Spielen mit Tierkindern Spielen mit Tierkindern:
Zwergschimpanse ("Sambo" im Zoo Frankfurt/M., April 2012): Normalerweise klammert sich der Bonobonachwuchs nach der Geburt im Fell der Mutter fest, später reiten die jungen Affen auf deren Rücken - und zwar bis sie etwa vier Jahre alt sind. Doch dieses Jungtier musste von den Mitarbeitern des Zoos mit der Flasche aufgezogen werden.
Schneeeule (im Zoo Hannover, Juli 2011): Um Küken wie dieses in freier Wildbahn aufzupäppeln, müssen Euleneltern größere Mengen an Nahrung organisieren. Schließlich wog es bei der Geburt 46 Gramm. Die Hauptnahrungsquelle von Schneeeulen sind Lemminge. Das bedeutet, dass der Bestand der Raubvögel sehr stark von der Verfügbarkeit der Beute abhängt.
Schlanklori (im Zoo London, Juli 2011): Normalerweise ernähren sich die nachtaktiven Baumbewohner von Insekten, dann und wann stehen aber auch kleine Wirbeltiere oder Pflanzen auf dem Speisezettel. Die Loris gelten in einem Teil ihres asiatischen Lebensraums als gefährdet. Kein Wunder, dass die Tiere so verschreckt dreinblicken, möchte man sagen.
Hainanreiher (im Zoo der chinesischen Stadt Nanning, Mai 2009): Die Vogelart gilt laut Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdet. Die Art kommt nur im Südosten Chinas und in Vietnam vor. Über die Lebensweise des nachtaktiven Tieres wissen Forscher nur wenig. Sie gehen aber davon aus, dass sich der Hainanreiher von Fischen und Garnelen ernährt.
Erdmännchen ("Nairobi" und "Sansibar" im Zoo Sydney, Februar 2009): Die kleinen Säuger sind ausgesprochen gesellige Tiere. Die Jungtiere werden von der Mutter zwei Monate nach der Geburt gesäugt. Dann ernähren sie sich vor allem von Insekten. Erdmännchendamen können drei Mal im Jahr Jungtiere zur Welt bringen. Diese beiden Exemplare konnten sich also schnell über Geschwister freuen.
Palmkakadu (im Zoo Prag, Dezember 2013): Normalerweise werden junge Kakadus drei bis vier Monate lang von ihren Eltern mit Futter versorgt. Die Tiere fressen Früchte und Samen, gelegentlich auch mal Insekten und Larven. Männchen und Weibchen brüten gemeinsam ein einziges Ei aus. Das dauert normalerweise 33 Tage lang - eine der längsten Brutdauern unter Papageien. Bei den Jungtieren gehen die Augen erst mehr als zwei Wochen nach dem Schlüpfen auf. Dieses Tier ist also älter. Und das mit dem "Bad Hair Day" ist ihm sicher selbst schon aufgefallen.
Ameisenbär ("Adolpho" im Zoo Berlin, Juli 2008): Nur ein einzelnes Jungtier bringen Ameisenbärweibchen zur Welt. In den ersten Monaten nach der Geburt ist der Nachwuchs auf dem Rücken der Mutter unterwegs. Sie bringt ihm später auch bei, sich von Ameisen und Termiten zu ernähren. Wie man das eben so macht, als echter Ameisenbär.
Kronensifaka (im Zoo der französischen Stadt Besancon, Januar 2009): Die Primatenart gilt durch Abholzung in ihrer Heimat Madagaskar als stark gefährdet. Auch in Zoos leben nur gut ein Dutzend Exemplare - weltweit. So verwundert es nicht, dass große Anstrengungen zur Zucht der tagaktiven Kletterer unternommen werden. Das Bild zeigt "Tahina", was auf Madegassisch so viel heißt wie "muss geschützt werden". Und sei es, durch ein verschreckt drein blickendes Plüschtier als Sozialpartner.
Asiatischer Elefant (im Tierpark Berlin, Mai 2012): Nicht weniger als 22 Monate lang ist die Tragzeit, bis eine Elefantendame ein einziges Jungtier auf die Welt bringt. Das wiegt dann um die 100 Kilogramm - und wird notfalls auch von anderen weiblichen Mitgliedern seiner Herde gesäugt. Nach einem halben Jahr sucht es schon selbst Nahrung, zunächst aber nur als "Beikost". Erst mit 15 bis 17 Jahren gelten die Tiere als ausgewachsen.
Brüllaffe (im Zoo der ungarischen Stadt Szeged, August 2013): Die Jungtiere dieser Primatenart kommen nach einer sechsmonatigen Tragzeit auf die Welt. Nach der Geburt klammern sie sich zuerst an den Bauch ihrer Mutter, später erkunden sie von deren Rücken aus die Welt. Dieses Jungtier musste allerdings mit der Flasche aufgezogen werden.
Schwarzer Panther (im Tierpark Berlin, Juni 2009): Junge Leoparden wie dieser kommen normalerweise mit ein bis drei Geschwistern auf die Welt. Jedes der Jungtiere wiegt dabei ungefähr ein halbes Kilogramm. Schon im Alter von zwei bis drei Monaten fressen die Tiere Fleisch. Nach einem bis anderthalb Jahren müssen sie sich selbst um Nachschub kümmern.
Panda (in der Aufzuchtstation der chinesischen Stadt Chengdu, Juli 2008): Pandas gelten - zumindest in der Gefangenschaft - als einigermaßen fortpflanzungsfaul. Klappt es doch, kommen meist ein bis drei Jungtiere auf die Welt. Normalerweise wird aber nur eines davon von der Mutter versorgt. Die Jungtiere sind gerade einmal 90 bis 130 Gramm schwer. Etwa 40 bis 60 Tage nach der Geburt öffnen sie die Augen, mit fünf bis sechs Monaten beginnen sie dann, feste Nahrung - vor allem Bambus - zu sich zu nehmen. Aber für dieses Tier ist das alles noch so lange hin!