Sieg gegen die Türkei Spanische Dominanz
Die Partie zwischen Spanien und der Türkei lief gerade einmal 42 Sekunden, da zog der Schiedsrichter die erste Gelbe Karte: Sergio Ramos leistete sich nach eigenem Ballverlust ein taktisches Foul - so schnell sah noch kein Spieler bei dieser EM eine Verwarnung.
Danach ging das Spiel dann tatsächlich auch richtig los, die Spanier verbuchten eine erste Halbchance durch David Silva für sich.
Noch keine zehn Minuten gespielt und schon die zweite Gelbe: Schiedsrichter Milorad Mazic verwarnte Burak Yilmaz, der im Zweikampf gegen Sergio Busquets ausgeschlagen hatte.
Gerard Piqué hatte wenig später am Fünfmeterraum erschreckend viel Platz, aber sein Kopfballaufsetzer flog über das Tor (12. Minute).
Schrecksekunde bei Spielern und Fans: Spielmacher, Strippenzieher und Publikumsliebling Andres Iniesta lag am Boden und hielt sich den Knöchel. Er konnte aber ohne ärztlichen Rat und mithilfe seiner Kollegen wieder aufstehen und weiterspielen.
Flanke, Kopfball, Tor: In der 34. Minute erzielte Alvaro Morata nach einer Flanke von Nolito die Führung.
Der Angreifer feierte seinen ersten Treffer bei dieser EM.
Die Führung war verdient, Spanien hatte das Spiel kontrolliert und sich mehrere Chancen herausgespielt.
Keine drei Minuten später wurde der Flankengeber zum Torschützen, der türkische Torwart Volkan Babacan war geschlagen.
Nolito feierte mit seinen Mannschaftskollegen den Doppelschlag.
Das hatten sich die Türken anders vorgestellt. Und es kam noch schlimmer.
Iniesta spielte zu Jordi Alba, der zu Morata und der Ball war drin (48.). Dass Alba beim Anspiel durch Iniesta im Abseits stand, dürfte den türkischen Fans kein Trost gewesen sein. Der Treffer zählte. Als erstes Team bei dieser EM hat Spanien drei Treffer in einem Spiel erzielt.
Wann genau dieser türkische Fan versucht hat, auf das Spielfeld zu kommen, ist nicht bekannt. Der Weg runter führte auf jeden Fall Arm in Arm mit den Ordnern. Die Bilder wurden von der internationalen Regie nicht im ZDF gezeigt.
Von Hakan Calhanoglu war in der ersten Hälfte bis auf einen Freistoß wenig zu sehen. Nach der Pause durfte er das Spiel von der Bank aus verfolgen. Für ihn kam Nuri Sahin in die Partie.
Spaniens Torwart David de Gea hatte nicht viel zu tun, aber guten Grund zum Jubeln. Der Nachfolger von Iker Casillas bleibt im Nationalmannschaftsdress ohne Gegentor und Spanien steht im Achtelfinale der EM.