Skurriler Mauer-Fall - DER SPIEGEL
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Skurriler Mauer-Fall Bau auf, reiß ein!

Biete Gebiet: Noch 1988 tauschten DDR und BRD munter Teilstücke des geteilten Berlins. Der Osten sicherte sich ein Stück vom Wedding - und schützte die neue Eroberung mit einer Mauer. Doch der Wall wurde zum Treppenwitz der deutschen Geschichte. Fertig war er ausgerechnet am Tag des Mauerfalls.
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Erste Schritte in den Westen: Eine Menschenmenge drängt am Grenzübergang Bernauer Straße in Berlin am 11. November 1989 in Richtung West-Berlin. Der organisierte Rückbau der Mauer begann erst im Sommer 1990. Der Startschuss dazu fiel ebenfalls in der Bernauer Straße - nur ein paar Häuser entfernt von der Stelle, an der die Menschen in der Nacht des 10. November das erste Element aus der Mauer rissen.

Foto: DPA
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Lageplan: Gleich drei Mauern neben dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark trennten 1989 die Ost- von den West-Berlinern. Heute ist der hier entstandene Mauerpark ein Ort der Begegnung, an dem an sonnigen Tagen gefeiert, gefaulenzt und Musik gemacht wird.

Foto: Google Earth
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Medienspektakel: Der Mauerfall war ein welthistorisches Ereignis und wurde nahezu lückenlos von Fotografen und Kamerateams dokumentiert. Diese Journalisten stehen am 10. November in der ersten Reihe, während ein Stück der Mauer an der Bernauer Straße herausgerissen wird.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1989-1119-057

Foto: Das Bundesarchiv/Robert Roeske
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Sie machten den Weg frei: Grenzübergänge wie der an der Bornholmer Straße waren in der Nacht des 9. November heillos überlaufen - die DDR kündigte deshalb an, noch am folgenden Wochenende weitere einzurichten. Zu diesem Zweck wurden an verschiedenen Orten in der Stadt Stückelemente aus der Mauer gerissen, um Durchgänge zu schaffen. Das erste Stück wurde ausgerechnet an dem Abschnitt entfernt, der als letztes gebaut worden war.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1989-1111-003

Foto: Das Bundesarchiv/Bernd Settnik
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Historischer Moment: Am 9. November 1989 verkündete Politbüro-Mitglied Günter Schabowski auf einer Pressekonferenz des Zentralkomitees der SED die "unverzügliche" Reisefreiheit für die DDR-Bürger. Am Folgetag wurden...

Foto: SPIEGEL TV
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...zuerst an der Eberswalder Straße Teile der Mauer entfernt. Am 11. November wurde der neue Grenzübergang für den Reiseverkehr geöffnet.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-1989-1111-005

Foto: Das Bundesarchiv/Robert Roeske
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Mauer und Fußball: Spielte eine ostdeutsche Mannschaft gegen eine westdeutsche, waren die DDR-Behörden besonders alarmiert. Der Großteil der Zuschauertribünen wurde mit systemtreuen Claqueuren besetzt - schließlich stand das Stadion, in dem später der BFC Dynamo zu Hause war, gefährlich nah an der Mauer. Hier sehen die Zuschauer am 11. April 1965 eine Partie des DDR-Oberligisten ASK Vorwärts Berlin, der den SC Leipzig 2:1 besiegt.

Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-D0412-0002-003

Foto: Das Bundesarchiv/Studré
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