Superglatt mit Super-Kamera Sony Xperia XZ2 im Test
Die Rückseite des Sony Xperia XZ2: Sieht gut und edel aus, ist aber wirklich spiegelglatt. Neben dem abgebildeten Farbton Liquid Silver gibt es noch Liquid Black, Deep Green und Ash Pink.
Ungewöhnlich für ein aktuelles Highend-Smartphone: Sony benutzt weiterhin nur eine einzige Kamera, hier mit 19 Megapixeln, extremer Zeitlupe in Full HD und 4K-HDR-Videofunktion.
Der Fingerabdrucksensor funktioniert grundsätzlich gut, ist aber ungünstig platziert, so dass man häufig versehentlich auf das Kameraobjektiv fasst.
Moderne Zeiten: Wie man es heutzutage erwarten kann, hat das Xperia XZ2 einen USB-C-Anschluss. Eine Kopfhörerbuchse hingegen gibt es nicht.
Eine Sony-typische Besonderheit: Mit dieser Taste lässt sich die Kamera aufrufen, ohne dass man vorher das Gerät entsperren müsste.
Die Kameraoptionen: Die volle Auflösung von 19 Megapixeln erhält man nur bei Fotos im Forma 4:3. Für Sport- und Tierfotografie ist die Objektverfolgung nützlich.
Beim Eindeutschen der Menüs wurden ein paar missliche Fehler übersehen. Erst wenn man darauf tippt, wird der kryptische Menüpunkt "Automatische" durch die Erläuterung "Auslösung bei Lächeln" ergänzt.
Bei der Fotoqualität kommt das Xperia XZ2 dicht an Top-Geräte wie Googles Pixel 2 und Samsungs Galaxy S9 heran.
Sogar das Software-Zoom funktioniert recht gut, zeigt aber bei hohen Zoom-Werten auch deutliche Artefakte.
Der Bildschirm des XZ2 gehört zu den besseren seiner Art, mit kräftigen Farben und scharfen Kontrasten.
Wenn die Sonne scheint, wird es jedoch schwierig, auf dem Display noch etwas zu erkennen.
Mit der Funktion "Dynamische Vibration" will Sony Musik und Filme eindrücklicher machen. Im Test konnte das Gebrumme nicht überzeugen.
Interessant sind die Automatikfunktionen, die sich über "Xperia Assist" aufrufen lassen, um regelmäßig wiederkehrende Einstellungen zu automatisieren.
Hier kann man beispielsweise bestimmte Voreinstellungen für Klingelton, Vibrationen und WLAN für bestimmte Orte festlegen.
Sobald man dann an einem der festgelegten Orte eintrifft, schaltet das XZ2 automatisch um. Etwa in einen Modus für Zuhause, in einen anderen im Büro und noch einen für den Weg zur Arbeit.
Der Akku hielt im Test bei maßvoller Nutzung bis zu zwei Tage durch. Im intensiveren Normalbetrieb reduzierte sich das auf etwa zehn bis elf Stunden. Die kabellose Ladefunktion hat geholfen, den Akku wieder mit Energie zu versorgen.
Für den Fall, dass es mal eng wird, bietet Sony zwei besonders sparsame Energiesparmodi an. Im Ultra-Stamina-Modus soll das XZ2 mehr als eine Woche durchhalten. Dazu werden freilich diverse Apps deaktiviert, WLAN und mobile Daten abgeschaltet.
Die Assistenzfunktion des XZ2 überrascht manchmal mit erstaunlichen Hinweisen, dient ansonsten vor allem dazu, besondere Funktionen des Handys zu erklären.