Spielfilmverderber Luke, ich bin dein ...
Killerfilm: David Mills (Brad Pitt) und William Somerset (Morgan Freeman) sind einem grausamen Killer auf der Spur, der seine Opfer nach dem Muster der sieben Todsünden grausam hinrichtet.
Wer seinen Freunden den Spaß an David Finchers "Sieben" so richtig verderben möchte,
Vorsicht: In dieser Bildergalerie stellt einestages die Filme mit den spannendsten Wendungen und überraschendsten Enden der Kinogeschichte vor - und verrät, wie sie ausgehen. Sie können sich natürlich aussuchen, ob Sie den Schluss eines Films erfahren wollen oder nicht.
Das geht so: Während das erste Bild zu einem Film immer nur Unverfängliches zu Handlung und Hintergründen verrät, kommt in Bild zwei der Spoiler. Wenn Sie also Filme wie "Jacob's Ladder", "12 Monkeys" oder Clouzots "Die Teuflischen" noch nicht gesehen haben und sich die Spannung nicht verderben lassen wollen - einfach Augen zu und zweimal klicken.
braucht nur einen einzigen Satz: In dem Paket ist der Kopf von Tracy.
Tracy Mills (Gwyneth Paltrow) ist die Frau des Ermittlers David Mills und der Mord an ihr wird zur großen Schlusspointe des Serienkillers John Doe (Kevin Spacey). Denn damit arbeitet er gleich zwei Todsünden ab. Er killt Tracy nämlich aus Neid auf das normale Leben von David Mills - und der junge Ermittler erschießt Doe im Finale des Films aus Zorn, der letzten Todsünde.
Fünf mit Knastabo: Fünf Männer in einer Zelle wissen nicht genau, warum sie überhaupt verhaftet wurden. Bei einer Schiffsexplosion sind 27 Menschen ums Leben gekommen und diese fünf sind einfach "Die üblichen Verdächtigen" der Polizei von Los Angeles. Der Thriller von Bryan Singer ("X-Men", "Operation Walküre") wird in Rückblicken des körperlich behinderten Kleinkriminellen Verbal Kint (Kevin Spacey) erzählt. In einem ausführlichen Geständnis berichtet er, wie es zu der Explosion gekommen ist. Eine wichtige Rolle spielt dabei der legendäre Gangsterboss Keyser Soze. Doch niemand weiß, wie "der Teufel höchstpersönlich" aussieht oder ob er überhaupt existiert.
Bei dem überraschenden Ende des Thrillers staunte das Kinopublikum nicht schlecht. Zumindest alle, die Folgendes nicht schon vorher
wussten: Verbal Kint ist Keyser Soze. Den hinkenden Kleingangster spielt er nur.
Das kommt uns chinesisch vor: Eigentlich sollte Privatdetektiv Jack Gittes (Jack Nicholson) nur der Affäre eines Mannes auf die Schliche kommen. Ein Routineauftrag für den abgebrühten Schnüffler. Doch als der Beschattete stirbt, gerät Gittes zwischen die Fronten eines gefährlichen politischen Machtspiels - und in das Bett der Witwe Evelyn Cross Mulwray (Faye Dunaway). Zwar löst Gittes in Roman Polanskis Film Noir "Chinatown" den Fall um den toten Ehemann und deckt zusätzlich einen großangelegten Komplott auf. Doch eine weit schlimmere Entdeckung überschattet diese Erfolge.
Wer bei diesem Film die überraschende Wendung verraten möchte, braucht einen langen Atem. Denn die Auflösung geht etwa
so: Noah Cross, der Vater von Evelyn Cross Mulwray, ist nicht nur für den Tod von Evelyns Mann verantwortlich, er hat sie auch noch vor 15 Jahren vergewaltigt und eine Tochter mit ihr gezeugt. Am Ende wird Evelyn Cross Mulwray, bei dem Versuch mit ihrer Tochter aus der Stadt zu fliehen, erschossen - und Cross nimmt seine Enkelin/Tochter in seine Obhut.
