Sparpaket Debatte, Protest, Krawall
Rund hunderttausend Demonstranten waren in Athen und Thessaloniki auf den Straßen, während die Abgeordneten im Parlament vor der Abstimmung über das mit der internationalen Troika vereinbarte Sparpaket debattierten.
In Athen kam es zu Ausschreitungen und Auseinandersetzungen mit der Polizei: Am Abend zählte man 80 Verletzte, darunter 30 Polizisten.
Mehrere Gruppen vermummter Männer zogen in die Athener Innenstadt, zündeten Geschäfte, Cafés und eine Bankfiliale an.
Mindestens 10 Gebäude gingen in Flammen auf.
Polizei musste die Feuerwehrleute schützen, die versuchten, die Brände unter Kontrolle zu bringen.
In der Innenstadt warfen Randalierer die Scheiben von Geschäften ein.
Doch die weit überwiegende Mehrzahl der Demonstranten war friedlich, wie hier in Thessaloniki.
Finanzminister Evangelos Venizelos verteidigte die Regierungsvorlage im Parlament mit der üblichen Verve.
Mitglieder der Kommunistischen Partei während der Debatte.
Der griechische Komponist Mikis Theodorakis (86) und der Linkspolitiker Manolis Glezos (89) beobachteten die Debatte im griechischen Parlament, nachdem sie zuvor an dem Protest teilgenommen hatten. Theodorakis geißelte das Sparpaket als "Verrat".
Bereitschaftspolizei im nächtlichen Athener Rauchbomben-Nebel.