Small World Knipsen durchs Mikroskop
Platz eins (Heiti Paves, Estland): Die Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) wird auch Schotenkresse genannt und ist ein kleines Unkraut aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Weil sich die Pflanze selbst befruchten und sich schnell vermehren kann, ist sie für Genetiker ein sehr beliebter Modellorganismus. Das Bild zeigt die 20-fache Vergrößerung des Fortpflanzungsorgans der Acker-Schmalwand.
Platz zwei (Gerd Günther, Deutschland): Die Dorn-Gänsedistel (Sonchus asper) ist in Deutschland und Österreich heimisch. Mit einem gewöhnlichen Lichtmikroskop hat der Düsseldorfer Mikrofotograf diese 150-fach vergrößerte Aufnahme eines Blütenstamms gemacht.
Platz drei (Pedro Barrios-Perez, Kanada): Nahaufnahme (200-fache Vergrößerung) eines Fotolacks. Solche lichtempfindlichen Schichten werden vor allem in der Mikroelektronik verwendet.
Platz vier (James Hayden, USA): Dieses hübsche Mosaik bekommt man zu sehen, wenn man sich die Eierstöcke eines Anglerfischs durch ein spezielles Fluoreszenz-Mikroskop ansieht (vierfache Vergrößerung).
Platz fünf (Bruno Vellutini, Brasilien): Dieses Bild eines jungen Seesterns hat Bruno Vellutini, ein Forscher der Universität von Sao Paolo gemacht. Die 40-fache Vergrößerung zeigt die Mundoberfläche des Tieres.
Platz sechs (Havi Sarfaty, Israel): Die Natur hat auch schöne Muster zu bieten. Bei diesem Bild handelt es sich um die 20-fache Vergrößerung der Schuppen eines Diskusfisches.
Platz sieben (Shirley Owens, USA): Die Pflanzenhärchen der Schwarzäugigen Susanne (Thunbergia alata), einer aus Südostafrika stammende Kletterpflanze, ähneln in der 450-fachen Vergrößerung der Haare der Medusa.
Platz acht (Lloyd Donaldson, Neuseeland): Kunstvolles Gewirr aus bunten Baumwollfasern. Der Mikrofotograf hat die Fasern mit Berberinsulfat gefärbt und unter 200-facher Vergrößerung mit einem Fluoreszenz-Mikroskop aufgenommen.
Platz neun (Bernardo Cesare, Italien): Gabbro ist ein Gestein aus Magma, das sich vor allem in der ozeanischen Kruste befindet. Dieses Bild zeigt Einschlüsse in dem Gestein von Olivin, einer Mineralart.
Platz zehn (Arelene Wechezak, USA): Kieselalgen in zehnfacher Vergrößerung, fotografiert mit Hilfe eines gewöhnlichen Lichtmikroskops.
Platz elf (Dominik Paquet, Deutschland): Auch der "Alzheimer-Zebrafisch" aus dem Münchner Adolf-Butenandt-Institut gehört zu den preisgekrönten Bildern (zehnfache Vergrößerung). Die Nervenzellen sind grün gefärbt. Die Produkte eines bestimmten Alzheimer-Gens blau und rot.
Platz zwölf (Tsutomu Seimiya, Japan): Dieses Bild wurde an der Tokyo Metropolitan University gemacht. Es handelt sich schlicht um einen dünnen Film aus Seife, der auf dem Objektträger fließt (zehnfache Vergrößerung).
Platz 13 (John Hart, USA): Chemische Verbindungen haben unter dem Mikroskop betrachtet oft bizarre Strukturen. Dazu gehört auch die erst geschmolzene und dann wieder auskristallisierte Mischung aus den Substanzen Acetanilid, Resorcin und Tetrabrommethan (33-fache Vergrößerung).
Platz 14 (Tora Bardal, Norwegen): Auf diesem Bild ist nicht etwa das Auge eines Meeresbewohners zu sehen. Vielmehr handelt es sich um ein einzelnes Ei eines Hummers (3,2-fache Vergrößerung).
Platz 15 (Fabrice Parais, Frankreich): Anregung für Science-Ficiton Verfilmer. Dieses Wesen, das so aussieht wie ein Alien-Monster, ist die Wasserlarve von Atherix ibis, der Ibisfliege (unter einem Stereomikroskop, 25-fache Vergrößerung). Oft werden die Larven als Bioindikator für die Qualität von Gewässern herangezogen. Denn sie kommen nur in sauberen Gewässern vor.
Platz 16 (Massimo Brizzi, Italien): Auch Schneckeneier haben 200-fach vergrößert ihre ganz eigene Schönheit zu bieten.
Platz 17 (Rebekah R. Helton, USA): 2,5-fach vergrößert und in Falschfarben wirkt eine gewöhnliche Stoppuhr wie ein geometrisches Kunstwerk.
Platz 18 (Julia Sero, USA): Menschliche Haut von ihrer anderen Seite (60-fache Vergrößerung). Unter dem Mikroskop kann man verschiedene Strukturen erkennen, wie etwa das Fibronektin (grün), ein Protein, das unter anderem für die Festigkeit der Haut sorgt.
Platz 19 (Yanping Wang, China): Immer wieder faszinierend sind vergrößerte Aufnahmen von Schneeflocken (40-fache Vergrößerung).
Platz 20: Havi Sarfaty aus Israel interessiert sich für die Details ganz materieller Dinge: Er fotografierte eine verrostete alte Münze (40-fache Vergrößerung).