Und das ist, genau genommen, noch die stark vereinfachte Version des Finales.
Zwei Mörderinnen - ohne Leiche: Der Leiter eines Landschulheims in der französischen Provinz ist ein brutaler Tyrann. Er schlägt, quält und terrorisiert seine Frau und seine Geliebte so sehr, dass die beiden beschließen, gemeinsame Sache zu machen. Sie betäuben ihren Peiniger und ertränken ihn in einer Badewanne. Doch die Leiche verschwindet spurlos. Dann taucht auf einem gerade geschossenen Gruppenfoto vor der Schule verschwommen die Silhouette von Delasalle in einem der Fenster auf.
Henri-George Clouzots Filmklassiker "Die Teuflischen" gilt als einer der ersten Filme, mit einer Spoiler-Warnung. Am Schluss des Films bittet Clouzot die Zuschauer: "Seien Sie nicht teuflisch. Erzählen Sie nicht, was Sie gesehen haben." Er will also auf keinen Fall, dass Folgendes verraten
... wird: Der Mann ist gar nicht tot. Der Mord war nur eine Finte, mit der er und seine Geliebte seine Frau aus dem Weg schaffen wollen. Wie? Na, indem ihr Mann am Ende des Films als unheimlicher Zombie aus der Badewanne steigt und sie vor Angst an einer Herzattacke stirbt.
Diese geniale Wendung im Film bekam später einen traurigen Beigeschmack. Denn Véra Clouzot, die Frau des Regisseurs und Darstellerin der Frau im Film, starb sechs Jahre nach der Veröffentlichung tatsächlich an einem Herzanfall - im Alter von nur 46 Jahren.
Kopfmensch: "A Beautiful Mind" von Ron Howard erzählt die Lebensgeschichte des Mathematikers und Nobelpreisträgers John Forbes Nash. Auf der Universität in Princeton ist Nash ein Einzelgänger. Sein einziger Freund ist sein Kommilitone Charles Hernan (Paul Bettany). Dann kommt der US-Geheimdienst auf ihn zu. Er erhält den Auftrag, Codes sowjetischer Agenten zu entschlüsseln. Doch zunehmend fühlt sich das Genie von feindlichen Agenten verfolgt und beschattet.
Wer Wert darauf legt von Leuten, die den Thriller noch nicht gesehen haben, verfolgt zu werden, verrät ihnen
das hier: Nash arbeitet gar nicht für den Geheimdienst. Er bleibt den gesamten Film über ein Genie und verpeilter Einzelgänger. Er leidet lediglich an einer schizophrenen Psychose und neben vielen anderen Gestalten ist auch der Geheimagent William Parcher (Ed Harris, rechts) nur eine Einbildung. Sein Büro und das Computerzentrum sind in Wahrheit nur eine wirre Ansammlung von Notizen.
Nur "Rocky" mit Mädchen?: Maggie Fitzgerald (Hilary Swank) kommt mit ihrem Job als Kellnerin eher schlecht als recht über die Runden. Deshalb will sie Profiboxerin werden - und sie möchte, dass der alte Boxtrainer Franky Dunn (Clint Eastwood) ihr Manager wird. Es dauert ein wenig, bis sie ihn überzeugt hat. Doch dann beginnt ihre Ausnahmekarriere im Ring. Während die erste Hälfte des Films ein eher klassischer Boxfilm ist, überrascht er seine Zuschauer in der zweiten mit einer dramatischen Wendung.
Wer heiß darauf ist, selbst einen Leberhaken zu riskieren, könnte über Clint Eastwoods "Million Dollar Baby" also Folgendes
ausplaudern: Der Film ist nur zur ersten Hälfte ein "Rocky" mit Mädels. Spätestens wenn Hilary Swank nach dem Weltmeisterschaftskampf gegen die Ost-Berliner Ex-Prostituierte Billy the Blue Bear durch einen unfairen Schlag für den Rest ihres Lebens querschnittsgelähmt in einem Krankenhaus dämmern muss, wird der Film zu einer Meditation über Sterbehilfe und den Wert des Lebens. Schließlich tötet Clint Eastwood die Boxerin am Ende auf ihren eigenen Wunsch mit einer Spritze Adrenalin.
