SPAM-Jahresrückblick 2013 - DER SPIEGEL
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SPAM-Jahresrückblick 2013 in Fotowitzen

Das vergangene Jahr war ein Jahr wie alle anderen - bizarr, irre, verstörend! SPAM-Fotowitzbold Uwe Becker hat die größten Momente festgehalten. Aber klicken Sie selbst.
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Das Jahr begann friedvoll: Die Kanzlerin hütete ihre Schäfchen und ersetzte dabei verloren gegangene durch neue, nicht weniger kompetente.

Foto: Uwe Becker (Foto: DPA)
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Auch bei der Herrenpartei FDP (Sie erinnern sich?) gab man sich versöhnlich.

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Von der Kanzlerin angeregt, ließ sich im Vatikan sogar der Hirte (links im Bild) durch einen neuen, mindestens ebenso kompetenten ersetzen.

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Auch in der Herrenpartei CSU ging alles seinen gerechten, seit Urzeiten vorgegebenen Gang.

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Aber sollte vielleicht doch ein Hauch von Veränderung durch die Welt ziehen?

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Der Ex-Präsidentengattinnen-Exmann jedenfalls blieb sich treu.

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Neue politische Bewegungen konnten mit bewährten Mitteln kanalisiert werden.

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In München fanden große Umwälzungen nur in Alpträumen statt...

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... während die Berliner Regierungspartei FDP (Sie erinnern sich?) mit weltpolitischen Erwägungen befasst war.

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Nach dem Erwachen fieberte man in München dann dem immer schon gefühlten Normalzustand entgegen: Bayern und sonst nichts, Paul Breitner im Ritterkostüm.

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Wo auch immer sich Mängel oder Verschleißerscheinungen auftaten (links im Bild), die Kanzlerin wusste immer Rat.

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Auch die üblichen, hierzulande unter dem Begriff "Demokratie" geläufigen Folklorevorgänge liefen wie gewohnt: Etwa durfte die traditionsreiche SPD-Partei wieder, wie alle vier Jahre, ihren heiß geliebten Regierungsübernahme-Karneval aufführen.

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Weltpolitik fand auch dann und wann statt, aber eben außerhalb von Deutschland - von daher nicht so wichtig.

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Soweit wir wissen, ist auch in Amerika alles beim Alten, Bewährten geblieben: Dieser nette Mann mit der coolen Frau ist Präsident, sein Feriencamp auf Kuba bleibt geöffnet, und der Yellowstone-Nationalpark explodiert wohl erst 2014ff.

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Auch der Zigarettenindustrie geht es weiterhin ordentlich.

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Nichts Neues auch in Europas letztem Gottesstaat: Den Mann mit der weißen Mütze kann man immer alles fragen, auch wenn es mittlerweile ein anderer ist und seine Finanzierung dubios sein sollte. Die Mütze bleibt ja dieselbe.

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Kleinere Aufreger konnten durch emsige Telefoniertätigkeit behoben werden: Die Kanzlerin schickte sogar extra einen ihrer fähigsten Mitarbeiter ins Ausland, damit er sich die Wiederwahltaste erklären ließ.

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Auf der europäischen Bühne bleibt der Respekt vor unserem schönen Land (Deutschland) weiterhin spürbar.

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Im Herbst war kurz der Mann unter der weißen Mütze wieder gefragt, und clever, wie er ist, weiß er jede Frage weiterzuleiten.

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Die von der politischen Bühne abgetretene Regierungspartei FDP (Sie erinnern sich?) regierte aus Witz noch ein bisschen weiter...

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... während andere Parteien ihre Telefonier-Kompetenz zu stärken suchten. Auf einmal schien eine Beteiligung an der "Regierung", dem zentralen "Demokratie"-Karnevalskomitee möglich!

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Letztlich blieb das dann aber doch wieder an der zweitgrößten Karnevalspartei (hier links im Bild) hängen. Ein neues Ressort "Bundes-Lottofeeministerium" wurde vorübergehend erwogen.

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Endlich unabhängig vom launischen Wählerwillen, machte die berühmte Ex-Regierungspartei FDP, Sie erinnern sich, einfach weiter Außenpolitik.

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Und unterm Strich blieb alles beim Alten: Lauter ulkige, seltsame, verstörende Persönlichkeiten wimmeln in den Niederungen von Politik und Medienpräsenz. Hurra! 2014 kann kommen.

Foto: Uwe Becker (Foto: DPA)
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?