Smart Home Marke Eigenbau - DER SPIEGEL
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Smart Home O Das schlaue Heim zum Durchklicken

Die Wohnung von Marco Maas ist ein echtes - ziemlich kleines - Smart Home. Weil er sich für Technik und Daten interessiert, hat er sie vollständig vernetzt, von der Heizung bis zur Lampe, von der Wohnungstür bis zur Waage.
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Smartes Wohnzimmer: Marco Maas und seine Freundin Yong-Er Wu leben in einer vernetzten Wohnung im Hamburger Stadtteil St. Pauli. Hier arbeiten unter anderem mehrere Bewegungsmelder und eine intelligente Heizung im Hintergrund, Licht und Musik werden per Smartphone oder Tablet gesteuert. Die Installationen hat Marco selbst vorgenommen, Yong-Er nutzt nur einige von ihnen, etwa die Musikanlage.

Foto: Maxim Sergienko / Agentur Focus
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Die Steuerzentrale: Dieses Regal hinter der Wohnzimmertür enthält diverse zentrale Komponenten der Smart-Home-Anlage in der Wohnung. Das Honeywell-Gerät mit dem Bildschirm oben rechts steuert die Heizung. Das weiße Gerät links daneben ist die SmartThings-Basis, die Geräte unterschiedlicher Hersteller verknüpft, quasi das Herzstück der Steuerung. Links dahinter liegen eine Fritz-Box und ein Netgear-Router, die zwei separate WLAN aufspannen. Auf der unteren Etage vernetzt das weiße Sonos-Kästchen in der Mitte die Lautsprecherboxen. Das runde, weiße Gerät mit den blauen Leuchten rechts daneben ist für die Philips-Leuchtmittel zuständig. Der silberne Zylinder davor: der Innenraumsensor der Netatmo-Wetterstation.

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Bewegungsmelder: In jedem Raum der Mietwohnung sind solche Geräte angebracht, die erfassen, ob sich dort gerade jemand aufhält. Sie hängen jeweils an den Fensterrahmen - lediglich in der kleinen Abstellkammer gibt es keinen.

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Türsensor: Dieses Gerät weiß, ob die Haustür gerade geöffnet wird. Bucht sich gleichzeitig das Smartphone eines der Bewohner im lokalen WLAN ein, ist offensichtlich alles in Ordnung. Ist das nicht der Fall, bekommt Marco Maas eine Nachricht auf sein Handy. Einmal hat das schon zu einem - glücklicherweise überflüssigen - Polizeieinsatz geführt.

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Türbewegung auf dem Handy: So sieht eine Benachrichtigung auf Marcos Smartphone aus, wenn sich die Haustür öffnet oder schließt - in diesem Fall war es unser Fotograf, der durch die Tür gekommen ist.

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Honeywell-Thermostat: Die Heizung schaltet sich täglich um 22 Uhr selbsttätig ab. Wer danach noch weiterheizen will, muss aufstehen und sie von Hand zum Weiterarbeiten bringen. Nach je einer weiteren halben Stunde geht sie dann wieder aus und muss wieder von Hand eingeschaltet werden. Ein seltener Akt manueller Selbstdisziplinierung in der automatisierten Wohnung.

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Heizungssteuerung: Statt am Heizkörper wird die Heizung mit diesem Gerät gesteuert - wenn überhaupt. Für die meiste Zeit ist alles bereits so eingestellt, wie Marco und Yong-Er es gern hätten.

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App fürs Licht: Philips-Hue-Lampen lassen sich nicht nur programmieren, sondern auch per App ein- und ausschalten, auch die Lichtfarbe kann man so verändern. Dazu muss man nicht einmal zu Hause sein, die entsprechende App und ein Zugangspasswort für die Basisstation in der Wohnung vorausgesetzt. Die Automatisierung hat auch ihre Nachteile: Yong-Er sagt: "Im Schlafzimmer kann ich nur das große Licht oder gar kein Licht anmachen." Sie hat die App nicht auf ihrem Smartphone installiert, das gemütliche Licht kann also nur Marco einschalten.

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Warnleuchte: Diese Tischlampe, die im Wohnzimmer neben dem TV-Gerät steht, hat eine zweite Funktion. Sie ist mit dem Sensor der Wetterstation gekoppelt, der die Luftqualität im Innenraum erfasst. Steigt der Kohlendioxid-Wert auf allzu hohe Werte...

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...wechselt die Lampe ihre Farbe von weiß zu rot. "Bitte mal lüften!", heißt das.

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Schlaue Lampe, dumme Lampe: Während die Tischlampe rechts auf dem Regal sogar bei schlechter Luft warnt, ist die kleine Leuchte am Klavier die einzige im Raum, die nur manuell gesteuert wird. So kann Yong-Er auch ganz ohne Smartphone am Klavier spielen.

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Relikt: Eigentlich hatte Marco Maas alle Lichtschalter in seiner Wohnung entfernt und die Löcher abgedeckt - schließlich funktioniert die Beleuchtung vollautomatisch, gesteuert durch Bewegungsmelder, Uhrzeit, Sensoren und bei Bedarf das Smartphone. Yong-Er aber bestand darauf, das Licht zur Not auch mit der Hand ein- und ausschalten zu können. Nun ist die Notlösung zum Dauerzustand geworden.

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Box im Bad: Die ganze Wohnung wird über solche Sonos-Lautsprecher beschallt. Das ist das einzige Feature ihres smarten Heims, das Yong-Er wirklich begeistert. Im Augenblick allerdings geht die Box im Bad gerade mal wieder nicht - hin und wieder kommt eben etwas durcheinander im Smart Home.

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Smarte Dose: Der Belin-Zwischenstecker links lässt sich per Funk ansteuern. Damit kann man auch eigentlich "dumme" Geräte ein bisschen smarter machen, sie also zum Beispiel ein- oder ausschalten, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind.

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Staubsauger: Der Roboter soll sich nur dann an die Arbeit machen, wenn keiner zu Hause ist, denn er ist ziemlich laut. Geleert wird er von Hand, und auch steuern lässt er sich über das Internet (noch) nicht. Einmal aber hat er Ärger anderer Art verursacht: Am Ende stand Maas mit zwei Polizeibeamten im Wohnzimmer, wohl auch deshalb, weil der Staubsauger den Bewegungsmelder im Wohnzimmer irritiert hatte.

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Roboter-Wischer: Auch nass wischen Marco und Yong-Er ihre Wohnung nicht selbst. Dieser Roboter übernimmt die feuchte Bodenpflege.

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Kabelsalat: Eigentlich soll die smarte Heimvernetzung nicht zuletzt Energie sparen helfen - etwa, weil die Heizung automatisch heruntergeregelt wird, wenn niemand zu Hause ist. Praktisch aber brauchen all die schlauen Geräte eine Menge Strom - und eine Menge Anschlüsse. Überall in der Wohnung stehen deshalb solche Boxen, die Mehrfachstecker und Kabel verstecken.

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Zukunftspläne: In einem Regal im Arbeitszimmer stapeln sich teils ausgepackte, teils noch originalverpackte Geräte, die irgendwann auch noch ins smarte Heim integriert werden sollen.

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