Spionage im Kalten Krieg Hinter der Mauer auf der Lauer
Honecker und Krenz: Erich Honecker mit dem FDJ-Vorsitzenden Egon Krenz. Nach Honeckers Rücktritt vom Amt des SED-Generalsekretärs und Staatsratsvorsitzender der DDR im Oktober 1989 übernahm Krenz dessen Geschäfte.
BND in Pullach: Der Eingangsbereich zur Zentrale des Bundesnachrichtendienstes (BND) in Pullach bei München. Eifrig sammelte der westdeutsche Geheimdienst vor dem Mauerfall Informationen in der DDR. Wie effizient die Aufklärung jedoch war, vermochten nicht einmal Insider seriös einzuschätzen.
Der BND und die Politik: BND-Präsident Hans-Georg Wieck, Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) und der bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß (CSU) (v.l.n.r.) während der Feierstunde zum 30-jährigen Bestehen des Bundesnachrichtendienstes am 8. April 1986 in Pullach bei München. Wieck hatte als Botschafter in Moskau bereits den grauen sozialistischen Alltag erlebt und wollte nun Hinweise suchen, was die Ostdeutschen über ihre Regierung und die deutschen Frage tatsächlich dachten.
Wahlkämpfer Helmut Kohl: Bundeskanzler Helmut Kohl winkt bei einer Wahlkampfveranstaltung am 20.02.1990 in Erfurt der Fahnen schwenkenden Menge zu. Während Kohl vor der Wende in Westdeutschland in der Kritik stand, schätzten ihn die Ostdeutschen laut Erkenntnissen des BND bereits im Sommer 1989 als pragmatischen Deutschland-Politiker.
Honecker beim SED-Parteitag: Am 18. Oktober 1989 gab der langjährige SED-Generalsekretär seinen Rücktritt von sämtlichen Ämtern bekannt.
Signatur im Bundesarchiv: Bild 183-K0616-0001-125
1989 - Fall der Mauer: Als im November 1989 überraschend die Grenze zwischen den beiden deutschen Staaten fiel, berichtete der BND am Abend des 9. November nach Bonn von einer "sensationellen Maßnahme".
Protest gegen Wahlbetrug: Einen Monat nach der Wahlfarce vom 7. Mai 1989 demonstrierten 300 DDR-Bürgerrechtsaktivisten am 7. Juni 1989 in Ost-Berlin gegen die Fälschung der Kommunalwahl: In einem BND-Dokument heißt es, dass "der Gedanke an die deutsche Nationalität in der DDR-Bevölkerung tief verwurzelt" sei.
Schabowskis historischer Auftritt: Politbüro-Mitglied Günter Schabowski erklärt am 9. November 1989 während einer Pressekonferenz, die Änderungen der DDR-Reisegesetze träten "unverzüglich" in Kraft. Seine Aussage löste am gleichen Abend einen Ansturm von DDR-Bürgern auf die innerdeutschen Grenzübergänge aus, denen die DDR-Grenzer schnell nachgaben.