Last but not least: Noch ein geheimnisvolles, letztes Wort flüstert Charles Foster Kane auf dem Sterbebett in seinem gigantischen Schloss Xanadu: "Rosebud". Dann stirbt der einflussreiche Zeitungsmagnat. So beginnt "Citizen Kane", einer der größten Meilensteine der Filmgeschichte. Doch was bedeutet "Rosebud"? In Orson Welles' Epos sucht der Journalist Jerry Thompson für einen Nachruf über den Medientycoon Kane 119 Minuten lang nach der Antwort auf diese Frage. Auf einestages ist sie nur einen Klick
entfernt: Rosebud ist der Schlitten, mit dem Charles Foster Kane in seiner Kindheit im Schnee gespielt hat.
Vier Fäuste für ein Halleluja: Er (Edward Norton) hat einen langweiligen Job, ein langweiliges Ikea-Apartment und versucht, seine Schlaflosigkeit in den Griff zu bekommen, indem er Selbsthilfegruppen für chronisch Kranke besucht. Dann begegnet der namenlose Protagonist Tyler Durden (Brad Pitt), und sein Leben ändert sich schlagartig. Er gibt seinen Job auf, zieht - nachdem seine Wohnung explodiert ist - in das heruntergekommene Haus von Tyler und gründet mit ihm zusammen einen "Fight Club" - einen Ring, in dem im Alltag angepasst lebende Männer sich abends nach Herzenslust vermöbeln können.
Wenn auch Sie auf eine Prügelei aus sind, sagen Sie doch jemandem, der David Finchers "Fight Club"
noch nicht gesehen hat: Edward Norton und Brad Pitt sind ein und dieselbe Person. Der Protagonist hat lediglich eine Persönlichkeitsstörung. Sein Unterbewusstsein hat sich den lässigen Tyler ausgedacht, damit dieser alles tut, was er sich selbst niemals trauen würde.
Nicht ohne meine Mutter: Der Einzelgänger Norman Bates (Anthony Perkins) führt ein schlechtgehendes Motel abseits der Hauptstraße. In seiner Freizeit stopft er Vögel aus. Vor allem aber kümmert er sich um seine etwas wunderliche Mutter. Doch als sich die hübsche Blondine Marion Crane ein Zimmer im Bates' Motel nimmt, wird sie unter der Dusche brutal von Normans Mutter niedergestochen. Um seine Mama zu schützen, beseitigt Norman die Leiche. Wenige Tage später tauchen der Freund und die Schwester der Vermissten auf und machen eine grausame Entdeckung.
Damit niemand den überraschenden Dreh am Ende seines Thrillers "Psycho" vorher erfährt, hat Alfred Hitchcock vor dem Start des Films auf Pressevorführungen verzichtet und soll sogar die gesamte Auflage der Romanvorlage aufgekauft haben. Sie können alle Bemühungen Hitchcocks zunichtemachen, indem Sie
sagen: Marion Crane wird gar nicht von Bates Mutter ermordet. Norman hat eine gespaltene Persönlichkeit und killt die Crane in den Kleidern seiner Mutter. Denn die alte Dame lebt längst nicht mehr. Im Haus ist sie allerdings immer noch - ausgestopft und präpariert wie Bates' Vögel.
Grüne Quelle: Wir schreiben das Jahr 2022. Der Raubbau der Natur hat zu einer extremen Verknappung von Wohnraum, Wasser und Nahrung geführt. Ein Glas Erdbeeren etwa kostet 150 Dollar. Während die Superreichen ein einigermaßen normales Leben führen und sich natürliche Lebensmittel leisten können, speist die Firma Soylent ("Soy" wie Soja, "Lent" wie Lentil - Linse) den Rest der Bevölkerung mit den künstlichen Nahrungskonzentraten Soylent Red und Soylent Yellow ab. Schließlich kommt ein neues, leckereres Produkt auf den Markt. Der Name: Soylent Green. Doch das neue Nahrungsmittel birgt ein schreckliches Geheimnis.
