SPIEGEL-Edition Die Autoren
Javier Marías, 1951 in Madrid geboren, gilt als »einer der größten im Augenblick lebenden Schriftsteller der Welt ...« (Marcel Reich-Ranicki). Sein Werk wurde in 34 Sprachen übersetzt, mehrere Millionen Mal aufgelegt und mit zahlreichen Preisen prämiert.
Günter Grass, geboren 1927 in Danzig, war selbst Mitglied der Gruppe 47. Sein erster Roman »Die Blechtrommel« machte ihn 1959 weltweit bekannt. Als Höhepunkt seiner Auszeichnungen erhielt er 1999 den Nobelpreis für Literatur.
Golo Mann (1909 1994) geboren in München, zählt zu den wichtigsten Historikern des 20. Jahrhunderts. Für seine vielfältigen Arbeiten erhielt er u. a. den Büchner-Preis, den Gottfried-Keller-Preis und den Goethe- Preis der Stadt Frankfurt am Main.
Wolfgang Büscher, geboren 1951 bei Kassel, ist der derzeit renommierteste deutsche Reiseschriftsteller. Als Journalist arbeitete er u. a. für die »Süddeutsche Zeitung«, »Die Welt«, und »Geo«. Zuletzt erhielt er den Ludwig-Börne-Preis.
Leon de Winter, niederländischer Schriftsteller und Filmemacher, wurde 1954 geboren. Er »gehört in die Reihe der bedeutenden Gegenwartsautoren wie John Updike, Philip Roth oder Harry Mulisch«. Brigitte
John Updike, Jahrgang 1932, besticht durch seine »präzise, kraftvolle Prosa« und seinen »aufmerksamen, kühl distanzierten Blick« The New York Times. Der amerikanische Autor wurde u. a. zweimal mit dem Pulitzerpreis geehrt.
Nelson Mandela, 1918 geboren, wurde 1962 als ANC-Führer verhaftet und zu lebenslanger Haft verurteilt. Mandela, eine der eindrucksvollsten Persönlichkeiten unserer Tage, war von 1994 bis 1999 Präsident Südafrikas und erhielt 1993 den Friedensnobelpreis.
Marion Gräfin Dönhoff (1909 2002) war u. a. Herausgeberin der »Zeit« und eine der bedeutendsten deutschen Publizistinnen. »Niemand hat mich in meinem Leben stärker bewegt oder tiefer beeindruckt.« Henry Kissinger
Ian McEwan, geboren 1948, gehört seit seinem ersten bereits preisgekrönten Buch zu den besten Autoren Großbritanniens. Es folgten zahlreiche weitere literarische Auszeichnungen, darunter 1998 der Booker Prize und 2003 der Deutsche Bücherpreis.
Thomas Brussig, 1965 in Ostberlin geborener Dramaturg und Drehbuchautor, etablierte sich mit seinem Blick auf die Wende als Schriftsteller. Auch am Theater und als Film wurde sein Buch ein großer Erfolg. 1999 erhielt er den Drehbuchpreis der Bundesregierung.
Samuel P. Huntington, 1927 geboren, ist Professor für Politikwissenschaft und Mitbegründer der Zeitschrift »Foreign Affairs«. Er leitet das John-M.-Olin-Institut für Strategische Studien in Harvard und arbeitet als Berater des US-Außenministeriums.
Oliver Sacks, 1933 in London geboren, ist Professor für Klinische Neurologie in New York. Seine ungewöhnlichen Fallgeschichten gehen weit über den medizinischen Aspekt hinaus und geben bis heute Anstöße für Film, Kunst und Literatur.
Saul Bellow (19152005) wurde u. a. mit dem Pulitzerpreis und 1976 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. »Herzog« begründete seinen Weltruhm. Philip Roth würdigte ihn als »das Rückgrat der amerikanischen Literatur des 20. Jahrhunderts«.
J. M. Coetzee gehört zu den meistgerühmten Autoren der Gegenwart. Zu seinen zahlreichen internationalen Ehrungen zählt gleich zweifach der Booker Prize und 2003 der Nobelpreis für Literatur. 1940 in Kapstadt geboren, lebt J. M. Coetzee heute in Australien.
Willy Brandt (19131992) war einer der bedeutendsten Kanzler der Bundesrepublik und als Staatsmann international geachtet. Mit 16 Jahren begann sein politisches Engagement, nach der Rückkehr aus dem Exil seine außergewöhnliche politische Karriere.
Stephen Hawking, 1946 geboren, ist Professor im Fachbereich Angewandte Mathematik und Theoretische Physik in Cambridge. Für seine Beiträge zur modernen Kosmologie hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
Philip Roth, 1933 in Newark geboren, wurde mit allen bedeutenden amerikanischen Literaturpreisen ausgezeichnet. »Philip Roth ist schlicht und einfach der größte Romancier, der heute in englischer Sprache schreibt.« FAZ
Max Frisch (19111991) ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Der Schweizer wurde vielfach geehrt, u. a. mit dem Georg-Büchner- Preis, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem Heinrich-Heine-Preis.
Sebastian Junger, 1962 geboren, berichtet als Autor, Kriegsberichterstatter und Journalist von Naturkatastrophen und politischen Brennpunkten, u. a. aus dem Kosovo, aus Sierra Leone und Afghanistan. »Der Sturm« wurde von Wolfgang Petersen erfolgreich verfilmt.
