So richten Sie den Passwortmanager KeePass ein - DER SPIEGEL
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Offline ist (vielleicht) besser So funktioniert KeePass

Wie richtet man KeePass ein? Eine Anleitung.
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KeePass kann entweder über eine .exe-Datei installiert oder aus einem Zip-Archiv entpackt werden. Letzteres bietet sich an, wenn man KeePass auf einem USB-Stick verwenden möchte, weshalb wir diesen Weg empfehlen. Unter "Translations" auf der Website gibt es auch eine deutsche Sprachdatei, die in den KeePass-Ordner kopiert werden muss. Anschließend lässt sich im Programm Deutsch als Bediensprache auswählen.

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Ist KeePass installiert oder entpackt, muss zunächst die Passwortdatenbank, der Tresor, angelegt werden. Klicken Sie dazu auf "Datei" und dann auf "Neu...".

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Nachdem Sie einen Speicherort und einen Namen für die Datenbank (die sie an der Dateiendung .kdbx erkennen) angegeben haben, müssen Sie ihr Masterpasswort auswählen. Es verschlüsselt den gesamten Tresor und sollte deshalb entsprechend stark, aber immer noch leicht zu merken sein. In einem weiteren Schritt können Sie es auch noch einmal ausdrucken, damit Sie es an einem sicheren Ort aufbewahren können.

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Als Verschlüsselungsmethode wählen Sie AES/Rijndael-256. Die Methode gilt zum jetzigen Zeitpunkt als praktisch unknackbar und wird von den meisten Passwortmanagern verwendet.

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Ist die Datenbank erstellt, kann sie mit Passwörter gefüllt werden. Klicken Sie dazu oben in der Menüleiste auf das gelbe Schlüsselsymbol. Anschließend können Sie den Eintrag erstellen oder bearbeiten. Aus diesem Fenster heraus kommen Sie auch zu einem komplexen Passwortgenerator, den Sie nutzen können, um neue, starke Passwörter zu erstellen. Natürlich können Sie nicht nur Logins, sondern auch andere sichere Informationen als Eintrag anlegen.

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In der linken Spalte von KeePass sind alle Kategorien (Gruppen) gelistet, deren Name und Icon angepasst werden kann. Einträge in der rechten Spalte können per Drag & Drop einfach in Gruppen in der linken Spalte verschoben werden.

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In KeePass gibt es zwei Möglichkeiten, Passwörter in einen Browser zu kopieren. Einmal geht es per Rechtsklick und dann über "Passwort kopieren": Das Kennwort bleibt dabei aus Sicherheitsgründen nur für zwölf Sekunden im Zwischenspeicher. Die zweite Option heißt Auto-Type: Dafür muss im Hintergrund der Browser mit der Loginseite aktiv sein. Ein Klick auf "Auto-Type" sorgt dann dafür, dass die Logindaten automatisch eingetragen werden, wenn KeePass die Formularfelder erkennt. Die lassen sich im KeePass-Eintrag noch anpassen.

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Eine dritte Option bietet die Alternativversion KeePassXC. Die Software basiert auf dem Quellcode von KeePass, funktioniert aber auch auf Apple- und Linux-Computern. Für sie gibt es wie bei anderen Passwortmanagern eine eigene Browser-Erweiterung.

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Ist die Browser-Erweiterung von KeePassXC eingerichtet, erhält sie ein grünes Symbol in der Browserleiste. Anschließend sollte die Erweiterung erkennen, ob die Zugangsdaten bereits im Tresor gespeichert sind - und im besten Fall den Login vorschlagen.

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Ein weiterer Vorteil von KeePassXC und dem Browser-Addon: Wenn Sie auf einer Website ein Kennwort ändern, wird gleich ein Passwortgenerator angezeigt. Das neue Passwort müssen Sie dann aber trotzdem noch kopieren und in Ihren KeePass-Tresor eintragen.

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Falls Sie KeePass auf einem PC nutzen, auf den auch andere Menschen Zugriff haben, sollten Sie in den Optionen einstellen, dass die Arbeitsfläche nach einer bestimmten Zeit gesperrt wird. So kann niemand in ihren Tresor gucken, wenn Sie beispielsweise in der Mittagspause sind.

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Bei KeePass bleibt Ihre Datenbank stets verschlüsselt in einem Ordner auf ihrem PC. Das heißt aber auch: Wenn die Festplatte defekt ist, ist auch der Passwort-Tresor weg. Deshalb sollten Sie die .kdbx-Datei regelmäßig sichern - zum Beispiel auf einem USB-Stick, den Sie an einem anderen Ort lagern. Falls Sie mehrere Rechner nutzen, müssen Sie die Datei ebenfalls immer hin- und herkopieren, wenn sie überall auf dem gleichen Stand sein soll.

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Weil KeePass Open Source ist, gibt es hunderte Erweiterungen von Dritten. Auf der Website finden Sie eine Übersicht aller Plugins, von Importoptionen aus anderen Passwortmanagern hin zur Synchronisation über Dropbox (die wir aber nicht empfehlen). Jedes Plugin muss einzeln installiert und eingerichtet werden.

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Eine inoffizielle Erweiterung ist auch die mobile App KeePass2Android. Sie kann die KeePass-Datenbank lesen und sie somit auch auf einem Mobiltelefon öffnen. Ihre sicheren Passwörter haben Sie so immer dabei. Auch für iPhones gibt es eine App: Sie heißt MiniKeePass.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?