Den Sci-Fi-Film "Soylent Green" kann man immerhin mit einem der bekanntesten Filmzitate der Kinogeschichte verderben. Am Ende des Films nennt Charlton Heston
die grausame Wahrheit beim Namen: "Soylent Green ist Menschenfleisch!"
"Ich sehe tote Menschen": Mit dieser Einsicht schockiert der neun Jahre alte Cole Sear (Haley Joel Osment) in dem Film "Sixth Sense" seinen Psychologen Malcolm Crowe (Bruce Willis). Gemeinsam versuchen sie, dem Medium Cole die Angst vor den verirrten Toten zu nehmen.
Der Psycho-Thriller, der überraschend zu einem Welterfolg wurde und seinen Regisseur M. Night Shyamalan über Nacht zum Star machte, ist berüchtigt für seinen unvorhersehbaren Twist am Ende. Dieser wurde bei den darauffolgenden Filmen "Signs", "Unbreakable" und "The Village" zum manchmal etwas bemühten Markenzeichen des Regisseurs. Bei "The Sixth Sense" funktioniert die Überraschung aber am besten. Es sei denn, man
verrät gleich am Anfang des Films: Bruce Willis ist selbst tot und nur einer der Geister, die der kleine Cole sehen kann.
Im Sommercamp ist der Teufel los: In den fünfziger Jahren ertrinkt ein Junge in Camp Crystal. Im Jahr darauf erschüttert eine Serie schrecklicher Morde das Sommerlager und es wird geschlossen. 20 Jahre später soll das Camp wiedereröffnet werden. Doch als eine Gruppe jugendlicher Betreuer beginnt, die Hütten für die Kinder herzurichten, finden sie nacheinander ihr blutiges Ende. Kann es wirklich sein, dass der Geist des ertrunkenen Jungen am Lake Crystal umgeht und die Kids killt?
Die meisten werden den Slasherfilmklassiker "Freitag der 13." sowieso nur wegen seiner ultrablutigen Mordszenen ansehen. Deshalb ist es vermutlich kein Problem, wenn man beim DVD-Abend mit Freunden das Ende
... ausplaudert: Wie bitte soll denn ein ertrunkener Teenager Leute ermorden? Natürlich hat Pamela Vorhees, die Mutter des ertrunkenen Jason, aus Rache für den Tod ihres Kindes alle Morde begangen. Wie es dann zu neun Fortsetzungen, einem Remake und einem Schinken, in dem Freddy Krueger gegen Jason Vorhees kämpft, kommen konnte? Am Ende des Filmes erfahren wir, dass die Leiche des Jungen nie gefunden wurde.
Im falschen Film?: David Aames (Tom Cruise) hat ein millionenschweres Verlagsimperium, eine Affäre mit einem Top-Model (Cameron Diaz) und jede Menge Freunde. Doch irgendetwas stimmt nicht. Als er dann noch die bezaubernde Sofia (Penélope Cruz) auf einer Party kennenlernt und sich verliebt, scheint alles perfekt zu sein. Doch plötzlich wird sein Leben zu einem Alptraum, in dem Realität und verstörende Halluzinationen sich immer mehr vermengen.
Natürlich lässt sich dieses Durcheinander ganz leicht aufklären. Werden Sie zum Helden aller von "Vanilla Sky" verwirrten Zuschauer, indem Sie
Folgendes verraten - vorausgesetzt natürlich, Sie können sich alles merken: Das ist gar nicht die Realität, sondern nur ein außer Kontrolle geratener Traum. In dem steckt Tom Cruise, weil Sofia ihm in der Realität einen Korb gegeben hat. Daraufhin hat er einen Vertrag mit der Firma Life Extension abgeschlossen und einen Selbstmordversuch unternommen. Dieser ominöse Verein friert halbtote Körper ein und entertaint seine auf Eis gelegten Kunden mit schönen Träumen. Bei Tom Cruise ist das allerdings gründlich schiefgegangen.
