Olympia 2018 Brett und Spiele
Die Snowboarder kämpfen bei den Olympischen Winterspielen nicht nur um Medaillen, sondern auch um Aufmerksamkeit. Denn noch immer dominieren die Skifahrer in Sachen TV-Präsenz und Werbeeinnahmen.
Am Samstag startet der Parallel-Slalom in Pyeongchang. Zwei Athleten fahren im direkten Duell gegeneinander, der Zuschauer sieht sofort, wer weiterkommt. Mit dabei sind auch viele Deutsche wie Patrick Bussler (Bild), der bei den Olympischen Spielen in Sotschi Sechster wurde.
Die Deutschen sind sehr erfolgreich in dieser Disziplin. Isabella Laböck (Bild) holte 2013 den Weltmeistertitel. In Pyeongchang ist sie jedoch nicht dabei, weil sie ihre Karriere 2017 aus gesundheitlichen Gründen beendet hat.
Auch Amelie Kober hat schon einige Erfolge feiern können: Sie gewann bei Olympia und Weltmeisterschaften fünf Medaillen. In Pyeongchang ist sie allerdings ebenfalls nicht am Start.
Chancen aufs Podium hat das deutsche Team jedoch trotzdem: Selina Jörg (Bild) ist die größte Medaillenhoffnung. 2008 wurde sie Juniorenweltmeisterin im Parallel-Slalom.
Sie heizte den Kampf zwischen Snowboardern und Skifahrern noch einmal an: Ester Ledecká ist große Favoritin im Riesenslalom - doch in Südkorea trat sie auch auf zwei Skiern an.
Ledecká schockierte die Ski-Konkurrenz. Im Super-G düpierte sie die Weltspitze und fuhr zu Gold.
Reich werden beim Snowboard nur die Sportler, die sich selbst gut vermarkten wie der US-Amerikaner Shaun White. Der 31-Jährige gewann in Pyeongchang zum dritten Mal die Goldmedaille in der Halfpipe. Zuvor hatte er schon bei den Spielen in Turin 2006 und in Vancouver 2010 triumphiert.