Polaroid Snap Touch und Insta Share-Printer im Test Snap Touch und Insta Share-Printer im Test
Schnapschuss-Automat: Mit Geräten wie der Snap Touch versucht Polaroid die Sofortbildtechnik ins Digitalzeitalter zu bringen.
Das Objektiv der Snap Touch verfügt über eine Festbrennweite, zoomen kann man also nicht. Der Fotosensor hat eine Auflösung von 13 Megapixeln.
Auf der Unterseite findet man einen Micro-USB-Anschluss zum Aufladen des Akkus sowie einen Steckplatz für Speicherkarten bis 128 GB. Mittig ist ein Stativgewinde eingebaut.
Ein- und ausgeschaltet wird die Kamera über den ausklappbaren Blitz, der sich nur widerspenstig wieder ins Gehäuse drücken lässt. Rechts neben dem Blitz ist der winzige Selfie-Spiegel zu erkennen.
Der 3,5 Zoll große Bildschirm auf der Rückseite dient als Sucher und als Benutzeroberfläche, er kann mit den Fingern bedient werden. Die Bilddarstellung ist sehr blickwinkelabhängig, der Bildschirm insgesamt nicht sehr hell.
Anders als bei alten Sofortbildkameras kommt ein Schnappschuss bei der neuen Kamera nicht sofort aus dem Drucker heraus, sondern erst, wenn man damit zufrieden ist.
Früher wurden Sofortbildfilme meist in Form von Plastikkassetten in die Kameras geschoben. Bei der Snap Touch hingegen wird das 5,1 x 7,6 Zentimeter große Fotopapier als Loseblattsammlung eingelegt.
In den getesteten Geräten verwendet Polaroid sogenanntes ZINK-Papier, das online in verschiedenen Stückelungen bestellbar ist. 50 Blatt kosten je nach Händler etwa 29 Euro.
Ein besonders Extra: Das ZINK-Papier ist gleichzeitig Aufkleber.
Auch beim Insta-Share Printer für Motorola Smartphones wird das Fotopapier lose in den Papierbehälter eingelegt.
Der Polaroid-Drucker wird einfach auf ein Smartphone aus Motorolas Moto-Z-Serie aufgesteckt, er hält magnetisch. Und er macht das darunter kaum noch erkennbare, weil extrem dünne, Smartphone zum dicken Klopper.
Flach wird das Gehäuse des Sofortbilddruckers nur über dem Objektiv der Handykamera. Dort sind auch die firmentypischen Farbstreifen aufgemalt.
Ähnlich wie bei der Snap Touch kann man auch beim Insta-Share Printer erst einmal auf dem Smartphone die Bilder auswählen, die man drucken lassen möchte.
Auch eine Möglichkeit, passendes Fotopapier direkt aus der App heraus zu bestellen, ist vorgesehen. Sie führte uns beim Ausprobieren allerdings zu einem US-Shop.
Die Polaroid-App auf dem Smartphone ermöglicht es nicht nur, Fotos zu drucken. Sie bietet auch die Option, Aufnahmen etwa auf Facebook oder Instagram zu teilen.
In Maßen lassen sich Aufnahmen in der Polaroid-App auch bearbeiten. Die Möglichkeiten sind allerdings sehr überschaubar.
Erst wenn man mit dem Bild zufrieden ist, löst man mit einem Fingertipp auf den "Drucken"-Button den Druckvorgang aus.
Rund 30 Sekunden dauert es dann, bis das fertige Bild aus dem Drucker kommt. Genauso lange braucht die Snap Touch auch.
Die Qualität der Ausdrucke stimmt bei beiden Geräten weitgehend überein. Bildschärfe und Kontrast sind bei den Prints des Insta-Share-Druckers einen bisschen besser.
Der Unterschied zu einem alten Original ist gewaltig. Hinten im Bild ist eine Polaroid Vision von 1993 zu sehen, vorne links die Polaroid Snap Touch und rechts der Insta-Share Printer.