Zwei-Enden-auf-einen-Schlag-Bonus: Der Film ist ein Remake des spanischen Thrillers "Öffne deine Augen". Das Original ist um Längen besser, die Auflösung dieselbe wie bei "Vanilla Sky".
Vatermörder im Space-Märchen?: Lando Calrissian verrät Han Solo und seine Freunde in der Wolkenstadt an die Imperiale Sternflotte. Luke überlebt auf dem Eisplaneten Hoth, indem er in einem aufgeschlitzten Tauntaun übernachtet. Außerdem sind der Jung-Jedi und Prinzessin Leia Geschwister.
Die drei frühen "Star Wars"-Teile sind voller kleinerer und größerer Überraschungen. Doch nur ein Geheimnis hütete George Lucas wie seinen Augapfel. Er vertraute nicht einmal der Crew am Set und legte dem Darth-Vader-Darsteller David Prowse (der später ohnehin von James Earl Jones synchronisiert wurde) eine falsche Information in den Mund. Beim Finale von "Das Imperium schlägt zurück", nachdem er Luke Skywalker die Hand abgeschlagen und ihn auf eine Antennenkonstruktion über einem gähnenden Abgrund getrieben hat, sagte der Darth-Vader-Darsteller auf dem Set: "Obi-Wan tötete deinen Vater." Im fertigen Film schockte
Darth Vader den jungen Jedi allerdings mit einer ganz anderen Information: "Ich bin dein Vater", erklärte er Luke.
Manager-Seminar extrem: Nicholas van Orten (Michael Douglas) ist ein knallharter Investmentbanker, der für seinen Erfolg seine Familie vernachlässigt und verloren hat. Zu seinem 48. Geburtstag bekommt er ein Spiel geschenkt, das sein Leben verändern soll. Er lässt sich darauf ein. Doch dann scheint alles außer Kontrolle zu geraten. Er wird um sein gesamtes Vermögen gebracht, mehrmals beinahe getötet und nach Mexiko verschleppt.
Wer anderen den Spaß an David Finchers wendungsreichen, undurchsichtigen Thriller "The Game" so richtig verderben will,
sagt einfach nur: Es ist wirklich alles nur ein Spiel.
Auch wenn es zwischendurch nicht so aussieht. Doch als van Orten am Ende aus Versehen seinen Bruder erschießt und sich vom Dach eines Hochhauses stürzt, um Selbstmord zu begehen, landet er auf einem weichen Luftkissen. Bei seiner eigenen Geburtstags-Überraschungsparty. Mit dem lebendigen Bruder als Gastgeber.
Monogamer 007: Nach fünf Filmen, in denen Sean Connery den britischen Agenten James Bond spielte, übernahm George Lazenby die Rolle des 007. Doch nicht nur das war neu in "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" von 1969. Das erste Mal in seiner Agentenlaufbahn verliebt sich Bond. Und zwar in die schöne Contessa Teresa di Vincenzo (Diana Rigg). Nebenher durchkreuzt er natürlich noch die Pläne des Bösewichts Ernst Stavro Blofelds, die Welt mit dem Einsatz biologischer Waffen zu erpressen.
Das Ende des Films hält gleich zwei Überraschungen bereit. Wenn Sie also garantiert der größte Bösewicht auf jedem Bond-Videoabend sein wollen,
plaudern Sie dies aus: James Bond heiratet die Contessa - nur um wenig später zusehen zu müssen, wie sie von einer Handlangerin Blofelds gekillt wird.
Manische Magier: In "The Prestige" von "Inception"-Regisseur Christopher Nolan liefern sich die zwei Magier Robert Angier (Hugh Jackman) und Alfred Borden (Christian Bale) am Ende des 19. Jahrhunderts einen Wettstreit um den besten Zaubertrick. Bald kommt Borden mit einem schier unglaublichen Kunststück groß raus. Als "Der transportierte Mann" gelingt es ihm scheinbar, sich vor den Augen der Zuschauer von einer Seite der Bühne auf die andere zu teleportieren. Fieberhaft versucht Angier, hinter den Trick zu kommen. Mit der Hilfe des Erfinders Nikola Tessla (David Bowie) gelingt es ihm schließlich, die Idee zu kopieren.
