Spieleklassiker Tetris - DER SPIEGEL
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Spieleklassiker Tetris Russlands bester Blockbuster

Die Welt staunte Bauklötze! Mitte der Achtziger erfand ein russischer Wissenschaftler das Videospiel "Tetris". Um die Lizenz für den Geniestreich im Software-Format entbrannte ein wahrer Wirtschaftsthriller zwischen Ost und West. Am Ende hatte nur einer keinen Cent verdient - der Erfinder selbst.
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Alexej Paschitnow: Der Erfinder von "Tetris" wurde erst spät am Erfolg seines Spiels finanziell beteiligt. Obwohl sich "Tetris" millionenfach verkaufte, gingen alle Erlöse an den russischen Staat. Erst 1996, nach dem Ablauf der ursprünglichen Lizenzverträge, sah auch Paschitnow Geld für sein Spiel - zu diesem Zeitpunkt betrugen die Gewinne jedoch nur noch einen Bruchteil dessen, was zuvor mit dem Game erwirtschaftet worden war.

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Vielseitig einsetzbar: Seit langem schon sind "Tetris" fester Bestandteil der Popkultur. Hier haben Fans die typischen "Tetris"-Quader als Verkleidung gewählt, um ihre Basketballmannschaft anzufeuern.

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Alexej Paschitnow: In seiner Freizeit hatte der junge russische Entwickler Alexej Paschitnow im Frühjahr 1985 ein populäres russisches Puzzlespiel auf den Computer übertragen. Monate später erlag die ganze Welt der Faszination von "Tetris".

Foto: AP
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"Tetris Evolution": Bis heute ist "Tetris" in zig Versionen und Fassungen für hunderte von Geräten erschienen. Ob PC, Konsole, Handy oder iPod - kaum ein Gadget ist vor dem Puzzleklassiker sicher. Das Spielprinzip ist dabei immer dasselbe - wie das erst 2007 erschienene "Tetris Evolution" beweist.

Foto: AP
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Robert Maxwell: Der britische Medienmogul hatte in den achtziger Jahren die "Tetris"-Lizenz erworben - allerdings nur für die Computerversion des Spiels. In den Verhandlungen um die Berechtigung zur Produktion einer Konsolenversion jedoch zog Maxwell den Kürzeren. Die Lizenz ging an Nintendo, deren Gameboy-Version des russischen Puzzlespiels zum Millionen-Seller wurde.

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Kevin Maxwell: Der Sohn des britischen Medienmoguls Robert Maxwell hatte versucht, nach der Lizenz für die Computerversion von Tetris auch die Lizenz für eine Konsolenversion zu ergattern. Dafür war er eigens nach Moskau gereist, konnte die Verhandlungen mit der Elorg, der Russischen Lizenzvergabestelle für Software, aber nicht für sich entscheiden.

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"Tetris" auf dem Gameboy: Die Regeln des Spiels sind denkbar einfach - unterschiedlich geformte Klötzchen müssen so gestapelt werden, dass durchgehende, waagerechte Linien entstehen. "Es ist die Darstellung der Fehler und nicht des Geleisteten, die den Spieler immer weiter anspornt", verrät Erfinder Alexej Paschitnow seine These für den unfassbaren Erfolg des Games.

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Stein auf Stein: Das zu seiner eigenen Bespaßung 1985 von dem russischen Wissenschaftler Alexej Paschitnow entwickelte Computerspiel "Tetris" verbreitete sich Mitte der Achtziger wie ein Virus in der Akademie der Wissenschaften in Moskau. Statt sich dem Fortkommen der Luft- und Raumfahrt zu widmen, puzzelte die Forscherelite lieber - das Computercenter der Akademie war komplett lahmgelegt.

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Russische Türme in Japan: Startbildschirm von "Tetris" in der Version für das Nintendo Super Entertainment System - darauf eroberte das russische Puzzle-Spiel Kinderzimmer auf der ganzen Welt.

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Suchtpotenzial für unterwegs: Der japanische Spielkonsolenhersteller Nintendo brachte 1989 den Gameboy heraus. Einen großen Anteil am Erfolg der tragbaren Minikonsole hatte auch "Tetris" - das simple wie geniale Spiel war wie gemacht für den Game Boy.

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Bunte Bauklötze: Gerade weil das Spiel so einfach ist, weckt es den Spieltrieb in Jedem - auch nach mehr als zwanzig Jahren ist die "Tetris"-Magie ungebrochen.

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?