Sony World Photography Awards Die Gewinner
Mit seiner Porträtserie "Fire of Hatred" von Opfern von Säureanschlägen in Iran gewann Asghar Khamseh den Hauptpreis der Sony World Photography Awards. Die Anzahl der Säureangriffe nimmt in Iran zu, sie richten sich meist gegen Frauen und Kinder und passieren in familiären Konflikten aus Rachsucht. Die Opfer erleiden nicht nur körperlicher und seelische Qualen, sondern sind auch lebenslang gesellschaftlich stigmatisiert.
Adlerjagd in China: In Westchina nahe Kasachstan und Russland werden nach alter Überlieferung Adler gezüchtet, um mit ihnen zu jagen. Für die Dokumentation des "Eagle Hunting Festival" erhielt der Kanadier Kevin Frayer den ersten Platz der Kategorie "Lebenswelt".
Nashorn in der Salzwüste: In Namibia fotografierte Maroesjka Lavigne die Serie "Land of Nothingness" die dünn besiedelte, karge Natur. Erster Platz der Kategorie "Landschaften".
Nomadenjunge im Hochplateau: Tibetische Nomaden müssen sich vielen schwierigen Herausforderungen stellen. Ihr Leben ändert sich durch politischen Druck, den Klimawandel und schnelle technologische Entwicklungen. Kevin Frayers dokumentarische Serie "Nomadic Life Threatened on the Tibetan Plateau" gewann den ersten Preis der Kategorie "Menschen".
Sie haben überlebt: In der Kategorie "Porträt" gewann der italienische Fotograf Marcello Bonfanti mit seinen Bildern von Überlebenden der größten Ebola-Epidemie in Sierry Leone.
"Second Best" heißt die Serie von Nikolai Linares, der mit den Porträts von Zweitplatzierten bei einer Box-Weltmeisterschaft die Kategorie "Sport" für sich entschied.
Mit Barbie-Fotografien gewann Alberto Alicata aus Italien den ersten Preis der Kategorie "Inszenierung". Die Barbie-Puppe steht hier als Symbol und Ikone der westlichen Kultur.
Viele italienische Familien kochen traditionell einmal im Jahr Tomatensauce ein, das dafür benötigte Gemüse wird im Süden des Landes von Gastarbeitern unter ausbeuterischen Bedingungen geerntet. Auf einigen der Früchte sind noch Fingerabdrücke, die Francesco Amorosino in Szene gesetzt hat. Er gewann damit die Kategorie "Stillleben".
"Der Fluch der Kohle" heißt die Serie des norwegischen Fotografen Espen Rasmussen, in der er das Leben der Menschen in der US-Kohleindustrie porträtiert hat. Er gewann die Kategorie "Alltag".
Flüchtlinge auf dem Weg nach Europa vor der griechischen Insel Lesbos fotografierte Angelos Tzortzinis und gewann den ersten Preis der Kategorie "Gegenwart".
Der Franzose Julien Mauve reichte eine Fotoserie zum Thema Raumfahrt ein, die sich gleichzeitig damit beschäftigt, wie sich Menschen in Landschaften inszenieren. "Greetings from Mars" gewann den ersten Preis der Kategorie "Konzeptionell".
Mit Bildern über das Warten gewann die Deutsche Kirstin Schmitt den ersten Preis der Kategorie "Offen". Sie zeigt die Eigenart des Lebens auf Kuba, permanent auf etwas zu warten.
Gender-Themen in Brasilien hat der Fotograf Jetmir Idrizi aus dem Kosovo mit dem Projekt "TransBrasil" aufgegriffen. Seine Arbeit gewann den ersten Preis der Kategorie "Kampagne".
Erster Preis in der Kategorie "Architektur": Bauruinen in Italien fotografierte die Französin Amélie Labourdette.
Den zweiten Platz der Kategorie "Kampagne" belegte eine Arbeit über Löwen in Südafrika von David Chancellor (UK). Die Löwenpopulation in Südafrika ist in den letzten 20 Jahren um 80 Prozent zurückgegangen.
China ist auf Kohle angewiesen, steht aber durch den Klimawandel vor neuen Herausforderungen. Der Kanadier Kevin Frayer fotografierte die chinesische Kohleindustrie im Wandel. Zweiter Platz der Kategorie "Gegenwart".
Grabwächterstatuen aus den Tang- und Ming-Dynastien fotografierte Zhang Huia aus China. Zweite Platz der Kategorie "Architektur".
Für Tierversuche gezüchtete Affen einer chinesischen Firma fotografierte Li Feng aus China. Makaken stimmen genetisch zu 96 Prozent mit dem Menschen überein, das macht sie zu beliebten Versuchsaffen. Weltweit werden an 100.000 Tieren Versuche gemacht. Zweiter Preis der Kategorie "Lebenswelt".
Eine Arbeit über alte chinesische Dörfer von Maoyuan Cui gewann den zweiten Platz der Kategorie "Landschaft".
20 Stunden Training in der Woche absolvieren junge professionelle Turnerinnen. Der dänische Fotograf Jens Juul belegte mit einer Serie über ambitionierte Mädchen in Kopenhagen den zweiten Platz der Kategorie "Sport".
"Jenny's Soul" heißt eine Serie über einen Mann, der mit einer Sexpuppe zusammenlebt. Die deutsche Fotografin Sandra Hoyn gewann damit den zweiten Platz der Kategorie "Alltag".
Juwelen und Insekten inszenierte der deutsche Fotograf Oliver Schwarzwald in seiner Serie "Tiere vs. Schmuck" und gewann damit den zweiten Platz der Kategorie "Stillleben".
Frauen, die aus Myanmar flüchteten, in Indonesien strandeten und nun in der Provinz Aceh in einer ehemaligen Papierfabrik leben, fotografierte Fauzan Ijazah aus Indonesien in ihrer Serie "Stateless Women". Zweiter Platz der Kategorie "Porträt".
Leere Parks symbolisieren den ausbleibenden Tourismus in Ägypten in der Serie "Sinai Park". Zweiter Platz der Kategorie "Gegenwart" für Andrea und Magda, Italien.
Wettbewerb, Leistungsdruck und ästhetische Standardisierung bestimmen das Leben der Jugend in Südkorea. Gleichzeitig gibt es eine hohe Suizid- und Alkoholismusrate unter Jugendlichen. Filippo Venturi aus Italien porträtierte das Leben der Jugend in "Made in Korea". Zweiter Platz der Kategorie "Menschen".
Die Arbeit "Picassos Women" stellt die sieben Frauen dar, die den bekanntesten Künstler des 20. Jahrhunderts in seinem Leben begleiteten und seine Kunst beeinflussten. Cristina Vatielli gewann mit dieser Serie den zweiten Platz der Kategorie "Inszenierung".
"Wenn du keinen Tee trinkst, bist du kein Chinese" heißt die Serie über Menschen in einem alten chinesischen Teehaus in der Provinz Chengdu von Nick Ng. Zweiter Platz der Kategorie "Offen".
Das spricht für sich: Menschen beim Sonnenbaden an unbekannten Stränden zeigt die Serie "Beached" von Alejandro Beltran Venezuela. Zweiter Platz der Kategorie "Konzeptuell".