlich weiblichen simbabwischen Anti-Wilderer Einheit patrouillieren im Phundundu Wildtierpark. Die Frauen - ehemalige Prostituierte, Gewaltopfer und verlassene Mütter - werden "Akashinga" oder "die Tapferen" genannt. Das Frauenprojekt soll die finanzielle Lücke schließen, indem die Wildhüterinnen zu Versorgerinnen werden.

Foto: Kate Bartlett/ dpa
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Damien Mander, australischer Gründer des Projekts, und Frauen der ersten ausschließlich weiblichen simbabwischen Anti-Wilderer Einheit stehen im Phundundu Wildtierpark. Die Frauen hätten sich als unbestechlich und furchtlos bewiesen, sagt Mander. "Frauen sind die Zukunft des Naturschutzes."

Foto: Kate Bartlett/ dpa
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Zu schützen gibt es viel in Simbabwe - beispielsweise diese Elefantenherde im Hwange-Nationalpark.

Foto: imago/robertharding
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Mitglieder der ersten ausschließlich weiblichen simbabwischen Anti-Wilderer Einheit laden im Phundundu Wildtierpark ihre halbautomatischen Waffen. "Diese Frauen, die wie Dreck behandelt wurden, waren meistens Opfer von Männern. Wenn man sie jetzt sieht, sind sie Anführerinnen", sagt Damien Mander, Initiator des Projekts. "Das Wichtigste ist, dass diese Frauen nicht korrupt sind."

Foto: Kate Bartlett/ dpa
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Ein Löwe sonnt sich in einem Nationalpark in Simbabwe.

Foto: Sean Herbert/ AP
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Das nördliche Naturschutzgebiet in der Nähe des beliebten Touristenziels Mana-Pools-Nationalpark ist ein früheres Revier für die Trophäenjagd, die der örtlichen Bevölkerung viel Geld einbrachte. Wegen des weltweiten Drucks von Naturschützern hat die Jagd aber stark nachgelassen.

Foto: Kate Bartlett/ dpa
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Seit Beginn des Programms vor neun Monaten haben die Rangerinnen 51 Verhaftungen vorgenommen, die meisten führten zu Strafverfolgungen. In einem Fall folgten die Frauen einer Gruppe von drei Wilderern 20 Kilometer weit. Auf der Jagd nach Elfenbein hatten die Wilddiebe Wasserstellen von Elefanten mit Zyanid vergiftet. Das Archivbild zeigt sichergestelltes Elfenbein in Harare.

Foto: Philimon Bulawayo/ REUTERS
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Die Rangerinnen sind auch ein Puffer zwischen den Siedlungen und den offenen Reservaten. Konflikte zwischen Menschen und Tieren um Land und Nahrung sind ein Problem in vielen Teilen Afrikas. Tiere dringen auf die Felder vor und fressen die Ernte, im Gegenzug rächen sich die Menschen mit Wilderei und Vergiftung.

Foto: Kate Bartlett/ dpa
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Primrose, ein Mitglied der weiblichen Anti-Wilderer-Einheit, mit ihrer Tochter. Die meisten Wildhüterinnen haben Kinder. Als Alleinverdiener unterstützen sie ganze Großfamilien. Als sie sich das erste Mal um eine Stelle bei den Wildhüterinnen beworben hatte, hätten die Männer im Dorf sie ausgelacht, sagt die 22-Jährige. Jetzt werde sie respektiert.

Foto: Kate Bartlett/ dpa
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?