Spektakuläre Weihnachtsverbrechen - DER SPIEGEL
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Spektakuläre Weihnachtsverbrechen Wenn Santa Claus die Waffe zückt

Weihnachtsmänner mit Maschinenpistolen und Racheakte am Heiligabend: Weihnachten ist nicht nur das Fest der Liebe, sondern immer wieder auch Inspiration für spektakuläre Verbrechen. Manchmal enden die weihnachtlichen Gaunerstücke tragisch. Meist aber sind die Christmas Crimes vor allem eins - urkomisch.
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Weihnachtsmann mit Waffe: An Heiligabend 1927 überfällt ein Gangster im Santa-Claus-Kostüm eine Bank in Texas. Der Überfall zieht eine der größten Verbrecherjagden des US-Staates Texas nach sich und wird später sogar von A. C. Greene in dem Buch "The Santa Claus Bank Robbery" verarbeitet.

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Weihnachtliches White House: Heute hätte seine verrückte Aktion wahrscheinlich sämtliche Anti-Terror-Kommandos in Washington D.C. auf den Plan gerufen - und Marshall Fields selbst wäre wohl im Kugelhagel der Scharfschützen gestorben. Als sich der Amerikaner am 25. Dezember 1974 mit seinem Pick-Up-Truck gewaltsam Eintritt zum Gelände des Weißen Hauses verschaffte, war er vollständig in einen arabischen Kaftan gehüllt, sein Chevrolet vermeintlich mit massenweise Sprengstoff beladen. Er kam bis kurz vor die Haustür von Gerald Ford und gab die Belagerung des Weißen Hauses erst nach stundenlangen Verhandlungen mit dem Sicherheitspersonal des Präsidenten auf. Der war allerdings gar nicht da, sondern weilte über das Weihnachtsfest mit seiner Familie in Vail im US-Bundesstaat Colorado. Später stellten sich Fields Sprengstoffladungen als Attrappen heraus, sein Motiv für die Tat konnte nie ganz geklärt werden. Das einzige Opfer des Eindringlings war der noch aus dem 19. Jahrhundert stammende schmiedeeiserne Zaun um das Gelände des Weißen Hauses. Vom Geheimdienst als Sicherheitsrisiko eingestuft, wurde er kurz darauf durch eine massivere Absperrung ersetzt. Die hielt dann auch stand, als kurz vor Weihnachten 1976 der nächste Kandidat versuchte, mit seinem Truck das Gatter zu rammen und dem Präsidenten ganz persönlich seinen Wunschzettel vorzutragen.

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Tannenklau: Vorsicht geboten ist auch für Besitzer von Edeltannen. Potenzielle Weihnachtsbäume sind weder im Vorgarten noch im Wald vor Diebstahl sicher. Mancher Dieb kann gar nicht früh genug für die Festtage vorsorgen, wie ein Fall aus Chemnitz zeigt: Ende August 2008 verschwanden dort über Nacht gleich 16 Fichten aus einem Privatwald. Nicht selten nehmen die Diebe auch gleich eine geschmückte Tanne mit - so geschehen zur Weihnachtszeit 2006 bei Radeberg in Sachsen. Dort fuhren am Heiligabend dreiste Diebe vor dem Hotel Kaiserhof vor - und klauten die zu Deko-Zwecken vor dem Hotel postierte Konifere mitsamt Weihnachtsbeleuchtung.

Foto: ddp
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Mundraub?: Wem sein saftiger Weihnachtsbraten zum Fest heilig ist, der sollte das gute Stück hüten wie seinen Augapfel. Vom Deponieren der nicht selten auch kostspieligen Festtagsvorräte auf der Terrasse, im Erdgeschoss von Mehrparteienhäusern oder der Gartenlaube ist tunlichst abzuraten. Alle Jahre wieder werden der klassische Weihnachtsbraten, der gespickte Kaninchenrücken oder die in bundesdeutschen Haushalten besonders beliebte Weihnachtsgans Opfer von Gelegenheitsdieben. Davon zeugen empörte Anzeigen im ganzen Land.

Foto: ddp
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Eingeschreinert in einen englischen Thron: In diesem Krönungsthron in Westminster Abbey (London) lag der Stone of Scone fast 700 Jahre. Bis zum Weihnachtstag im Jahr 1950, als ein paar schottische Studenten das historische Schwergewicht aus seinem Exil befreiten.

Foto: AP
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Der Schicksalsstein der Schotten: Eine Militärkapelle begleitet den Stone of Scone, als dieser 1996 seine endgültige Heimreise antritt und von begeisterten Schotten in Empfang genommen wird.

Foto: AP
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Offizielle Übergabe: Der britische Prinz Andrew (r.) überreicht dem schottischen Staatssekretär Michael Forsyth am 30. November 1996 feierlich den Stone of Scone sowie eine königliche Urkunde für die sichere Verwahrung des Steins.

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Das Nationalmuseum in Stockholm: Hier raubten zwei Tage vor dem Heiligabend des Jahres 2000 maskierte Männer in James-Bond-Manier drei wertvolle Kunstwerke.

Foto: dpa
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Eine Sache von Minuten: Die Gangster machten sich nach dem Überfall auf das Stockholmer Nationalmuseum mit einem Selbstbildnis Rembrandts sowie zwei Werken des französischen Impressionisten Auguste Renoir ("Die junge Pariserin" und "Konversation") per Schnellboot aus dem Staub. Die schwedische Polizei suchte lange erfolglos nach den Männern, erst 2005 konnten sie mit Hilfe der dänischen Polizei und des FBI gefasst werden.

Foto: Lars_Epstein/ dpa
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