SPIEGEL ONLINES Markenwelt Teil 1
ABN Amro: Die Geschichte der niederländischen Bank geht zurück auf König Willem I. Er bestimmte per königlichem Erlass die Gründung der Niederländischen Handelsgesellschaft NHM. Diese fusionierte 1964 mit der Twentsche Bank, geboren wurde die Algemene Bank Nederland ABN. Zwei Jahre später taten sich die Geldverwalter der Amsterdamsche Bank und der Rotterdamsche Bank zur Amro Bank zusammen. Im Jahre 1991 schließlich fusionierten ABN und Amro.
Accenture: Die Betonung liegt auf der Zukunft - so die Bestandteile des Firmennamens, accent und future. Erfinder des Namens war ein schwedischer Angestellter der Firma, der die Vorgesetzten mit seiner Idee mehr überzeugte als teuer bezahlte Agenturen.
Adecco: Im Jahre 1996 taten sich die schweizerische Adia und die französische Ecco zur mittlerweile weltgrößten Zeitarbeitsfirma zusammen. Einer der Großaktionäre ist der Bremer Klaus Jacobs, Erbe der Kaffeeröster-Dynastie.
Adidas: Mit der "Gebrüder Dassler Schuhfabrik" beginnt die Geschichte des größten deutschen Sportartikelherstellers. 1927 pachtete Adi Dassler zusammen mit seinem Bruder Rudolf das erste Produktionsgebäude, 25 Menschen produzierten dort 100 Schuhe am Tag. Lange hielt die Brüderliebe nicht, 1948 trennten sich die beiden Dasslers. Rudolf gründete Puma, Bruder Adi konterte mit Adidas.
Adobe: John Warnock und Chuck Geschke saßen im Jahr 1982 im kalifornischen Mountain View zusammen und überlegten, wie es weitergehen könnte. Sie hatten gerade ihren Job bei einem Kopierhersteller aufgegeben. Wahrscheinlich saßen sie dabei am Ufer des Adobe Creek, der an ihren Grundstücken vorbei fließt. Warnock hatte die Idee, eine Software zu entwickeln, die Papier irgendwann überflüssig machen sollte. Zwar ist das Vision geblieben, doch Adobes Dateiformat PDF und der dazu gehörige Acrobat Reader haben sich weltweit durchgesetzt.
Amstrad: Der Name der Firma geht zurück auf ihren Gründer: Alan Michael Sugar wollte 1968 einen Elektrohandel eröffnen, also "traden". Aus seinen Initialen und dem Wort "traden" entstand Amstrad, dass der inzwischen zum Sir geadelte Engländer 1980 an die Londoner Börse brachte.
Apple: Steve Jobs saß Ende der Siebziger Jahre in seiner Garage und bastelte an Computern. Da ihm kein besserer Name einfiel, benannte er seine Firma einfach nach seinen Lieblingsfrüchten Äpfeln. Doch es gibt noch eine andere Version, wie Jobs auf den Namen kam: Seine Lieblingsband waren die Beatles und deren Produktionsfirma hieß Apple Records.
Asics: Der Japaner Kihachiro Onitsuka gründete 1949 in Kobe eine Firma für Sportschuhe. Er wollte der Jugend durch Sport und natürlich mit seinen Schuhen neue Perspektiven aufzeigen. Jetzt brauchte er nach der Fusion mit zwei anderen Sportfirmen 1977 nur noch ein Wort, um seine Vision zu verbreiten. Dazu passte das lateinische Sprichwort "Anima Sana In Corpore Sano".
Aston Martin: Gründer Lionel Martin hatte den Traum, mit dem Bau von Luxusautos sein Geld zu verdienen. Mehrmals hatte der begeisterte Rennfahrer die Wettfahrt von Aston Clinton gewonnen und gründete 1913 zusammen Robert Bamford Aston Martin. Weltberühmt wurden die Autos, als Sean Connery 1964 im 007-Film "Goldfinger" das Modell DB 5 fuhr.
Atari: Das Wort "Atari" ist japanisch und bedeutet so viel wie "Volltreffer". Von den Global Playern der Softwareindustrie war Atari zwischenzeitlich verdrängt worden. Mittlerweile hat jedoch der Softwarekonzern InfoGrames in Atari umbenannt.
Audi: August Horch gründete 1899 in Köln die Firma A. Horch & Cie. 1909 kam es zum Streit zwischen August Horch und dem Aufsichtsrat seiner Firma, die mittlerweile nach Zwickau umgezogen war. Horch verließ das Unternehmen und gründete in derselben Stadt ein zweites Unternehmen, die Horch Automobil-Werke GmbH. Gegen den Namen klagte seine alte Firma und bekam Recht. Da übersetzte Horch seinen Namen ins Lateinische. Die Vier Ringe stehen für die 1932 vollzogene Firmenhochzeit der Hersteller Audi, DKW, Horch und Wanderer.