Soko "Dennis" Fahndungserfolg nach fast zehn Jahren
In diesem Trakt des Schullandheims hatte Dennis mit seinen Klassenkameraden übernachtet.
Die Soko "Dennis" wurde eingerichtet und ging Tausenden Hinweisen und Indizien nach: Ein Polizeibeamter zeigte 2001 ein Muster des Schlafanzugs, den der Junge in der Nacht seiner Entführung getragen hatte.
Mit dieser sogenannten Situationsskizze, die den mutmaßlichen Täter im Jahr 2001 zeigt, suchte die Polizei nach dem Verdächtigen. Es zeigt einen bulligen Mann mit Brille, Anfang 30, der am Steuer sitzt.
Der Leiter der Soko "Dennis", Martin Erftenbeck, zeigte bei einer Pressekonferenz ein Bild des Wagens, in dem der mutmaßliche Serientäter unterwegs war.
Beamte der Spurensicherung in Kirchtimke nahe Zeven: In der Nacht zum 5. September 2001 war der Neunjährige aus dem Schullandheim Wulsbüttel, nördlich von Bremen, entführt worden. Pilzsammler entdeckten das tote Kind zwei Wochen später in der Nähe von Kirchtimke, knapp 40 Kilometer vom Schullandheim entfernt.
Ein Schild weist in Wulsbüttel im Landkreis Cuxhaven den Weg zu dem Schullandheim, aus dem Dennis entführt wurde.
Beamte durchsuchen den Kreis Cuxhaven nach Dennis' Verschwinden. Der mutmaßliche Mörder von Dennis wird mit anderen Verbrechen in Verbindung gebracht. Die Ermittler sprachen in der Vergangenheit von einem Serientäter, dem fünf Morde an kleinen Jungen und mehr als 40 Missbrauchsfälle zugerechnet würden.