Spektakulärer Bilderfund - DER SPIEGEL
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Spektakulärer Bilderfund Die vergessene Starfotografin

Sie knipste auf Augenhöhe mit Helmut Newton und F.C. Gundlach - dann verschwand sie von der Bildfläche. Christa Peters zählt zu den besten deutschen Fotografen der sechziger Jahre. Trotzdem geriet sie in Vergessenheit. Dann entdeckte der Nachlassverwalter einer Textilfabrik ihren Fotoschatz. Von Insa van den Berg
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Der "Boating Look": Christa Peters fing in ihren Bildern das Lebensgefühl und die Fröhlichkeit der sechziger Jahre ein. Dafür arbeitete sie gern auch mit mehreren Models gleichzeitig, wie bei diesen Aufnahmen 1963 in Miami.

Foto: Christa Peters, "NINO-Werbearchiv" im Stadtmuseum Nordhorn
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Ein Tag am Meer: "Boating Look" nannte das Textilunternehmen NINO seine in den Sechzigern von Christa Peters in Szene gesetzte Freizeitkleidung. Sie sollte "Sonne, Wasser und einen Tag voll guter Laune" darstellen.

Foto: Christa Peters, "NINO-Werbearchiv" im Stadtmuseum Nordhorn
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Mode unter freiem Himmel: Eines von Christa Peters' Modebildern für den Textilhersteller NINO von 1963. Die erfolgreiche Fotografin war extrem zielstrebig und legte großen Wert auf Disziplin. So erzählt das damalige Topmodel Erika Schöning: "Wenn es hieß, um acht Uhr fangen wir an, dann fingen wir auch um acht Uhr an."

Foto: Christa Peters, "NINO-Werbearchiv" im Stadtmuseum Nordhorn
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Blauer Himmel, weiße Anzüge: Die von Christa Peters fotografierte NINO-Werbekampagne zum Thema "Boating-Look" erschien zwischen 1963 und 1966 in vielen großen Zeitschriften mit ganzseitigen Anzeigen. Neben Christa Peters arbeiteten Helmut Newton, F.C. Gundlach und Rico Puhlmann für den Konzern.

Foto: Christa Peters, "NINO-Werbearchiv" im Stadtmuseum Nordhorn
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Models am Strand: Auch Jahrzehnte später springt beim Betrachten von Christa Peters' Bildern noch der Funke über. Kein Wunder, dass ihre Aufnahmen in Magazinen wie "Vogue", "Stern" und im SPIEGEL erschienen.

Foto: Christa Peters, "NINO-Werbearchiv" im Stadtmuseum Nordhorn
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Sommer, Sonne, Strand: 1964 reiste Christa Peters mit einigen Models in die Karibik, um für NINO Aufnahmen von Strand- und Freizeitkleidung zu machen. Zehn Jahre zuvor begann ihre Karriere als Preisträgerin des photokina Jugendwettbewerbs.

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Mode für die Kreuzfahrt: Dieses Motiv entstand auf dem Kreuzfahrtschiff "Nieuw Amsterdam" der Holland-Amerika-Linie 1964 in der Karibik. Auch für scheinbar banale Modefotografie wählte Peters gern ungewöhnliche Perspektiven, die ihren Bildern etwas spannendes und geheimnisvolles verliehen.

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Urlaubstag in der Karibik: Während der Kreuzfahrt 1964 legte die "Nieuw Amsterdam" auch immer wieder in den Hafenstädten verschiedener Karibikinseln an. In einer davon entstand dieses Bild von zwei Models, die wie zufällig fotografiert wirken. Doch der Eindruck täuscht: Christa Peters arrangierte das Bild peinlich genau.

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"Trans Ocean": Für ihre Fotoshootings reiste Christa Peters um die Welt. Dieses Motiv entstand 1965 vor der Kulisse von New York.

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"Mondrian-Mode": Diese Aufnahmen für eine Jugendkollektion von NINO fotografierte Christa Peters 1965 in ihrem Studio in Köln. Die Anzeigen erschienen später unter anderem auch in der "Bravo".

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Eleganz in der Stadt der Liebe: 1966 fotografierte Christa Peters elegante Mäntel, Kostüme und Kleider in Paris.

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Kleckern verboten: Christa Peters Modebilder waren nicht nur einfache Fotografien von Modellen. Immer wieder hauchte sie mit ihren Szenerien Leben ein, teilweise mit ganz einfachen Stilmittel.

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Frischer Wind auf dem "Stern": Christa Peters Fotos erschienen nicht nur in diversen Modestrecken, sondern auch immer wieder auf den Titelseiten der Magazine, wie dieses 1963 in Miami gemachte Bild auf dem "Stern".

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Künstlerischer Anspruch: Nachdem sich Christa Peters in den sechziger Jahren einen Namen mit Modefotografie gemacht hatte und ihre Bilder inzwischen auch auf den Titelseiten der allermeisten deutschen Zeitschriften erschienen waren, änderte sie ihr Fachgebiet. In den Siebzigern wandte sich einer neuen Herausforderung zu. Mit ihrem Ehemann Chadwick Hall richtete sie sich in London ein eigenes Studio ein, in dem sie Popstars für Plattencover fotografierte.

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Ungewöhnlicher Blickwinkel: Nicht gestellt, sondern eher wie eine zufällige Momentaufnahme wirkt dieses Foto von Christa Peters, das sie 1964 während einer Kreuzfahrt in der Karibik aufnahm. Was im Ergebnis so lässig aussieht, war jedoch harte Arbeit, die Fotografin war extrem ehrgeizig und diszipliniert.

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Mode und Moderne: In eleganten Mänteln und Kostümen fotografierte Christa Peters ihre Models 1965 vor der Kulisse von New York und hauchte ihnen damit Großstadtflair ein. Sie hatte ein Gefühl für Farben und Formen und dafür, wie man damit Stimmungen transportiert.

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Mode Rot-Weiß: In einem Studio in Köln machte Christa Peters 1965 diese Aufnahmen für eine Werbekampagne. Mit ihren Arrangements traf sie stets das aktuelle Gefühl der Zeit.

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Paris in Farbe: Ninos schrille Farben, eingefangen von Christa Peters Kamera, transportierten das fröhliche Lebensgefühl der sechziger Jahre. Wie etwa auf diesem Bild, das 1966 in Paris entstand.

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Ein Sommer in Paris: In beschwingter Leichtigkeit setzte Christa Peters ihre Models in Szene. Ganz wichtig waren ihr starke Farben - und sei es nur ein einzelner gelber Hut in einer sonst eher pastellfarbenen Umgebung. Wie etwa auf diesem Bild aus einer Fotosession 1966 in Paris.

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Rot statt Schnee: Für dieses Bild aus einer Aufnahmeserie für Winterkleidung ging Christa Peters 1965 in ein Studio in Köln. Sommerkleidung inszenierte sie am liebsten unter freiem Himmel.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?