SPIEGEL ONLINES Markenwelt Teil 3
Ikea: Ingvar Kamprad aus dem schwedischen Elmtaryd, einem Ort in der Nähe von Agunnaryd, gründete den Möbel-Discounter im Alter von 17. Heute ist er einer der reichsten Männer der Welt mit einem geschätzten Vermögen von rund 43 Milliarden Dollar.
Intel: Der Chiphersteller wurde 1968 von den Ingenieuren Bob Noyce und Gordon Moore gegründet. Da der geplante Name Integrated Electronics schon vergeben war, wählten die beiden die Kurzform.
Kinko's: Der Gründer der amerikanischen US-Kopierladen-Kette, Paul Orfalea, hatte als Student den Spitznamen Kinko. Noch als Student eröffnete er den ersten Copy-Shop, sein Unternehmen gehört inzwischen zum FedEx-Konzern.
Kodak: Der Lieblingsbuchstabe des Firmengründers George Eastman war das K. Er probierte eine Menge möglicher Wortschöpfungen aus, die alle mit "K" anfingen und aufhörten. Das Wort sollte in jeder Sprache einfach auszusprechen sein. Mit der ersten Kodak-Kamera konnten die Käufer 100 Aufnahmen machen, dann schickten sie sie zu Eastman zurück und erhielten mit den Bildern die Kamera mit einem frischen Film zurück.
Kyocera: Ein damals 27-jährige Ingenieur gründete das Unternehmen in Kyoto zur Herstellung keramischer Wirkstoffe (englisch: Ceramics). Heute hat die Firma weltweit fast 60.000 Mitarbeiter.
Lego: Der Name ist eine Kombination aus den dänischen Wörtern "leg godt", was übersetzt "spiel gut" bedeutet.
Lonsdale: Lord Lonsdale organisierte ab 1909 Boxkämpfe in England. Er spendete den nach ihm benannten Gürtel. Jeder Boxer, der seinen Titel drei Mal verteidigte, durfte ihn um die Hüfte binden. Schuhe, Boxhandschuhe und Hosen von Lonsdale wurden unter anderem von Muhammad Ali, Lennox Lewis und Mike Tyson getragen.
Lotus: Der Brite Colin Chapman war begeisterter Rennfahrer und baute sich 1930 seinen eigenen Flitzer. Er war sich sicher, dass sein Wagen dieselben euphorischen Reaktionen auslösen würde wie die gleichnamige Blume.
Lycos: Lycosidae ist die lateinische Bezeichnung für Wolfsspinne. Der Internetdienst Lycos ist sowohl Suchmaschine als auch Katalog. Zumindest bei Lycos Deutschland ist von einer Wolfsspinne heute nichts zu sehen, Markenzeichen ist mittlerweile ein schwarzer Labrador.
Mattel: Harold Matson und Elliot Handler gründeten die Firma in ihrer Garagenwerkstatt. Zuerst stellten sie Bilderrahmen her. Handler trennte sich nach wenigen Jahren von seinem Partner und begann, Spielzeug herzustellen. Die erste "Barbie" kam 1959 auf den Markt, "Ken" zwei Jahre später. Namenspaten waren die beiden Kinder der Handlers, Barbara und Ken.
McDonald's: Die beiden Brüder Dick und Mac McDonald eröffneten im kalifornischen San Bernardino einen Hamburgerladen. Der Durchbruch kam allerdings erst, als sich der Handelsvertreter Ray Kroc der Expansion der Fastfood-Kette ab 1954 annahm. Heute gibt es Filialen in 119 Ländern.
Mercedes: Der in Leipzig geborene Kaufmann Emil Jellinek bestellte ab 1897 von Nizza aus regelmäßig Daimler-Wagen, um sie von dort aus zu vertreiben. Im April 1900 beschlossen Jellinek und Daimler, schnellere Motoren zu entwickeln, da Jellinek die Höchstgeschwindigkeit von 24 km/h nicht ausreichte. Jellinek wählte für den Motor den Namen seiner Tochter: Mercedes.
Mitsubishi: Der Name bezieht sich auf das Wappen der Firma, den dreiteiligen Diamanten. "Mitsu" bedeutet drei, "Hishi" steht für die in Japan verbreitete Wasserkastanie. Dieses Wort wurde im Japanischen lange Zeit benutzt, um die Form eines Diamanten zu beschreiben. Da Japaner das "h" in der Mitte eines Wortes oft wie ein "b" aussprechen, wählte Firmengründer Yataro Iwasaki den Namen Mitsubishi.
Motorola: Die beiden Brüder Paul und Joseph Galvin bauten 1930 das erste Autoradio der Welt und tauften es "Motor-ola". Damit wollte Paul Galvin seine Vision von "Musik in Bewegung" zum Ausdruck bringen. Daher kombinierte er die Synonyme für Bewegung - "Motor" - und Sound - "ola".
Mozilla: Als Netscape seinen Internetbrowser entwickelte, bekam er zunächst den Namen Mozilla, zusammengesetzt aus "Godzilla" und "Mosaic killer". Denn die neue Anwendung sollte den sperrigen Mosaik-Browser ablösen. Später wechselte Netscape zum Begriff "Navigator". Als dieser vom Microsoft-Konkurrenten "Internet Explorer" fast vollständig verdrängt wurde, griff die Software-Schmiede wieder auf die Bezeichnung Mozilla zurück.