Wie die beiden Versionen des Tricks funktionieren, erfährt der Zuschauer allerdings erst am Ende des Films. Vermutlich wird das auch so bleiben, denn das Ende des Films zu verraten, ist in diesem Fall
echte Schwerstarbeit. Also: Alfred Borden (Bale) hat einen Zwillingsbruder, mit dem er ein gemeinsames Leben lebt. Niemand außer ihnen weiß also, dass es nicht nur einen Borden gibt, sondern zwei. So opfert er sein gesamtes Leben dem "transportierten Mann". Doch auch Angiers Kopie des Tricks fordert ein schreckliches Opfer: Denn dem Genie Tesla ist es nicht gelungen, den Magier tatsächlich zu teleportieren - die Maschine, in die sich Angier während der Vorführung begibt, fertigt lediglich eine Kopie von ihm an. Während diese an einem anderen Ort auftaucht, fällt das Original durch den Bühnenboden in einen Wassertank, der sich sofort schließt. So muss Angier für jede Vorstellung seines "Tricks" sterben.
Affen in Uniform: Nach einem Weltraumflug im künstlichen Tiefschlaf landen George Taylor (Charlton Heston) und zwei Crew-Mitglieder auf einem fremden Planeten. Dort sind Affen die Krone der Zivilisation und Menschen nur stumme Wilde, die in Treibjagden gefangen werden.
Der Satz, sie alle zu knechten, bei dem Sci-Fi-Klassiker "Planet der Affen"
lautet: Sie sind gar nicht auf einem anderen Planeten, sondern auf der Erde der Zukunft.
In dem künstlichen Tiefschlaf sind sie nicht, wie gedacht, zu einem 300 Lichtjahre entfernten Planeten gereist, sondern 2000 Jahre in die Zukunft. Dies erkennt Taylor, als er am Ende auf der Flucht vor den Affen an einem Strand die halb im Sand versunkene Freiheitsstatue sieht.
"Wenn du es baust, wird er kommen": Das flüstert eine geisterhafte Stimme Ray Kinsella (Kevin Costner) in "Feld der Träume" auf seinem Acker ein. Erst kapiert der Maisfarmer nicht, was er tun soll. Dann pflügt er kurz vor der Ernte das Maisfeld unter und beginnt ein Baseballfeld zu bauen.
Den Genuss dieses Filmes kann man in zwei Stufen verderben. Stufe eins
ist: Auf dem Feld spielen die Geister alter Baseballstars.
Doch dieser "er", der kommen wird, wenn Kinsella das Baseballfeld baut, ist keiner der Spieler. Wer also richtig spoilen will, verrät:
Der, der am Ende kommt, ist Ray Kinsellas Vater als junger Mann. Mit ihm hatte sich Ray in seiner Kindheit nie besonders gut verstanden. Am Ende spielen sie eine Runde Baseball zusammen.
Auf der Jagd nach einem Dutzend Affen: Das Jahr 2035, die Welt wurde von einer Pandemie fast vollständig ausgelöscht. Die wenigen Überlebenden führen ein Leben unter der Erde und können nur in Schutzanzügen die Oberfläche des Planeten betreten. James Cole (Bruce Willis) reist per Zeitmaschine nach 1996, dem Jahr der Katastrophe. Dort soll er eine Armee der Twelve Monkeys finden. Sie sollen für den Ausbruch des Virus verantwortlich sein.
Terry Gilliams "Twelve Monkeys" ist ein verwirrendes Zeitreiseabenteuer - mit einem überraschenden Schluss, der
... so geht: Die Twelve Monkeys wollen nicht die Menschheit ausrotten, sondern nur ein paar Tiere aus dem Zoo befreien. Derjenige, der die Seuche auf die Menschheit loslässt, heißt Dr. Peters. Und - ach ja - Bruce Willis wird beim Versuch, ihn aufzuhalten, am Flughafen erschossen. Da ist allerdings der Killervirus längst freigesetzt.
