Skandalfilm - DER SPIEGEL
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Beginn der deutschen Schwulenbewegung "Nicht der Homosexuelle ist pervers…"

Schwere Geburt der deutschen Schwulenbewegung: Vor 1971 versetzte der Film "Nicht der Homosexuelle ist pervers…" die Bundesrepublik in Aufruhr. TV-Ausstrahlungen wurden verhindert, der Regisseur beschimpft. Der lauteste Aufschrei kam jedoch von völlig unerwarteter Seite.
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Skandal im Schlafzimmer: Nicht zuletzt wegen Szenen wie dieser war "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt" ein Skandalfilm. Für die homophobe Gesellschaft, die Liebe noch immer mit der Bibel wegargumentierte, war die Vorstellung von Sex unter Männern einfach zu viel.

Foto: WDR
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Küsse unter Männern: Rosa von Praunheims Film war auch ein Aufruf an die Schwulen, endlich mit bürgerlichen Konventionen zu brechen und ihre eigenen Vorstellungen vom Leben zu verwirklichen.

Foto: WDR
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In Leder: Rosa von Praunheims Film zeigt die verschiedensten Bereiche innerhalb der Schwulenszene - von den Transvestiten bis hin zu den "Ledertypen". Er wurde daher von vielen Homosexuellen als zu klischeehaft kritisiert.

Foto: Fotografin: Elfi Mikesch; Copyright: Rosa von Praunheim
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Vor der Toilette: Diese Szene zeigt Schwule vor einer öffentlichen Herrentoilette. Zu dieser Zeit war das einer der Orte, an denen sich viele Homosexuelle zum Sex verabredeten. Eine Parole der Schwulenbewegung lautete daher auch: "Raus aus den Toiletten, rein in die Straßen!"

Foto: Fotografin: Elfi Mikesch; Copyright: Rosa von Praunheim
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Politik zwischen den Laken: In dieser Szene lernt der Protagonist Daniel eine Wohngemeinschaft kennen, die ihm die Augen öffnet. Mehrere junge Schwule leben hier zusammen und diskutieren mit ihm über die gesellschaftlichen Verhältnisse.

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Am Set: Der Filmemacher Rosa von Praunheim 1971 während der Dreharbeiten.

Foto: Fotografin: Elfi Mikesch; Copyright: Rosa von Praunheim
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Am Strand: Ihre Homosexualität offen auszuleben, war für die Männer in Deutschland erst seit der großen Strafrechtsreform von 1969 überhaupt möglich. Damals wurde der Paragraf 175 dahingehend geändert, dass nun Sex unter Männern ab 21 Jahren nicht mehr strafbar war.

Foto: Fotografin: Elfi Mikesch; Copyright: Rosa von Praunheim
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Finale Enthüllung: Spät nachts in einer Transvestitenbar endet Daniels Suche endlich, er lernt Paul kennen, der ihn in seine schwule Wohngemeinschaft mitnimmt. Hier werden ihm die Augen geöffnet, dass er sich endlich auch politisch engagieren muss.

Foto: Fotografin: Elfi Mikesch; Copyright: Rosa von Praunheim
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Skandal im Sucher: "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation in der er lebt" brachte nach seiner Kinopremiere die Gemüter immer wieder in Wallung. In einigen Bundesländern wurde sogar die Fernsehausstrahlung verhindert.

Foto: Fotografin: Elfi Mikesch; Copyright: Rosa von Praunheim
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Ein rosaroter Skandal: Das Filmplakat für den Film, mit dem sich der Regisseur Rosa von Praunheim als Homosexueller outete.

Foto: Fotografin: Elfi Mikesch; Copyright: Rosa von Praunheim
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Rosa von Praunheim: Der Filmemacher ("Die Bettwurst", "Der Einstein des Sex") 2007.

Foto: AP
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Fernsehabend in der Beziehungshölle: Zu Beginn des Films versucht sich Daniel noch in einer Beziehung mit Clemes, in der die beiden versuchen, eine bürgerliche Ehe zu kopieren.

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