Sloane Rangers - DER SPIEGEL
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Sloane Rangers Mit Barbour-Jacke gegen die Globalisierung

Sie waren eitel, verschwenderisch und faul: Die Sloane Rangers verkörpern den ererbten Wohlstand einer Generation in Großbritannien. Der Mode-Mythos der britischen Oberschicht begann in den Sechzigerjahren im feinen Londoner West End. Paradoxerweise leitete der neoliberale Zeitgeist das Ende dieser Ära ein.
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Kate Middleton und Lady Diana: Gegenüberstellung von 2 Sloanies.

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U-Bahn Station Sloane Square: Im Postleitzahlenbereich SW1, am Sloane Square in London, formierte sich die Gegenbewegung zu den Hippies. Für den Nachwuchs aus besseren Verhältnissen war es undenkbar, sich den rebellierenden Kindern der Mittelschichten anzuschließen. Am Sloane Square lebten versnobte Mittzwanziger, die es nach dem Besuch teurer Privatschulen oder den Universitäten von Oxford oder Cambridge nach London gezogen hatte. Ein elitärer Typus, der sich stets für etwas Besseres hielt und am Wochenende in Barbour-Jacke auszureiten pflegte.

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The Lone Ranger: Die Schauspieler Jay Silverheels als Tonto (l.) und Clayton Moore in der Titelrolle von "The Lone Ranger". Die amerikanische Western-Serie von 1951 war Inspiration bei der Namensgebung für ein soziales Phänomen in den sechziger Jahren. Propere Mittel- oder Oberschichtsprösslinge, wie sie anfangs vornehmlich am Londoner Sloane Square anzutreffen waren, wurden Sloane Rangers genannt.

Foto: AP
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Margaret Thatcher: Politisch war ein Sloane Ranger voll auf der Seite der Tories, in dessen Reihen sich in den Siebzigern eine gewisse Margaret Thatcher aufmachte, die konservative Partei und das Land nach den neoliberalen Theorien Milton Friedmans umzugestalten.

Foto: AP
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Diana Spencer mit Paparazzo: Die Sloanies konnten sich auf das "Old Boys"-Netzwerk ihrer Eltern stützen. Die bekannteste von ihnen, Galionsfigur und Jeanne d'Arc der Bewegung in einem, war Lady Diana Spencer, hier verfolgt von einem Fotografen in der Londoner City. Sie wusste sich auf dem Weg in der britischen Gesellschaft nach oben zu bugsieren, bis sie auf den ältesten Sohn von Königin Elizabeth II. traf.

Foto: A0001 UPI/ DPA
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