Juan Carlos Jäger unter Beschuss
Der Trip nach Botswana wurde nur bekannt, weil Juan Carlos sich in Afrika die Hüfte brach. Hier protestieren Tierschützer vor einem Madrider Krankenhaus, in dem der König behandelt wurde. Doppelt pikant: Juan Carlos ist Ehrenpräsident bei der spanischen Abteilung der Naturschutzorganisation WWF.
Um die Wogen zu glätten, entschuldigte sich der Monarch öffentlich: "Ich bedauere das sehr", sagte Juan Carlos über seinen Ausflug nach Botswana. "So etwas wird nicht wieder vorkommen."
Juan Carlos (rechts) 1973 während einer Militärparade mit Francisco Franco. Der Diktator hatte ihn als politischen Erben auserkoren und ihn im Alter von zehn Jahren nach Spanien zurückgeholt. Juan Carlos absolvierte eine Militärausbildung und anschließend ein Studium (unter anderem Wirtschaft) in Madrid.
Nach dem Tod Francos wurde Juan Carlos im November 1975 zum spanischen König ernannt. Er war damals bereits seit 15 Jahren mit Prinzessin Sofia von Griechenland verheiratet (links). Das Paar hat drei Kinder: Elena, Cristina und Felipe. In den folgenden Jahren spielte Juan Carlos eine Schlüsselrolle bei der Demokratisierung des Landes.
Am 23. Februar 1981 starteten Generäle einen Putschversuch. Hier steht Antonio Tejero Molina mit gezogener Waffe am Rednerpult des spanischen Parlaments. Doch ausgerechnet Juan Carlos, einst von Diktator Franco eingesetzt, wandte sich gegen die Militärs.
In einer Fernsehansprache, die live übertragen wurde, bekannte sich Juan Carlos zur Demokratie. Der Putsch scheiterte, der König gewann massiv an Ansehen.
Juan Carlos und seine Frau Sofia 1988 bei einem Besuch in Australien. Der König ist ein begeisterter Segler und Jäger.
Die königliche Familie: Juan Carlos und Sofia mit ihren Kindern Cristina, Felipe und Elena. Das Bild entstand im Oktober 1976 während eines Mallorca-Urlaubs.
Der Ärger um Juan Carlos folgt einer Reihe schlechter Nachrichten für das Königshaus. Schwiegersohn Iñaki Urdangarín - hier mit Ehefrau Cristina und den Kindern im Jahr 2005 - steht im Verdacht, öffentliche Gelder veruntreut zu haben.
Es geht um Millionensummen: Urdangarín, hier im August 2011 bei einer Regatta vor Mallorca, musste bereits vor einem spanischen Gericht aussagen. Der 44-Jährige, der mit seiner Familie in den USA lebt, beteuerte seine Unschuld.
Anfang April schoss sich Juan Froilan, der Enkel des Königs, mit dem Gewehr seines Vaters versehentlich in den Fuß. Obwohl der Junge die Waffe laut Gesetz nicht hätte benutzen dürfen, kam sein Vater ohne Strafe davon.