Fliegendes Teleskop "Sofia" Die Jumbo-Sternwarte
Fliegendes Observatorium "Sofia" (bei einem Testflug über Kalifornien, Dezember 2009): Nach den ursprünglichen Plänen sollte das von DLR und Nasa gemeinsam betriebene Forschungsflugzeug 20 Jahre lang im Dienst bleiben, mit rund 160 Einsätzen im Jahr. Doch nun wollen die Amerikaner die Finanzierung drastsich kürzen.
Landung in Christchurch (im Sommer 2013): Nasa-Chef Charlie Bolden hat gerade seinen Budgetvorschlag für das kommende Jahr vorgestellt. Darin fordert er vom Kongress 17,5 Milliarden Dollar für das kommende Jahr. Das ist ungefähr so viel, wie die Nasa in diesem Jahr bekommt. Doch die Mittel für "Sofia" sollen dramatisch sinken - von 85 Millionen Dollar in diesem auf gerade noch 12 Millionen im kommenden Jahr.
"Sofia"-Cockpit: Die deutsche Seite ist vom drohenden Rückzug der Amerikaner ziemlich kalt erwischt worden. Das zeigt sich auch, wenn man mit Forschern am "Sofia"-Institut an der Universität Stuttgart spricht. Die Formulierung "wie ein Hammerschlag" ist zu hören, von "Überraschung" ist die Rede.
Der Orion-Nebel: Das Infrarotbild wurde im Dezember 2010 vom "Sofia"-Teleskop aus gemacht.
Infrarotbild vom Orionnebel im Vergleich: Jedes Teleskop nutzt andere Wellenlängen, so sind verschiedene Analysen möglich.
Messgeräte im Inneren von "Sofia": Normalerweise ist das "Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie" im kalifornischen Palmdale stationiert.
Piloten vor dem Flug: Nun soll eine Arbeitsgruppe von Nasa und DLR klären, wie es mit "Sofia" weitergeht, hieß es auf US-Seite. Und deutsche Projektbeteiligte hoffen, das letzte Wort sei vielleicht noch nicht gesprochen.
"Sofia" von hinten: Im Heck öffnet sich die Klappe, hinter der das Drei-Meter-Teleskop verborgen ist. Am Boden ist das allerdings eine Ausnahme - eigentlich geht die Klappe erst bei Dunkelheit und nur in 14.000 Meter Höhe auf.
"Sofia" wird beladen: Allein das Teleskop wiegt 17 Tonnen, die meisten Sitze mussten die Ingenieure dafür herausreißen. Allerdings sind etwa 40 Plätze übriggeblieben. Zum Glück für die Passagiere waren es die Sitze der Business Class aus den Siebzigern. Samt Aschenbechern in der Armlehne.