Spielzeuglegende Carrera Mit Karacho aus der Kurve
Spaß für die ganze Familie: Mit dem 124er-System nahm Carrera auch Erwachsene ins Visier - hier eine Katalogabbildung aus dem Jahr 1967.
Bunte Vielfalt: Poster mit Gesamtüberblick der Fahrzeugpalette im System Carrera 132 Universal.
Die Transpo-Serie: Die nachlassende Begeisterung für das Slotracing in der erwachsenen Käuferschicht erforderte Anfang der siebziger Jahre neue Impulse. 1971 ergänzte Carrera das Angebot um die Transpo-Serie, mit der schwere LKW die Modellstraße eroberten.
Star-Duelle: Rennsport im Maßstab 1:32 - Carrera brachte die Größen der Zeit auf die Modellrennpiste. Die Duelle der Stars konnten im Kinderzimmer nachgespielt werden, hier an Bord in Jacky Ickx' Ferrari hinter Jim Clarks Lotus en miniature.
Seltene Sammlerstücke: Für die Stadtmeisterschaften produzierte Carrera eigene Farbvarianten, die im Handel nicht erhältlich waren. Solche Exemplare gehören heute zu den meist gesuchten Sammlerstücken.
Carrera-Abenteuer: Solche Bilder weckten Wünsche - Fotograf Meyer zur Capellen setzte das Spielzeug ins rechte Licht und trug mit beeindruckenden Aufnahmen seinen Teil zum Erfolg der Marke bei. Hier eine Aufnahme von 1973.
Erste Modelle: Mit Porsche 804 und Ferrari Tipo 156 fing 1963 alles an. Sammler unterscheiden heute allein im System Carrera 132 Universal weit über 200 Detailvarianten.
Carrera Werbedisplay 1969: Carrera setze schon frühzeitig eigene Dekorateure ein, um einen einheitlichen Marktauftritt zu fördern.
Ferrari Formel 1 von 1962: Vor der Carrerabahn produzierte das Unternehmen unter dem Label JNF (Johann Neuhierl Fürth) seit 1920 zunächst Blechmodelle und später Kunststoffspielzeuge, wie diesen Ferrari Formel 1 von 1962 im Baukastenprinzip.
Dr. Hermann Neuhierl: Der Sohn des Firmengründers auf der Nürnberger Spielwarenmesse 1969.
Komplexer Aufbau: Diese Abbildung aus der Betriebsanleitung illustriert den komplexen Aufbau der Universal-Autos. Allein der Stromabnehmer für das Dreileitersystem besteht aus 14 Einzelteilen - nur dieses System ermöglichte das Fahren von zwei Autos auf einer Spur und Fahrtrichtungswechsel.
Bundesmeisterschaft: Mit der Carrera-Bundesmeisterschaft gelang dem Fürther Hersteller ein echter Werbecoup. Ausgerichtet von örtlichen Spielwarenläden, wurden Hunderttausende an die Regler gelockt. Nach den Vorläufen setzte die volle Werkbetreuung ein, wertvolle Preise lockten die Teilnehmer. Im Bild ein Einladungsplakat von 1971.
"Silberpfeil" von 1967: In den sechziger Jahren wurde das Slotracing als Erwachsenenhobby entdeckt. Carrera reagierte mit anspruchsvollen Rennbausätzen auf den damaligen Trend. Im Bild ein Mercedes W196 "Silberpfeil" von 1967.
Keine falsche Bescheidenheit: "Auf allen Bahnen siegt Carrera" - Werbeanzeige von 1967.
Kostspielige Fehlentwicklung: Prospektplakat von 1970 - Das Flugspiel "Carrera-Jet" scheiterte nach nur zwei Jahren im Programm kläglich. Abseits der Rennbahn agierte Neuhierl eher erfolglos.
Auf der Höhe der Zeit: Carrera erkannte und nutze frühzeitig die Werbewirkung des Mediums Fernsehen. Hier eine an den Fachhandel gerichtete Anzeige, die ihrerseits wieder die gesteigerte Ladenpräsenz zum Ziel hatte, um die geweckten Wünsche vor Ort erfüllen zu können.
Größenvielfalt: Ab 1976 bot Carrera drei separate spurgebundene Systeme an. Hier ein Maßstabsvergleich der Produktlinien 124, 132 Universal und 160. Später kamen noch drei Servo-Bahnen hinzu. Die überzogene Vielfalt überforderte Handel, Kunden und letztlich auch Carrera.
Erfolgreiche Werbung: Collage einiger Kataloge und Prospekte aus den Jahren 1963 bis 1983. Die massive Präsenz von Carrera auf allen Werbekanälen war wesentlicher Schlüssel zum Erfolg.
Kleine Flitzer: Die wohl typischsten Vertreter der Neuhierl-Ära im Carrera-Programm - Ferrari Dino und Porsche Carrera 6.
Das Startset Hockenheim: Ganz oben auf den Wunschzetteln der Generation Carrera - Startset Hockenheim, hier in einer Katalogabbildung von 1980.
Das Carrera-Werk: Blick in die heiligen Hallen Anfang der achtziger Jahre. Das Firmengebäude wurde mit der letzten Erweiterung Ende der Siebziger auf eine Umsatzkapazität von 100 Millionen DM ausgelegt - der Anfang vom Ende.
Das Werksgelände heute: Die historische Wirkungsstätte an der Fürther Waldstraße wurde Ende der neunziger Jahre verlassen, die Produktion vollständig nach China ausgelagert. Die Aufnahmen zeigen das Areal im April und November 2007. Das Gebäude wird gegenwärtig zu Wohnraum umfunktioniert.
Porsche 935 "Moby Dick": Aktuelles Modell des Porsche 935 "Moby Dick". Nachdem die Carrera-Fahrzeuge nach dem Konkurs 1985 bisweilen eher Karikaturen realer Vorbilder darstellten, hat die Vorbildtreue und Detaillierung heutiger Slotcars das Niveau von Standmodellen erreicht. Erst mit der Übernahme durch die österreichische Stadlbauer-Gruppe 1999 fand Carrera wieder auf die Überholspur zurück.
Magnettechnik: Nicht der Energy Drink verleiht diesem BMW Z4 aus aktueller Produktion die Flügel, sondern zwei im Chassis integrierte Magneten sind es, die die Fahrphysik auf den Kopf stellen. Dieser Taschenspielertrick fand mit dem Sparkurs der Branche in den Achtzigern Einzug in die Modelle und wurde zum Leidwesen der Fans bis heute beibehalten. Die Haftungshilfe wurde nötig, um technische Schwächen zu kompensieren, die vor allem aus der Verwendung einfacher (und billiger) Elektromotoren resultieren. Die Modelle wurden optisch immer anspruchsvoller, doch das Fahrverhalten war denen heutiger Großserienmodelle insbesondere im Maßstab 1:32 schon vor 40 Jahren deutlich überlegen und erheblich realitätsnaher.
Jenseits des Mainstreams: Aktueller Opel Commodore Steinmetz "Jumbo" aus der Evolution-Serie. Neben dem Pflichtprogramm, bestehend aus Formel 1, Porsche 911 & Co., bedient Carrera mit solchen Nischenmodellen auch originellere Konsumentenwünsche.