Sport-Pedelec im Test Specialized Turbo S
Specialized Turbo S: Schon auf den ersten Blick hat dieses Fahrrad wenig mit dem zu tun, was man auf der Straße für gewöhnlich als E-Bike identifiziert.
Ein untrüglicher Hinweis, dass hier etwas anders sein muss als bei anderen Sporträdern, ist der robuste Doppelständer. Ein gewöhnlicher Seitenständer könnte das 23 Kilogramm schwere Gefährt kaum stabil halten.
Beinahe dezent ist der wuchtige Elektromotor direkt ins Hinterrad eingebaut.
Ein Druck auf die Starttaste zeigt per LEDs den ungefähren Ladezustand des Akkus an.
So wie der Tankdeckel beim Auto durch ein Schloss gesichert ist, lässt sich hier der teure Akku nur entfernen, wenn man den passenden Schlüssel besitzt.
Der Akku ist das mit Abstand schwerste Bauteil des Turbo S, insbesondere, wenn darauf auch noch ein robustes Schloss montiert ist.
Einer der Gründe für den hohen Preis des Specialized-Fahrrades ist der aufwendig konstruierte Rahmen, der besonders stabil sein muss und so gebaut ist, dass der große Akku komplett darin verschwindet.
Das große Ladegerät führt die beim Aufladen des Akkus entstehende Wärme über eine Reihe von Metalllamellen ab.
Der Akku lässt sich zum Aufladen aus dem Rahmen nehmen, kann wahlweise aber auch im Rad selbst betankt werden. Schlau gelöst dabei ist, dass der Deckel des Ladeanschlusses magnetisch am Rahmen gehalten wird.
Das Display samt Mini-Joystick ist die Steuerzentrale, auf der einerseits Geschwindigkeit und Akkukapazität angezeigt werden, über die man andererseits den Motormodus zwischen normalem Pedalieren, dem Strom sparenden Eco-Modus und dem Turbo-Modus umschalten kann.
Einen Dynamo hat das Turbo S logischerweise nicht. Die sehr helle Supernova-Beleuchtung zieht ihre Energie aus dem Akku.
Groß ist der Stromverbrauch der LED-Lampen nicht, trotzdem lohnt es, das Licht tagsüber abzuschalten.
Extrem elegant ist das in den Rahmen des Gepäckträgers integrierte LED-Rücklicht.
Die Kombination aus hoher Geschwindigkeit und hohem Gewicht macht besonders starke Bremsen erforderlich. Die hier verwendet Modelle kosten im Einzelverkauf mehrere hundert Euro.
Beim Testfahrrad sorgten die hydraulisch arbeitenden Bremsen für sehr kräftige Verzögerung. Leider oft von Quietschgeräuschen begleitet, die bei diesem Bremsentyp nicht ungewöhnlich sind.
Die speziell für S-Pedelecs entwickelten Drahtreifen sorgen beim Turbo S für reichlich Traktion, konnten während des Testzeitraumes aber auch einen Plattfuß nicht verhindern.
Muss sein: Für schnelle Pedelecs wie das Turbo S gilt Versicherungs- und Kennzeichenpflicht.