SOS MEDITERRANEE - DER SPIEGEL
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Flüchtlinge auf dem Mittelmeer Rettung in letzter Minute

Das Mittelmeer ist zum Krisengebiet geworden. Täglich brechen Verzweifelte von Libyen per Schlauchboot nach Europa auf. Nadia Kailouli war drei Wochen mit einem privaten Rettungsschiff unterwegs.
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Deutschland erreichen immer weniger Flüchtlinge - doch über das Mittelmeer versuchen weiter Tausende, nach Europa zu kommen. Die nicht-staatliche Organisation SOS Mediterranee hat ein Schiff gechartert, um in Seenot geratene Menschen vor der libyschen Küste zu retten.

Foto: Anna Psaroudakis/SOS MEDITERRANE
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Das Rettungsteam besteht vor allem aus Freiwilligen, die sich Urlaub von ihren herkömmlichen Berufen genommen haben.

Foto: Giorgos Moutafis/SOS MEDITERRANE
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Mathias Menge ist schon seit März für SOS Mediterranee als Rettungsleiter im Einsatz. Eigentlich ist er Kapitän - und steuert riesige Containerschiffe.

Foto: Patrick Bar/SOS MEDITERRANEE
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Die Helfer von SOS Mediterranee holen die Flüchtlinge erst zu sich aufs Schiff, dann werden sie an die italienische Marine übergeben und aufs Festland gebracht.

Foto: Anna Psaroudakis/SOS MEDITERRANE
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Das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR schätzt, dass in diesem Jahr schon 2800 Menschen bei dem Versuch gestorben sind, das Mittelmeer zu überqueren.

Foto: Anna Psaroudakis/SOS MEDITERRANE
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Die Flüchtlinge kommen aus allen Ländern Afrikas: Eritrea, Mali, Somalia, Nigeria, Gambia, Sudan oder der Elfenbeinküste.

Foto: Patrick Bar/SOS MEDITERRANEE
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Manche hatten gar nicht vor, nach Europa zu reisen. Sie wollten in Libyen arbeiten - und landeten dort im Gefängnis.

Foto: Yann Merlin/SOS MEDITERRANEE
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Viele Flüchtlinge sind in seeuntüchtigen Schlauchbooten unterwegs. Er habe gar nicht einsteigen wollen, erzählt ein Mann. Aber der Schlepper habe ihm keine Wahl gelassen: "Wenn du nicht in dieses Boot steigst, erschießen sie dich."

Foto: Patrick Bar/SOS MEDITERRANEE
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"Diese Menschen haben so viel Schlimmes erlebt, lieber sterben sie im Meer als noch einen Tag länger in Libyen zu bleiben", sagt Rettungsleiter Menge.

Foto: Giorgos Moutafis/SOS MEDITERRANE
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Um die 2000 Euro verlangen viele Schlepper für die Fahrt in den Schlauchbooten. Das ist rund das Achtfache dessen, was Menschen in Eritrea durchschnittlich pro Jahr zur Verfügung haben.

Foto: Anna Psaroudakis/SOS MEDITERRANE
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Panisch, zitternd und teilweise komplett unbekleidet kommen die Flüchtlinge an Bord.

Foto: Patrick Bar/SOS MEDITERRANEE
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Hoffnung naht: Diese Flüchtlinge sind gleich in Sicherheit.

Foto: Patrick Bar/SOS MEDITERRANEE
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Das Mittelmeer ist die weltweit gefährlichste Flüchtlingsroute. Trotzdem wagen auch viele mit Kleinkindern den Weg.

Foto: Patrick Bar/SOS MEDITERRANEE
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Statistisch betrachtet kamen je 1000 Ankünften in der EU in den Monaten April, Mai und Juni etwa 50 Menschen ums Leben oder gingen verloren.

Foto: Patrick Bar/SOS MEDITERRANEE
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Die privaten Seenotretter haben schon Hunderte Menschen vor dem Ertrinken bewahrt. Trotzdem wollen sie nicht als Helden gefeiert werden.

Foto: Patrick Bar/SOS MEDITERRANEE
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?