Skicross: Mann gegen Mann am Limit - DER SPIEGEL
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Skicross Mann gegen Mann am Limit

Immer rasant, immer am Limit: Im Februar feiert die junge Sportart Skicross in Vancouver ihre Olympia-Premiere. Spektakuläre Bilder sind den Fernsehzuschauern damit garantiert - von schnellen Abfahrten, Überholmanövern und schlimmen Stürzen.
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Was für Alpin-Abfahrer ein echtes Sicherheitsrisiko wäre, ist im Skicross normal: Auf engstem Raum rasen die Sportler (vorne der Franzose Xavier Kuhn) den Berg hinunter - immer rasant, immer am Limit. Körperkontakt lässt sich dabei häufig nicht vermeiden.

Foto: Christophe Pallot/Agence Zoom/ Getty Images
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Eigentlich wollte er sich nur irgendwie für die Olympischen Spiele qualifizieren, doch an diesem Tag war Simon Stickl plötzlich der Schnellste: Beim Weltcup in St. Johann raste der 22-jährige Deutsche zum Sieg.

Foto: DOMINIC EBENBICHLER/ REUTERS
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Der Erfolg bedeutete die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Vancouver. Es war der erste Weltcup-Erfolg für die deutschen Skicross-Männer, vor den Spielen genau das richtige Lebenszeichen. "Er hat einfach eine saugute, agressive Linie erwischt", lobte ihn Weltcuptrainer Alexander Böhme.

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Dass hier erhöhtes Sturzrisiko herrscht, muss kaum betont werden: Auf ihrer Jagd ins Ziel springen die vier Skifahrer auf allerengstem Raum. Bilder wie diese gab es bei Olympischen Winterspielen noch nie.

Foto: Salomon/ dpa
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Überholmannöver von rechts: Der Österreicher Andreas Matt (l.) muss sich dem Angriff des Franzosen Florent Astier erwehren. Zwischen ihnen ist vielleicht ein halber Meter Luft.

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Die Deutsche Alexandra Grauvogl kann bereits einen internationalen Erfolg aufweisen: Bei der WM 2007 in Italien holte sie die Bronzemedaille. Auch die Qualifikation für die Winterspiele in Vancouver hat die 28-Jährige bereits geschafft.

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Eine von Grauvogls Konkurrentinnen ist die Japanerin Noriko Fukushima (gelbes Trikot). Sie muss derzeit kämpfen: In St. Johann wurde sie Achte, in Les Contamines landete sie sogar nur auf Platz 28.

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Die Freude ist groß - und sie muss raus: Der Franzose Xavier Kuhn feiert den Weltcup-Sieg in Les Contamines. Er gehört zu den Top-Favoriten in Vancouver.

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Die Französin Ophelie David hatte in Les Contamines ein Heimrennen. Sie wurde immerhin Vierte. Damit ist sie locker für Vancouver qualifiziert. In Alpe d'Huez soll es noch ein Stückchen nach vorne gehen.

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Dass viele Kollegen von den Alpinen Disziplinen zum Skicross überwechseln, finden die gelernten Skicross-Fahrer nicht schlimm. Nur aus dem Stand jedes Rennen gewinnen sollen sie bitteschön nicht. Der US-Amerikaner Daron Rahlves holte 2001 bei der Alpin-WM die Goldmedaille im Super-G. Nun fährt er Skicross. Beim Weltcup in St. Anton wurde Rahlves Zweiter hinter Simon Stickl.

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Der Schnee spritzt, der Franzose Florent Astier springt darüber hinweg. Der deutsche Skicross-Sportdirektor Heli Herdt hat große Hoffnungen, dass die Olympischen Winterspiele seiner Sportart zu neuer Popularität verhelfen: "Die Leute sollen sehen, wie faszinierend unser Sport ist", sagt er, "das ist unsere große Chance."

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?