Sigrid Damm, 1940 in Gotha geboren, machte sich einen Namen als Herausgeberin und Biografin literarischer Personen der Weimarer Klassik. Ihre Arbeiten wurden u. a. mit dem Mörike-Preis, dem Theodor-Fontane-Preis und dem Thüringer Literaturpreis gewürdigt.
Isabel Allende ist eine der großen Autorinnen Lateinamerikas. 1942 geboren, arbeitete sie lange Zeit als Journalistin in Chile. Nach Pinochets Militärputsch ging sie ins Exil und lebt heute in Kalifornien. Ihre Bücher wurden in 27 Sprachen übersetzt.
Martin Walser, 1927 am Bodensee geboren, zählt zu den zentralen Schriftstellern deutscher Nachkriegsliteratur. Sein umfangreiches Werk wurde vielfach ausgezeichnet und seit seiner Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels kontrovers diskutiert.
Hans Magnus Enzensberger, Jahrgang 1929, Essayist, Lyriker, Übersetzer, Autor und Herausgeber, ist seit Mitte der fünfziger Jahre einer der führenden Intellektuellen der Bundesrepublik. Er erhielt u. a. den Heinrich-Böll-Preis und den Heinrich-Heine-Preis.
Christoph Ransmayr, geboren 1954, begründete mit diesem Roman sein internationales Renomee. Seine Bücher wurden bislang in 30 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen, u. a. dem Bertolt-Brecht- Literaturpreis, gefeiert.
Martin Doerry, 1955 geboren, ein Enkel Lilli Jahns, arbeitet seit 1987 als Journalist für den SPIEGEL. Seit 1998 ist er stellvertretender Chefredakteur. Sein Buch fand weltweite Aufmerksamkeit und wurde inzwischen in 18 Sprachen übersetzt.
Erich Fromm, Psychoanalytiker und Sozialphilosoph, 1900 in Frankfurt am Main geboren, gehörte von 1930 bis 1939 neben Marcuse, Benjamin u. a. zur Frankfurter Schule. Ab 1933 lehrte er im Exil in den USA, ab 1950 in Mexiko. Er starb 1980 in der Schweiz.
Michail Bulgakow (18911940) gilt als einer der großen Satiriker der russischen Literatur. Unter Stalin in Ungnade gefallen, konnten nur vereinzelte Werke zu seinen Lebzeiten erscheinen. Erst in den sechziger Jahren kam Michail Bulgakow zu Weltruhm.
Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, zählt zu den weltweit berühmtesten Schriftstellern. Er erhielt zahlreiche internationale literarische Auszeichnungen, u. a. den Booker Prize.
Joachim Fest ist einer der angesehensten zeitgeschichtlichen Autoren Deutschlands. Der Journalist, 1926 in Berlin geboren, arbeitete u. a. für den RIAS und den NDR. Von 1973 bis 1993 war er Herausgeber der FAZ. Heute ist Joachim Fest freier Publizist.
Michel Houellebecq, geboren 1958 auf Réunion, erregte mit seinen Büchern stets großes internationales Aufsehen. Er ist Preisträger, u. a. des Grand Prix des Lettres, des Prix Novembre und des Prix des Flores.
Heinrich Böll (19171985) veröffentlichte seit 1947 Erzählungen, Romane, Hörund Fernsehspiele, Theaterstücke und Übersetzungen. Er war Präsident des deutschen und internationalen PEN-Clubs. 1972 erhielt Heinrich Böll den Literaturnobelpreis.
Jörg Friedrich, Jahrgang 1944, hat in Standardwerken der Zeitgeschichtsschreibung die Staats- und Kriegsverbrechen des Nationalsozialismus erforscht. Neben seinen Buchpublikationen arbeitet er als freier Publizist, u. a. für Hörfunk und Fernsehen.
Bill Bryson ist einer der erfolgreichsten Sach- und Reisebuchautoren der Gegenwart. 1951 in Iowa geboren, arbeitete er fast 20 Jahre als Journalist in England, u. a. für die »Times« und den »Independent«. Er ist heute Kanzler der Universität Durham.
Zeruya Shalev, 1959 im Kibbuz Kinneret geboren, arbeitet als Schriftstellerin und Lektorin in Jerusalem. »Liebesleben« wurde ein internationaler Bestseller und mehrfach ausgezeichnet, darunter 2001 mit der Corine Internationaler Buchpreis.
Peter Handke, 1942 in Kärnten geboren, hat mit seinem Werk und Wirken wiederholt öffentliche Kontroversen ausgelöst und gehört zu den prominentesten deutschsprachigen Intellektuellen. Peter Handke lebt heute in Paris.
Rüdiger Safranski, 1945 geboren, Philosoph und Schriftsteller, wurde bekannt durch seine Biografien über Heidegger und Schopenhauer, die in zehn Sprachen übersetzt wurden. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des PEN-Clubs.
Marcel Reich-Ranicki hat die deutsche Sicht auf Literatur so stark beeinflusst wie kaum ein anderer, u. a. als Leiter des Feuilletons der FAZ (19731988), als Gastgeber des »Literarischen Quartetts« (19882001) sowie als Buchautor und streitbarer Journalist