Spanien Massive Proteste gegen Merkel
Harte Slogans gegen den geplanten Jobabbau bei Opel: Mitarbeiter des spanischen Werks in Figueruelas protestierten am Wochenende mit provokanten Plakaten in Saragosa. Sie warfen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, "industriellen Holocaust" zu begehen und ...
... warben mit Warndreiecken für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze. In Spanien ...
... sind durch die Sparpläne der neuen designierten Opel-Mutter Magna Tausende Jobs bedroht.
Opel-Astra-Montage in Bochum: Das Werk ist in Deutschland am stärksten von Magnas Sparplänen betroffen. 2024 Jobs sollen hier insgesamt wegfallen, berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf hochrangige Verhandlungskreise. Unter anderem soll das Getriebewerk geschlossen und die Produktion nach Österreich verlagert werden.
Harte Kritik am Jobabbau kommt von den deutschen Gewerkschaften: "Wir erwarten von Magna die Einhaltung der gemachten Zusagen", sagte der IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber. Dies gelte vor allem für die Zahl der Arbeitsplätze und den Erhalt der Standorte. Magna müsse jetzt seine Seriosität unter Beweis stellen.
Opel-Produktion im Werk Eisenach: Arbeitnehmervertreter warnen vor Einschnitten unter dem neuen Mehrheitseigner. "Magna ist ein harter, kantiger Arbeitgeber angelsächsischer Prägung", sagte der Frankfurter IG-Metall-Bezirksvorsitzende und Opel-Aufsichtsrat Armin Schild. "Die holen jetzt sofort die Motorsäge raus."
Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz kämpft mit harten Bandagen um den Erhalt der Arbeitsplätze.
Die Opel-Mitarbeiter an den deutschen Standorten Rüsselsheim, Eisenach, Bochum und Kaiserslautern mussten monatelang die Nerven bewahren.
Opel-Werk in Eisenach: Nach dem Verkauf von Opel verlangt der bisherige Mutterkonzern General Motors ein Vorkaufsrecht. Falls einer der neuen Partner - der Autozulieferer Magna und die russische Sberbank - wieder aussteigen wollte, müsse GM das Recht haben, das erste Angebot für die freiwerdenden Anteile abzugeben. In dem neuen achtköpfigen Vorstand von NewOpel beansprucht GM für die kommenden drei Jahre zudem die Hälfte der Sitze für sich.