Motorradtrip: Nach einem Drogendeal gurken Wyatt (Peter Fonda) und Billy (Dennis Hopper) auf ihren Motorrädern quer durch die USA. Sie hängen in einer Hippie-Kommune herum, gehen in ein Bordell in New Orleans und nehmen LSD auf einem Friedhof.
Von einer richtigen Handlung kann man bei "Easy Rider" wohl kaum sprechen. Trotzdem überrascht der Film mit einer unerwarteten Wendung. Wer das Staunen am Schluss verderben möchte,
verrät: Am Ende werden die beiden von ein paar Rednecks abgeknallt.
Der Beifahrer eines Pick-ups fährt neben Billy her und rät ihm, sich mal die Haare schneiden zu lassen. Billy antwortet darauf mit dem ausgestreckten Mittelfinger. Keine gute Idee, denn der Redneck hat eine Flinte in der Hand. Erst holen die beiden Billy vom Motorrad, danach erschießen sie Wyatt, dessen Motorrad in einem Feuerball aufgeht.
Schlangen und Leitern: Der Vietnam-Veteran Jacob Singer (Tim Robbins) führt ein unauffälliges Leben. Er arbeitet bei der Post und lebt mit seiner Freundin in einem kleinen Apartment. Doch irgendwas scheint nicht zu stimmen. Mehr und mehr wird Singer von Halluzinationen geplagt. Steckt ein großangelegtes Experiment der Army mit einer Droge namens Jacobs Leiter dahinter?
Der verstörende Horror-Thriller "Jacob's Ladder" von Adrian Lyne ("Flashdance", "9 1/2 Wochen") ist ein düsterer Trip in die Seele des Protagonisten. Sie können anderen den Weg aber auch bedeutend abkürzen, indem Sie einfach
verraten: Jacob Singer ist nie aus Vietnam zurückgekehrt. In Wahrheit liegt er noch in einem Lazaret im Dschungel und haucht gerade sein Leben aus. Die Erlebnisse in New York sind also nichts als die letzten Halluzinationen eines Sterbenden.
Kreeiiiiisch!: Das verträumte Städtchen Woodsboro wird von einer Welle grausamer Morde heimgesucht. Der Killer trägt eine Gummimaske, die Edvard Munchs berühmtem Gemälde "Der Schrei" nachempfunden ist.
Wes Cravens verweisreiche Verbeugung vor dem Slasher-Film-Genre "Scream" ist ebenso spannend wie blutig - und bei den Dreharbeiten flossen über 180 Liter Kunstblut. Blutig enden könnte es auch, wenn man zu Beginn des Films Folgendes ...
... ausplaudert: Es gibt nicht nur einen Mörder, sondern zwei. Nämlich die Highschool-Schüler Billy und Stu. Welches Motiv sie für die Morde haben? Ist das bei diesem Film so wichtig?
Verflixt und abgesägt: Zwei Männer wachen in einem heruntergekommenen Badezimmer auf. Beide sind angekettet und können sich nicht daran erinnern, wie sie dorthin gekommen sind. In der Mitte zwischen ihnen liegt der regungslose Körper eines Mannes, der sich scheinbar durch einen Kopfschuss das Leben genommen hat. Bald finden sie heraus, dass sie sich in der Gewalt des Serienkillers Jigsaw befinden - und dass es scheinbar der einzige Weg aus ihrem Verließ ist, sich selbst den Fuß abzutrennen.
Wer echten Horror erleben möchte, könnte am Anfang des Horrorstreifens "Saw" ganz beiläufig folgende Information
fallen lassen: Der Selbstmörder, der in der Mitte des Raumes liegt, ist gar nicht tot. Das ist der Jigsaw-Killer und am Ende wird er aufstehen und sich ins Fäustchen lachen.