"VSS Unity" 30 Sekunden Raketenantrieb
"VSS Unity" im Flug über der kalifornischen Mojave-Wüste: Mehr als drei Jahre nach dem schweren Unglück bei einem Testflug* des Vorgängermodells "VSS Enterprise", bei dem ein Mensch starb und ein weiterer schwer verletzt wurde, war das "SpaceShip Two" damit wieder mit eigenem Antrieb in der Luft.
Testflug: Bis zur geplanten Beförderung zahlender Passagiere auf suborbitalen Flügen ist es zwar noch immer ein weiter Weg. Doch die Wiederaufnahme des Testbetriebs mit Raketenantrieb zeigt, dass die Firma noch immer an die Technik zu glauben scheint.
Testflug: Auf dem Rückweg zur Erde kam auch der Stabilisierungmechanismus der sogenannten Federn am Heck des Flugzeugs zum Einsatz. Dessen verfrühte Auslösung hatte beim Test im Oktober 2014 zu dem fatalen Crash geführt. Es handelte sich um einen Fehler des Co-Piloten.
Im Einsatz: Befestigt am Trägerflugzeug "VMS Eve" hob die "VSS Unity" am Donnerstag in der kalifornischen Mojavewüste ab. Etwa 14 Kilometer über dem Boden wurde das Raketenflugzeug dann ausgeklinkt. Kurze Zeit später habe es die Motoren gezündet, so Virgin Galactic. Das habe insgesamt 30 Sekunden gedauert.
Vorstellung der "VSS Unity" im Februar 2016: Die Flüge mit dem "SpaceShip Two" sollen 250.000 Dollar pro Passagier kosten. Gäste an Bord sollen dafür in 100 Kilometer Höhe befördert werden. Diese Höhe gilt als die untere Grenze des Weltraums. Außerdem sollen sie auf dem Flug für einige Minuten die Schwerelosigkeit genießen können.
Spaceport America (US-Bundesstaat New Mexico, Mai 2014): Von hier aus will Virgin Galactic dann seine Passagiere befördern.