Sozialdemokratie Zurück zum Dreier-Pack
Führungstrio: Nach seiner Rede auf einem SPD-Parteitag in Berlin wird der Vorsitzende der SPD, Willy Brandt, von Bundeskanzler Helmut Schmidt und dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Herbert Wehner beglückwünscht. Die Stimmung zwischen den drei war allerdings nicht immer so freundschaftlich. Kurz vor Brandts Rücktritt etwa schimpfte der Ex-Kommunist Herbert Wehner über den Bundeskanzler während eines Besuchs in Moskau, "der Herr" bade "gern lau", ihm fehlten Energie und Gespür.
Die neue Führung: Sigmar Gabriel (Mitte), Frank-Walter-Steinmeier und Andrea Nahles präsentieren am 30. September 2008 in der SPD-Parteizentrale in Berlin Gabriels Buch "Links neu denken. Politik für die Mehrheit". Als Parteivorsitzender, Fraktionsvorsitzender und Generalsekretärin werden diese Drei die neue SPD-Troika bilden.
SPD-Parteitag in Bad Godesberg: Mit einem Bekenntnis zur Demokratie und einer scharfen Absage an den Kommunismus eröffnete der SPD-Vorsitzende Erich Ollenhauer am 13. November 1959 in Bad Godesberg die dreitägige Diskussion des außerordendlichen Parteitages der SPD über ihr neues Grundsatzprogramm. Mit dem Beschluss des neuen Programms am 15.11. vollzog die SPD den Wandel von der Arbeiter- zur Volkspartei. Das Foto zeigt die SPD-Spitze von 1959 (von l. n. r.) Erich Ollenhauer, Herbert Wehner, Alfred Nau, Fritz Erler, Carlo Schmid, Erwin Schoettle und Willi Eichler.
Machtbewusste Führungsfiguren: Der damalige Kanzlerkandidat Rudolf Scharping (r.) am 14. Oktober 1994 mit Gerhard Schröder und Oskar Lafontaine.
Eisige Stimmung: Hans-Jochen Vogel, Helmut Schmidt und Willy Brandt am 19. November 1983 während der Verabschiedung des Leitantrages des SPD-Vorstandes zur Sicherheitpolitik (zur Nachrüstung gemäß Nato-Doppelbeschluss) beim SPD-Parteitag im Kölner Messezentrum. Seit der Debatte über den Beschluss wurde auch für die Öffentlichkeit deutlich, dass Brandt und Schmidt nicht mehr miteinander redeten.
Signatur im Bundesarchiv: B 145 Bild-F066926-0018
Die SPD-"Troika" von 1994: Gerhard Schröder, Rudolf Scharping und Oskar Lafontaine auf einem SPD-Plakat aus dem Wahlkampf vor der Bundestagswahl am 16. Oktober 1994. Die SPD verlor und versank in Depression; ein Jahr später stürzte Lafontaine den führungsschwachen Parteichef Scharping durch eine Kampfabstimmung auf dem Mannheimer SPD-Parteitag.
Zäsur in Mannheim: Mit eingefrorenem Lächeln gratuliert Rudolf Scharping (l.) seinem Nachfolger Oskar Lafontaine (r.) am 16. November 1995 auf dem Parteitag in Mannheim. Unmittelbar zuvor hatte Lafontaine den unglücklich agierenden Scharping in einem wohlinszenierten Coup vom SPD-Vorsitzen verdrängt. Damit sah sich Lafontaine auch als den natürlichen Kanzlerkandidaten der SPD für die Bundestagswahl 1998 - ein Anspruch, der ihm vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder allerdings geschickt streitig gemacht wurde.
Oskar Lafontaine will Kanzler werden: Saarlands ehemaliger Ministerpräsident war guter Dinge und wiegte sich in der Hoffnung, nach der Wahl 1990 Bundeskanzler zu werden. Doch Gerhard Schröder übernahm das Amt. In der Folgezeit trat Lafontaine als Kritiker des rot-grünen Regierungskreises Schröders auf.
Schumacher und Ollenhauer: Der erste Nachkriegsvorsitzende der SPD Kurt Schumacher (l.) mit Erich Ollenhauer am 20. April 1949 bei einer Parteikonferenz in Hannover.
Bundeskanzler-Kandidat: Rudolf Scharping tourt 1998 durch Deutschland und stellt sich als Kanzlerkandidat vor. Auf diesem Foto steht er in München neben ihm Fritz Schösser, DGB-Chef in Bayern.