Skurrile Werbetour Hump-ta-ta in Afrika
"German Mobile Exhibition": Ein Plakat kündigt die Messe der Bundesrepublik in Zentral- und Ostafrika 1963 an.
Werner Lott: Der Ausstellungsleiter der bundesrepublikanischen Werbetour in Aktion.
Imagekampagne: Zwischen Herbst 1961 und November 1963 tourte eine rund 50-köpfige Mannschaft junger Deutscher durch Afrika, um der dortigen Bevölkerung in einer Wanderausstellung die Bundesrepublik Deutschland näher zu bringen. Mit dem Mikrophon in der Hand erläuterten die Mitarbeiter ihre Schau.
Krupp-Kolonne: Fast 20 Ausstellungswagen durchquerten zwischen 1961 und 1963 Ost- und Westafrika. Sie bereisten dabei nicht nur die Hauptstädte, sondern hielten auch im Hinterland.
Aufklärung und Erziehung: Die "rollende Messe" beinhaltete auch erzieherische Aufklärung - so führte man dem Publikum neben einem mobilen Trinkbrunnen beispielsweise auch vor, wie man sich richtig die Zähne putzt.
Mit Pauken und Trompeten: Die knapp 20 umgebauten Lastwagen rollten stets mit lauter Musik in die Städte ein. Durch das Aufklappen der Seiten wurden die Austellungsflächen sichtbar.
Neugier und Unverständnis: Die Wanderausstellung traf in den verschiedenen afrikanischen Ländern nicht nur auf Begeisterung, auch Kritik wurde laut. Die Bundesrepublik im Ausland auf diese Art und Weise zu präsentieren blieb daher ein einmaliger Versuch.
Teure Kampagne: Die Wanderausstellung wurde vom Wirtschaftsministerium der Bundesrepublik in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt und dem Entwicklungshilfeministerium organisiert und kostete mehrere Millionen D-Mark.
Route Westafrika: In Westafrika hielt der Treck zwischen dem 4. November 1961 und dem 29. Mai 1962 in Guinea, Liberia, der Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Dahomey (heute Benin), Nigeria, Kamerun und Sierra Leone.
Route Ostafrika: Im Osten Afrikas steuerte die rollende Messe Nordrhodesien (Sambia), Njassaland (Malawi), Tanganjika (Tansania), Burundi, Ruanda, Uganda und Kenia an.