Smart-Meter-Protest Widerstand im Wohnwagen
Chris Turner neben seinem Wohnwagen: Der Anwalt aus Washington D.C. ist aus seinem eigenen Haus ausgezogen, weil er dem Smart Meter, dem intelligenten Stromzähler an seiner Hauswand, nicht traut. Er ist nur einer von mutmaßlich Hunderttausenden US-Bürgern, die sich gegen die Einführung der Technologie wehren.
Smart Meter an Turners Hauswand: "Ich kontaktierte meinen Energieversorger und begann zu recherchieren und fand heraus, dass es Menschen überall in den USA, in Kanada und Australien gab, die sich über steigende Rechnungen, aber auch Feuer und gesundheitliche Probleme beschwerten - nach der Installation eines Smart Meters."
Website zum Film "Take Back Your Power": "Ich selbst wurde durch die Arbeit an diesem Film zum Aktivisten", sagt der Regisseur Josh del Sol.
Intelligenter Stromzähler (bei einer Pressekonferenz zum Thema in Essen im Jahr 2011): Die Smart Meter sollen den Stromverbrauch in Gebäuden detailliert erfassen und den Verbrauchern so die Möglichkeit geben, durch genaue Steuerung einzelner Geräte Energie zu sparen. Der Nutzen ist allerdings umstritten - es gibt Studien, die den Smart Metern kaum oder gar kein Einsparpotenzial attestieren.
Herkömmlicher Drehstrohmzähler: Die Energiekonzerne halten die Einführung der intelligenten Zähler für zwingend, weil sie Teil des sogenannten Smart-Grid-Konzepts sind. Demzufolge sollen Erzeugung und Verbrauch von Strom genauer aufeinander abgestimmt werden, in dem an wichtigen Schaltstellen intelligente, vernetzte Technologie zum Einsatz kommt.
Smart-Grid-Konzept: Die intelligenten Stromzähler sind nur ein Teil der Gesamtarchitektur - aber jener Teil, der für den größten Widerstand sorgt.