SPIEGEL ONLINES Markenwelt Teil 5
Saab: Die Svenska Aeroplan Aktiebolaget (Schwedische Flugzeug Aktiengesellschaft) wurde 1937 gegründet. In den ersten Jahren stellte die Firma Militärflugzeuge her. Erst nach Ende des Zweiten Weltkrieges entschlossen sich die Schweden, Autos zu produzieren.
Samsung: Der Name des koreanischen Elektronikkonzerns bedeutet übersetzt "Drei Sterne". 1969 nahm der Konzern die Geschäftstätigkeit auf, ein Jahr später kam der erste schwarz-weiß Fernseher auf den Markt. Heute ist das Unternehmen drittgrößter Handy-Produzent der Welt.
SAP: 1972 gründeten fünf ehemalige IBM-Mitarbeiter eine Firma für Systeme, Anwendungen und Produkte in der Datenverarbeitung. Am Ende des ersten Geschäftsjahres beschäftigte SAP in Weinheim neun Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 620.000 Mark. Heute ist das Unternehmen drittgrößter unabhängiger Softwarelieferant der Welt mit einem Umsatz von 7 Milliarden Euro.
Seat: 1953 lief in Barcelona das erste Auto der Sociedad Española de Automóviles de Turismo (Spanische Gesellschaft für Verkehrsfahrzeuge) vom Band. 925 Mitarbeiter produzierten damals täglich fünf Fahrzeuge. Heute gehört Seat zum Volkswagen-Konzern.
Sega: Martin Bromely, Irving Bromberg und James Humpert hatten auf Hawaii bereits 1940 "Standard Games" gegründet. 1951 zog die Firma nach Tokio um und nannte sich von da an "Service Games of Japan".
Slashdot: Der Informatikstudent Rob Malda nahm die Website http://slashdot.org 1997 in seiner Wohnung in Betrieb. Mit dem Namen "Slashdot" wollte Malda den Humor der Nutzer strapazieren, denn auf Englisch ausgesprochen lautet die Adresse: slash slash slashdot dot org. Die Website ist eine Mischung aus Nachrichtenticker, Linksammlung und Diskussionsforum für Computerexperten.
Smart: Ab 1998 betrat Mercedes-Benz automobiles Neuland. Die Stuttgarter produzierten das Kleinauto gemeinsam mit dem schweizerischen Technologiekonzern SMH, der unter anderem durch Swatch-Uhren bekannt wurde. Im Namen "smart" stecken demnach Swatch, Mercedes und Art für Kunst.
Sony: Die Firma existiert bereits seit 1947. Damals hieß sie noch Tokyo Telecommunications Engineering Corporation. 1958 änderte die Unternehmensleitung den Namen zu Sony. Das setzt sich zusammen aus "sonus" (lateinisch für Klang, Schall) und "sonny" (kleiner Sohn). Damit wollten die Japaner ihre Energie und Jugend unterstreichen.
Sprint: Die Telekommunikationsfirma ging aus der Southern Pacific Railroad Internal Communications hervor. Sprint nutzte die Infrastruktur der Bahn, um Glasfaserkabel quer durch die Vereinigten Staaten zu legen. Heute hat der Konzern 26 Millionen Kunden auf der ganzen Welt.
Starbucks: Der Name der Kaffeehaus-Kette ist eine Hommage an Herman Melvilles Roman "Moby Dick". Dort heißt eine Figur "Starbuck". Die erste Filiale öffnete 1971 in Seattle, heute gibt es über 7000 weltweit.
Subaru: Das Wort "Subaru" steht im Japanischen für "vereinigen". Es bezeichnet auch eine Anhäufung von sechs Sternen. Die griechische Mythologie besagt, dass die Töchter des Atlas sich in diese Sternengruppe verwandelten. Als sich im Jahr 1953 fünf japanische Konzerne zu "Fuji Heavy Industries" zusammenschlossen, wählten sie für die Autosparte den Namen Subaru und als Emblem das Sternenbanner.
Sun: Die Firmengründer entwarfen ihre erste Software unter dem Namen "Stanford University Network", weil sie hofften, ihr Produkt an die Universität verkaufen zu können. Die Uni lehnte dankend ab, die Gründer behielten den Namen für ihr Unternehmen und gingen später an die Börse.
Tesa: Der Name geht zurück auf die Sekretärin Elsa Tesmer, die bis 1908 bei Beiersdorf tätig war. Tesa war zunächst der erfolglose Markenname für eine Zahnpastatube und danach für eine neuartige Umhüllung von Würsten. Der Durchbruch kam erst, als Tesa ab 1936 den berühmten Klebestreifen bezeichnete.
Tesco: Gründer Jack Cohen verkaufte seit 1919 Waren in London. Sein Teehändler hieß T.E. Stockwell. Der Name Tesco tauchte erstmals 1929 an seinem Geschäft auf. Heute ist der Konzern eine der größten Lebensmittelketten der Welt.
THX: Der Name steht für "Tomlinson Holman's Experiment'. Holman war Mitarbeiter von LucasFilm, der Produktionsfirma von George Lucas. Der wollte etwas gegen den schlechten Klang in Kinosälen unternehmen und beauftragte Holman damit, einen neuen Klang-Standard zu definieren. 1983 gründete Lucas dann die Firma THX.
Umbro: Harold und Wallace Humphrey, die "Humphrey brothers", gründeten die Firma 1924. Daher wählten sie auch den doppelten Diamant als Emblem. Heute ist die Sportbekleidungsfirma Ausrüster mehrerer Nationalmannschaften, darunter England und Schweden.
Volvo: Volvo bedeutet "Ich rolle" auf Lateinisch. Im April 1927 fuhr Hilmer Johansson den ersten Volvo durch die Fabrikhallen. Heute fabriziert das schwedische Unternehmen auch Lastwagen, Schiffe und Luftfahrttechnik. Die PKW-Sparte gehört mittlerweile zu Ford.
Xerox: Chestor Carlson war der Erfinder der "Xerographie", eines revolutionären Trockenkopier-Verfahrens. 1948 ließ sich die Firma das Wort "Xerox" patentieren. Das Technologie-Unternehmen hat heute 61000 Mitarbeiter.
Yahoo: Der Begriff ist eine Abkürzung für "Yet Another Hierarchical Officious Oracle": Noch ein aufdringliches, hierarchisches Orakel. "Yahoos" kommen auch in Jonathan Swifts "Gullliver's Reisen" vor. Sie sind grobe, freche Fabelwesen. Diese Figur gefiel den beiden Yahoo-Gründern David Filo und Jerry Yang und daher wählten sie diesen Namen.
Zimbo: Max Zimmermann aus Bochum begann 1953 damit, Lebensmittelgeschäfte mit Milch und Suppen zu beliefern. Wenig später nahm er auch Fleisch ins Sortiment. Heute leitet Zimmermanns Sohn die Unternehmensgruppe, die rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt und europaweit mehr als 27.000 Kunden hat.